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CDU stärkste Kraft im Kreistag: Politikwechsel gefordert

CDU stärkste Kraft im Kreistag: Politikwechsel gefordert

„Die CDU Main-Kinzig ist als klarer Sieger aus der Kommunalwahl hervorgegangen. Erstmals seit dem Jahr 2006 stellen wir wieder die stärkste Fraktion im Kreistag und konnten einen deutlichen Zuwachs verbuchen - und das bei einer höheren Wahlbeteiligung und einer immer weiter fortschreitenden Zersplitterung des Parlaments. Das ist ein großer Erfolg für uns als Christdemokraten und der verdiente Lohn für die jahrelange engagierte Arbeit unserer größtenteils ehrenamtlich engagierten Mitglieder zwischen Maintal und Sinntal“, kommentiert der Kreisvorsitzende der CDU Main-Kinzig, Max Schad, das Abschneiden seiner Partei auf Kreisebene.

Bei der Kreistagswahl am Sonntag hatten die heimischen Christdemokraten rund fünf Prozentpunkte Vorsprung zwischen sich und die zweitplatzierte SPD legen können.

Gleichzeitig sei das Ergebnis ein großartiger Erfolg für Jannik Marquart, der erstmals als Spitzenkandidat für die CDU ins Rennen gegangen war. „Das persönliche Abschneiden von Jannik Marquart ist hervorragend und spiegelt wider, dass seine Arbeit als hauptamtlicher Kreisbeigeordneter bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt. Er bewegt sich absolut auf Augenhöhe mit dem Landrat – das gibt Rückenwind für die weitere politische Arbeit“, so Schad. Auch die Wahlerfolge der vergangenen Jahre bei Bundestags-, und Landtagswahlen hätten ihren Anteil zum guten Abschneiden beigetragen. „Die Menschen im Main-Kinzig-Kreis wissen, dass sie uns vertrauen können“, betont Schad. Und nicht zuletzt hätten die erfolgreichen Bürgermeisterwahlen der CDU ein Gesicht auf der kommunalen Ebene geben können.

Mit ihrem Wahlprogramm und einem klaren Fokus auf den Themen Bildung/Schulbauturbo, Infrastruktur/ÖPNV und Leistungsgerechtigkeit in den Bereichen Bürgergeld und Asyl habe die CDU bei den Wählerinnen und Wählern gepunktet, das hätten auch zahlreiche positive Rückmeldungen im Wahlkampf gezeigt. „Wir wollen uns nicht in ideologischen Debatten verstricken, sondern das Leben für die Menschen im Main-Kinzig-Kreis ganz konkret verbessern“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Heiko Kasseckert.

Wer das Ergebnis näher betrachte, dem falle auch die starke kommunale Komponente ins Auge. Schad: „Dass es der CDU Ronneburg gelungen ist, in einer einstigen SPD-Hochburg die absolute Mehrheit zu erzielen, ist sensationell. Auch im traditionell roten Linsengericht ist die CDU erstmals stärkste Partei geworden.“ Hier, ebenso wie in Langenselbold, wo die CDU ebenfalls den Platz der stärksten Fraktion  zurückerobern konnte, steht in Kürze die Bürgermeisterstichwahl an. „Mit diesen Mehrheitsverhältnissen im Rücken bin ich zuversichtlich, dass es Markus Betz in Linsengericht und Florian Gibbe in Langenselbold gelingen wird, die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger von sich zu überzeugen. Es zeigt: Die Menschen vertrauen der CDU, besonders in schweren Zeiten“, so Schad.

Ebenso erfreulich sei es, dass es der CDU gelungen ist, langjährige Hochburgen wie Bad Soden-Salmünster und Freigericht als stärkste Fraktion zurückzuerobern, große Stimmenzuwächse gab es zudem in Bruchköbel, Gelnhausen, Jossgrund, Maintal und Schöneck. Im lange Zeit SPD-dominierten Hammersbach habe die örtliche CDU über 41 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, auch das sei ein großer Erfolg. „Für uns als CDU ist das Ergebnis der Kommunalwahl der klare Auftrag der Wählerinnen und Wähler, den Main-Kinzig-Kreis als gestaltende Kraft in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“ Entsprechend selbstbewusst werde man in den kommenden Tagen das Gespräch mit den Parteien der demokratischen Mitte suchen und Sondierungsgespräche zur Bildung einer Kreiskoalition aufnehmen.

