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Energiewende: Geld für Kommunen aus Wind und Solar vor Ort

Energiewende: Geld für Kommunen aus Wind und Solar vor Ort

Die Hessische Landesregierung will die Akzeptanz für Wind- und Solarenergie ausbauen und hat dazu mit dem Hessischen Gemeinde-Energie-Beteiligungsgesetz einen Entwurf zur finanziellen Beteiligung der Kommunen vorgelegt. Ziel ist, Widerstände gegen den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort zu verringern und den Ausbau zu beschleunigen.

Hanau News

Der hessische Wirtschafts- und Energieminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori (SPD) sagte dazu: „Die Energiewende wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie nicht über die Köpfe der Menschen hinweg organisiert wird, sondern gemeinsam mit den Kommunen und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gelingt. Deshalb sorgen wir dafür, dass die Regionen, in denen Wind- und Solaranlagen entstehen, auch unmittelbar davon profitieren. Wer Flächen bereitstellt und Verantwortung übernimmt, soll auch an den Chancen der Energiewende teilhaben. Das stärkt die Akzeptanz, schafft Vertrauen und bringt den Ausbau der erneuerbaren Energien schneller voran. Mit dem Gemeindebeteiligungsgesetz verbinden wir Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung und machen die Energiewende für die Menschen vor Ort konkret erlebbar.“

Kommunen erhalten 0,2 Cent je Kilowattstunde

Kern des Entwurfs ist die verpflichtende Einführung der bislang freiwilligen Beteiligung nach § 6 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für Hessen. Anlagenbetreiber sollen demnach künftig 0,2 Cent pro eingespeiste Kilowattstunde an die betroffenen Gemeinden zahlen. Pro moderne Windenergieanlage können Kommunen so jährlich etwa 30.000 bis 40.000 Euro einnehmen, bei größeren Photovoltaik-Freiflächenanlagen (10 MW) sind es rund 20.000 Euro pro Jahr. Die Mittel fließen dabei nicht in den allgemeinen Haushalt, sondern müssen für Maßnahmen eingesetzt werden, die die Akzeptanz für erneuerbare Energien stärken. Die Gemeinden erhalten dabei einen breiten Spielraum, solange transparent gemacht wird, dass die Finanzierung aus den Beteiligungsmitteln nach dem neuen Gesetz erfolgt. So können die zusätzlichen Mittel für Schwimmbäder, Gemeindehallen, Spielplätze oder eine Senkung der Grundsteuer eingesetzt werden. Der Entwurf ist schlank, klar und bürokratiearm.

„Die hessischen Kommunen erhalten damit verlässliche und planbare Beteiligungsmöglichkeiten. Das schafft zusätzliche Spielräume für Investitionen dort, wo sie den Alltag der Menschen unmittelbar verbessern – etwa in Schulen, Kitas, Sportanlagen oder die kommunale Infrastruktur. So wird die Energiewende nicht nur zu einem Beitrag für den Klimaschutz, sondern auch zu einem Gewinn für die Städte und Gemeinden in unserem Land. Unser Ansatz ist klar: mehr Akzeptanz, mehr Teilhabe und mehr Wertschöpfung vor Ort.“ sagte Minister Mansoori weiter.

Regierungsanhörung steht bevor

Der Gesetzentwurf wurde bereits im Kabinett beraten, die Regierungsanhörung startet in Kürze. Anschließend werden die Rückmeldungen ausgewertet und gegebenenfalls in den Entwurf eingearbeitet. Nach den Lesungen im Hessischen Landtag und der Veröffentlichung im Staatsanzeiger kann das Gesetz voraussichtlich Ende des dritten bzw. Anfang des vierten Quartals dieses Jahres in Kraft treten.

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Kommentare

2
Wolfram
Gestern
Eine kleine Leseempfehlung:
Zitat:
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/windenergie-infraschall-100.html
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7
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 tage vor
„Wind und Sonne schicken keine Rechnung“

Die ganzen Privaten PV Dächer werden sich freuen, wenn sie durch die AgNes Reform spätestens 2029 zur Kasse gebeten werden!
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7
Fuffty
2 tage vor
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

In Bad Orb werden sie teure Anwälte beauftragen. Damit die den Windpark am Horstberg möglichst viele Steine in den Weg legen.
Wenn der letzte Richter dann die letzte Klage abgewiesen hat. Dann werden diese Anwälte mit dem Geld vom Windpark bezahlt.

Sollte man nicht eine Ausnahme für Kommunen machen, die die Energiewende ablehnen?
Z.B.: eine Karenzzeit von 5 Jahrne.
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8
A.S.
2 tage vor
Finanzierung über Umwege.
Stellt sich die Frage, warum man das ansonsten fehlende Geld, für die im Beitrag genannten Maßnahmen, über Umwege und zur Manipulation zur Verfügung hat?
Warum versucht man manipulativ Stimmung zu erzeugen und somit Fakten der Unrentabilität einiger Anlagen somit außer Kraft setzen will.
Natürlich wird man das Fähnchen das da einem entgegenwinkt aufnehmen um seine Kommunalkassen zu "füllen".
Letztendlich hat das Kind nur einen anderen Namen und kommt einer Grundsteueranhebung gleich.
Woher kommen die Gelder für solche Aktionen? Und wieder beantwortet sich die Frage von selbst: Vom Steuerzahler.
"Gute Ideen" müssen scheinbar immer ordentlich Geld kosten.

