„Die CDU bereitet sich auf einen Wahlkampf gegen Sonne und Wind vor. Die Miesmacher der Energiewende sitzen in CDU und FDP. Sie machen die Energiewende fälschlich für die steigenden Strompreise verantwortlich und hoffen so, die Menschen gegen die erneuerbaren Energien aufzubringen. Dabei ist es die Bundesregierung höchst selbst, die mit ihrer stetig wachsenden Zahl von Unternehmen, die von der Umlage des EEG befreit werden, die Preisschraube bedient. Die Folge ist, dass die Privatverbraucher, die kleinen und mittleren Unternehmen die Zeche für die großzügigen Ausnahmen der Bundesregierung für die Energiefresser bezahlen müssen.
Die jüngste Parole der Union, den Ausbau der erneuerbaren Energien auf Länderebene drosseln zu wollen, entlarvt das Vorhaben der schwarz-gelben Bundesregierung, die Energiewende mutwillig und grundlos zum Scheitern zu bringen – allein aus ideologischen Gründen. Wenn Peter Tauber behauptet, niemand in der Union zweifle ernsthaft an der Umsetzung der Energiewende, dann zeugt das von seiner politischen und fachlichen Unkenntnis. Tauber hat die Bedeutung der Energiewende für Deutschland nicht verstanden, ansonsten würde er sich von dem Vorstoß von Bundeskanzlerin Merkel und Bundesumweltminister Altmaier zur Drosselung des Ausbaus der erneuerbaren Energien abgrenzen.
Auch die Versuche Taubers, die Diskussionen über den Bau von Windkraftanlagen im Main-Kinzig-Kreis zu instrumentalisieren, um Menschen gegeneinander aufzuwiegeln, zeugt nicht gerade von seinem Interesse an der Umsetzung der Energiewende im Main-Kinzig-Kreis. Tauber geht es allein um das politische Kapital, das er glaubt, aus dem Schlechtreden der erneuerbaren Energien schlagen zu können.
Wenn Tauber sich glaubwürdig für die Energiewende stark machen wollte, müsste er sich in seiner Bundestagsfraktion dafür einsetzen, den bislang nur schleppenden Netzausbau endlich voranzutreiben und das Thema Energieeffizienz stärker in den Fokus zu rücken. Hilfreich wäre auch, deutlich zu machen, dass die Zielvorgabe von 35 Prozent erneuerbaren Energien bis 2020 nur das Minimum darstellen kann und nicht die Deckelung sein darf.
"Tut er das nicht, ist und bleibt Peter Tauber nur ein energiepolitischer Schaumschläger“, so Bousonville.