Dabei zeigt sich Kasseckert von einer eher realitätsfernen Bewertung des Wahlergebnisses durch den Landrat Thorsten Stolz (SPD) irritiert. Ein „Weiter so“ nach der Vorstellung des Landrates, dessen Partei nun zum zweiten Mal in Folge deutliche Verluste hinnehmen musste, wird es nicht geben können. Das Ergebnis fordert die Anerkennung und Umsetzung eines Politikwechsels, wenn wir das Votum der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen wollen", so Kasseckert abschließend.

Kommentare

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Weiter, so?
1 monat vor
Das zeichnet den Landrat besonders aus. In den vergangen Jahren sieht man ihn nur bei Geburtstagen, Jubiläen, SPD Feste usw.. Was er alles bewegt? Davon sieht man und hört man nichts. Deshalb passt seine Aussage:" Weiter so ". Nichtstun ist seine Devise. Muss sich die SPD nun über ihre Ergebnisse wundern?
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A.S.
1 monat vor
Wechsel!

Die hatten wir nun schon zur Genüge. Aber es waren und werden es auch immer bleiben, es sind Parteienwechsel (inkl. Koalitionsgeklüngel), nicht wirklich einen Politik Wechsel.

Angesichts der Tatsache, das der Bevölkerung so langsam aber sicher, der Futterkorb immer höher gehängt wird, im Klartext das Leben immer schwerer gemacht wird, kann von einem Wechsel der politischen Einstellung nicht die Rede sein.

Lässt sich daran erkennen, das man sich selbst über den Klee lobt und andere die Bösen sein lässt. Koalitionskonstrukte nur den eigenen Vorhaben dienen die man dann vor Ort als Erfolg verkauft.
Sich einer fortwährenden Fördermentalität verschrieben hat die der Steuerzahler berappen muss (Tendenz weiterhin dramatisch steigend).

Dinge den "Wählern" in den Mund legt ohne einen wirklich wichtigen Hintergrund erfragt zu haben.
Unter dem Deckmantel, der Bürger brauche das, verkauft man altpolitisches Handeln. Es sind innerparteiliche Befindlichkeiten die hier umgesetzt werden.
Meist reduziert auf eine Person, die sagt, wo es lang geht.

Einen wirklichen Wechsel wäre daran zu erkennen das z.B. die finanzielle Belastung eine Kehrtwende erfahren würde. Allen voran die Grundsteuern die die Städte und Kommunen erheben.

Statt dessen baut man die zukunftsweisende und uns allen so hilfreiche Digitalisierung (Inkl. mehr benötigter Energie) aus. Wo da der Euro hin rollt ist hinlänglich bekannt, auch im politischen Sektor. Das ist aber nur ein von vielen Beispielen und "Notwendigkeiten".

Auf Empfänger von Sondervermögen lässt man sich herunterdegradieren. Mit diesen Mittel, wohlwissend das es Steuergelder sein werden, wird weiter Aktionismus betrieben. Das symbolische Kuvertchen das man mitbringt zum Beispiel.

Wechsel? Nicht zu erkennen, leider!
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Michael Schäfer
1 monat vor
Oh, da wird aber von Herrn Schad wieder dick aufgetragen!
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Stefan
1 monat vor
So lange die CDU an der sogenannten "Brandmauer" gegenüber der AfD festhält - so lange wird es keinen Politikwechsel geben.

Die roten SPD Genossen werden sich teuer verkaufen, ihre Forderungen erpressen und die CDU wird wieder brav nachgeben.

Nur mit der AfD wird es eine echte Alternative für den Main-Kinzig-Kreis geben.
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10
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
1 monat vor
Solange die AfD nicht die eindeutige Mehrheit hat, wird sich vorerst nicht ändern,
da es in "ihre Demokratie" nicht vorgesehen ist, etwas Sinnvollen für die Bürger zu machen.

Merz und die CDU sind ja schon mächtig empört, dass es im EU-Parlament die bescheuerte Brandmauer nicht gibt.
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Student aus Uppsala
1 monat vor
Jannik Marquart war auf den Wahlplakaten zusammen mit einer Dame namens Souad Hani-Pouya zu sehen. Welche Rolle nimmt die junge Dame künftig ein ? Das geht da oben nicht hervor.
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Stefan
1 monat vor
zitiere Student aus Uppsala:
Jannik Marquart war auf den Wahlplakaten zusammen mit einer Dame namens Souad Hani-Pouya zu sehen. Welche Rolle nimmt die junge Dame künftig ein ? Das geht da oben nicht hervor.



Souad Hani-Pouya 39.211 1,17 %

Ist aktuell nicht bei den gewählten Kandidaten dabei - dürfte aber bald nachrücken, wenn SPD und CDU ihre Koalition verkünden.
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