In einer bewegenden Abschiedsrede hob Schulleiter Harald Klose Studebakers zahlreiche Fähigkeiten und Erfolge hervor: "Sie entwickelte attraktive Ganztagsangebote, organisierte Fortbildungen, pädagogische Kulturschultage oder Veranstaltungen, trieb die schulische Professionalisierung voran und war mit ihrem Netzwerk und ihren Kontakten jahrelang von unschätzbarem Wert für die Bertha. Es gab nichts, was sie nicht bewerkstelligen konnte."
Vom Kollegium sei sie vor allem als zugewandte Ansprechpartnerin geschätzt gewesen, immer mit offener Tür und offenem Ohr, großem Herz und konstruktiven Ratschlägen, bewundert für ihre Leistungsfähigkeit und Schaffenskraft: "Ihre positive Ausstrahlung nutzte sie stets, um allen Kolleginnen und Kollegen Wertschätzung zu vermitteln, beispielsweise durch Lobkarten mit individuellem, positivem Feedback für jeden oder stärkender Schokolade an pädagogischen Tagen. Dass sie alle im Blick behält, zeigte sie bis zum Schluss: Alle Schülerinnen und Schüler bekamen mit ihren Zeugnissen auch einen Hausaufgabengutschein zum Abschied."
Am Ende stand das Kollegium vereint auf und verabschiedete sie mit dem Song „Bye Bye Simone“ – von Musiklehrerin Susanne Riedl-Komppa in Anlehnung an „Tage wie diese“ der Toten Hosen geschrieben.
Die Bertha sei für Simone Studebaker mehr als ein Arbeitsplatz gewesen, eher eine zweite Heimat. Personalrätin Elisabeth Kretzschmar-Wegener brachte es auf den Punkt: „Niemals wirst du so geliebt werden wie hier.“ Und: „Wenn du DU bleibst, gelingt dir alles!“ Deshalb – so schwer es der gesamten Schulgemeinschaft fällt eine solche Ausnahmepädagogin gehen zu lassen, so blicken doch alle mit wehmütigem Stolz auf ihre zukünftigen Herausforderungen und beglückwünschen nicht nur Frau Studebaker zu ihrer neuen, verdienten Führungsposition, sondern auch die Käthe-Kollwitz-Schule zu ihrer neuen, tatkräftigen Schulleiterin, die sie mit Herzblut unterstützen und voranbringen wird.
Bericht und Fotos: Julia Hiekel






