Es fehlt die „Anbindung"
Aus der Antwort des Kreisausschusses auf eine Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion gehe eindeutig hervor, dass der Hersteller des im Kreis eingesetzten Fachverfahrens (Prosoz/OPEN) bislang keine funktionierende Anbindung an das Bezahlkartensystem bereitgestellt habe: "Benutzen geht, nur aufladen nicht. Das führt zu der paradoxen Situation, dass Geflüchtete, die im zentralen Aufnahmezentrum in Gießen mit der Bezahlkarte ausgestattet wurden, diese im Main-Kinzig-Kreis zwar entladen, aber nicht wieder aufladen können. Gleichzeitig sieht sich die Verwaltung gezwungen, weiterhin mit Bargeld zu hantieren, da der personelle Aufwand für das Aufladen der circa 2.800 im Umlauf befindlichen Bezahlkarten nicht zu stemmen ist. "
Auch andere Kreise und Kommunen sind nicht im Zeitplan
Bereits im Frühjahr 2025 habe die FDP-Landtagsfraktion in Wiesbaden gewarnt, dass die landesweite Einführung „in weiter Ferne“ liege. In Medienberichten sei wiederholt darauf hingewiesen worden, dass viele Kommunen in Hessen erheblich hinter dem Zeitplan zurückliegen. Prof. Dr. Joachim Fetzer, Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, fasst die Situation zusammen: „Wir stehen hier vor dem absurden Zustand, dass das Land die Einführung der Bezahlkarte als erledigt verkündet, während im Main-Kinzig-Kreis faktisch nichts funktioniert. Die Betroffenen haben die Karte – aber sie kann nicht genutzt werden. Das ist weder verwaltungspraktisch sinnvoll noch politisch nachvollziehbar. Die FDP-Kreistagsfraktion hatte über die förmliche Anfrage in der jüngsten Kreistagssitzung versucht, Transparenz über die anhaltenden Verzögerungen herzustellen und den aktuellen Sachstand offenzulegen. Ob und wann sich beim Thema Bezahlkarte im Main-Kinzig-Kreis etwas tut, bleibt abzuwarten."



Auch dieses Kapitel hier fügt sich nahtlos ein.