„Am Ende konnten wir insgesamt 16 Coronavirus-Infektionen in diesem Cluster feststellen. Drei Ansteckungen sind plausibel auf Begegnungen in der Schule zurückzuführen, mehrheitlich haben sich die Betroffenen aber im familiären Umfeld angesteckt. Die allermeisten Befunde unserer umfangreichen Testungen waren damit negativ“, erläutert Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD). Die letzten der circa 500 PCR-Tests erfolgten Anfang dieser Woche.
Die Delta-Variante beschäftigt die Kreisspitze ungeachtet dessen intensiv, gerade mit Blick auf die bevorstehenden Sommerferien und Urlaube der Bevölkerung. Vor gut einem Jahr hatte der Main-Kinzig-Kreis eine eigene Verfügung erlassen, wonach sich Reiserückkehrer testen und in bestimmten Fällen vorsorglich häuslich isolieren sollten. „In diesem Sommer sind die Landes- und Bundespolitiker zum Glück sensibilisiert und haben einen Blick auf das Thema, ebenso wie die Bürgerinnen und Bürger noch gut in Erinnerung haben dürften, wo wir im Spätsommer 2020 standen“, sagt Landrat Thorsten Stolz (SPD). „Wir brauchen in diesem Sommer den Mix aus einheitlichen Vorgaben und eigenverantwortlichem Handeln. Es gibt kostenlose Tests, und wir bitten gerade die Urlauberinnen und Urlauber dringend darum, vor dem Urlaub, während des Aufenthalts und rund um die Rückreise rege davon Gebrauch zu machen.“
Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler ergänzt, dass Testen und Impfen „ein sicherer Weg aus der Pandemie bleibt, trotz und gerade angesichts niedriger Inzidenzwerte“: „Die Hürden sind mittlerweile sehr niedrig, als Volljähriger und Volljährige mittels Impfung sich und andere zu schützen, und wir haben dieses wertvolle Zeitfenster, jetzt aktiv zu werden. Wenn wir wollen, dass die Lockerungen und Freiheiten, die wir derzeit genießen, auch noch nach den Ferien gelten, dann braucht es diese Impfung, und zwar den vollständigen Impfschutz“, so Simmler, die darauf hinweist, dass in den Impfzentren in den vergangenen Tagen teils in größerer Zahl Zweitimpftermine nicht wahrgenommen wurden. Simmler dankte den Teams in den Impfzentren wie auch den Ärztinnen und Ärzten darüber hinaus, die sich im Rahmen der Impfkampagne engagieren. „Jede Impfung hilft und jeder kann mit Rat und Tat anderen helfen, sich impfen zu lassen. Beides ist in dieser Zeit von großer Bedeutung“, so die Gesundheitsdezernentin.
AstraZeneca-Impfangebote
Seit dieser Woche kann sich jeder und jede Impfwillige ohne Termin in den Impfzentren eine Vakzindosis von AstraZeneca verabreichen lassen. Im Zeitraum von 8 bis 19 Uhr sind Erstimpfungen sowie, bei dringlichen persönlichen Umständen, auch Zweitimpfungen (mindestens 9 Wochen Abstand zur ersten Dosis) möglich. Darüber hinaus macht am Samstag der Impfbus der Aktion „Dein Pflaster“ an der Nidderauer Willi-Salzmann-Halle (Heldenberger Straße 14-16) im Zeitraum von 9 bis 15 Uhr Station.


