Doch nicht nur für Frauen, sondern für alle Menschen, die älter werden, stellt sich die Frage nach dem geeigneten Wohn- und Lebensmodell. Auf besonderes Interesse, so berichtet die Maintaler Frauenbeauftragte Anne Denecke, stößt dabei die Idee des generationenübergreifenden Patchwork-Wohnens: „Bei unserer Ausstellungseröffnung haben wir gemerkt, dass es in unserer Stadt einen hohen Informationsbedarf zum Mehrgenerationenwohnen gibt“. Was viele nicht wissen: In Maintal gibt es bereits den Verein Patchwork Maintal e. V., der regelmäßig offene Treffen für Interessierte veranstaltet.
Rund 50 Bürgerinnen und Bürger waren bei der Eröffnung der Ausstellung „Wie will ich leben, wenn ich alt bin?“ im Rathaus Maintal dabei. Von ihren Erfahrungen, Ideen und Aktivitäten berichteten an diesem Nachmittag unter anderem Barbara und Ludwig Weiler, Initiatoren des Vereins Patchwork-Wohnen Maintal. Die Mitglieder – derzeit drei Paare und mehrere Singles aus Maintal – machen sich stark für die Umsetzung eines Wohnmodells, bei dem selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden und eine Gemeinschaft mit Anderen sich ergänzen. „Sich mit jüngeren und älteren Menschen gegenseitig helfen und unterstützen, aber auch Privatsphäre haben und so leben, wie es den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen entspricht: Das wünschen sich viele Menschen gerade im Alter“, bringt es Barbara Weiler vom Verein Patchwork auf den Punkt. Der Verein will junge und ältere Menschen ansprechen. Die Vereinsmitglieder haben in Maintal bereits geeignete Grundstücke für die Umsetzung ihrer Idee ins Auge gefasst und sich mit der Finanzierung beschäftigt. Fachliche Unterstützung erhalten sie auch von der Stadt Maintal im Rahmen der Stadtleitbild-Projektgruppe.
Am kommenden Montag, 17. Februar, veranstaltet der Verein Patchwork Maintal sein nächstes offenes Gruppentreffen. Alle Maintalerinnen und Maintaler, junge und ältere Menschen, sowie Familien mit Kindern, die sich unverbindlich informieren möchten oder Fragen zum Thema generationsübergreifendes Wohnen haben, sind dazu eingeladen. Beginn ist um 20 Uhr im Stadtteilzentrum Bischofsheim (Dörnigheimer Weg 25). Das gleiche offene Treffen findet auch noch einmal am Montag, 31. März, um 20 Uhr statt. Interessierte können sich außerdem gerne direkt an Barbara und Ludwig Weiler wenden unter Telefon (06109) 6 62 52.
Auch die Ausstellung „Wie will ich leben, wenn ich alt bin?“ im Rathaus Maintal ist eine empfehlenswerte Quelle für weitere Anregungen. Sie ist noch bis zum Freitag, 21. Februar, während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.