Und Gratulation zur Wortschöpfung: "bürokratiearm"! Lässt einem gleich ruhiger schlafen.
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6
Konrad
Gestern
Die Frage ist doch nicht, OB subventioniert wird, sondern WOFÜR. Und vorallem ob die Folgekosten für die Allgemeinheit eingepreist sind. Jede Energieform wurde und wird gelenkt, Kohle und Atom über Jahrzehnte in ganz anderen Größenordnungen. Lenkung über Förderung ist ein normales wirtschaftspolitisches Instrument, kein Skandal.

Zum Maßstab: Allein die Tierwirtschaft wird laut einer Studie auf über 13 Milliarden Euro jährlich geschätzt – davon rund 5 Milliarden allein durch die ermäßigte Mehrwertsteuer auf Fleisch, Milch und Eier. Da spricht selten jemand von "Manipulation" oder "Mogelpackung". Die 0,2 Cent je Kilowattstunde Kommunalbeteiligung sind dagegen ein Mini-Posten.

Ob ein einzelnes Projekt wirtschaftlich trägt, ist eine berechtigte und völlig separate Debatte. Aber die Förderlogik an sich zum Betrug zu erklären und das ausgerechnet bei der Windkraft, ist ziemlich selektive Empörung.

Und das Ganze von einer Seite, die Daten und Fakten gern als höchstes Gut vor sich herträgt: kein einziger Beleg, keine Zahl, nur Andeutung, "Mogelpackung" und Fragen, die sich bequem "von selbst beantworten". Wer auf diesem Niveau argumentiert, sollte das Wort Sachlichkeit eine Weile ruhen lassen.
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8
Naturschützer
2 tage vor
Eine typische Mogelpackung der Politik. Der hessische Minister Kaweeh Mansoori verspricht den Kommunen Geld, wenn sie den Bau von Windkraft Anlagen auf ihrem Gemeindegebiet unterstützen. Er vergisst dabeii aber, dass die Bürger dies selbst als Steuerzahler über das EEG bezahlen. Sinnvoller wäre es, wenn das Land die Kommunen nicht über diverse Umlagen so in finanzielle Schwierigkeiten bringt, dass kaum noch Luft zum Atmen bleibt.
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7
Old white man
Gestern
zitiere Naturschützer:
Eine typische Mogelpackung der Politik. Der hessische Minister Kaweeh Mansoori verspricht den Kommunen Geld, wenn sie den Bau von Windkraft Anlagen auf ihrem Gemeindegebiet unterstützen. Er vergisst dabeii aber, dass die Bürger dies selbst als Steuerzahler über das EEG bezahlen. Sinnvoller wäre es, wenn das Land die Kommunen nicht über diverse Umlagen so in finanzielle Schwierigkeiten bringt, dass kaum noch Luft zum Atmen bleibt.


Man achte auf die Wortwahl. Eingespeist oder dank Schwachwindregel virtuell vergütet? Und es geht um 40k€/ für ganze Windparks, nicht um den Erlös pro Windrad. Noch dazu die Frage, auf welcher Gemarkung oder wem der Wald gehört. Kaum vorstellbar, dass sich Komunen freuen, wenn hier "kreativ" geplant würde. Und der Strom wird dann billiger? Haha. Bestimmt.
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6
Ralf
Gestern
zitiere Old white man:
[quote name="Naturschützer"]... Und es geht um 40k€/ für ganze Windparks, nicht um den Erlös pro Windrad. .....

Das kann schon hinkommen.
Wenn die Turbine eine maximalleistung von 6 Megawatt hat.
Dann wird sie im Durchschnitt ca. 20 bis 25% davon tatsächlich liefern.

Daraus ergibt sich diese Rechnung:
25% von 6 MW sind ca. 1,5 MW
1,5 mal 24 Stunden sind 36 Megawattstunden pro Tag.
36 MWH x 365 Tage sind 13140 MWH pro Jahr.
13140 MWH sind 13140000 Kilowattstunden.
0,2 Cent pro Kilowattstunde macht dann 26280,- Euro.

Bei 8 Turbinen am Horstberg würde das etwa 200.000,- Euro in die Stadtkasse spülen. Jedes Jahr.

zitiere Old white man:
... Noch dazu die Frage, auf welcher Gemarkung oder wem der Wald gehört. ...

Das hast du falsch verstanden.
Die 0,2 Cent sind einfach nur ein Anteil für die Kommune, weil der Windpark in ihrer Gemeinde steht.
Wem das Grundstück gehört ist dabei egal.
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5
Old white man
Gestern
Der Horstberg ist Schwachwindzone. Also sind wir realistisch. Mehr als 100 Tsd Euro sind wohl Wunschtraum für den Spessart. In manchen Jahren mehr, in anderen eher weniger. Warum subventioniert man Schwachwindanlagen? Weil es sich sonst nicht rechnet. Und weitere 0.2 Cent sind bereits knapp zweistellige zusätzliiche prozentuale Kosten für den Investor. Und Märchensteuer obendrauf
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5
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
Gestern
zitiere Old white man:
Warum subventioniert man Schwachwindanlagen?


Gerade erst die Tage gelesen.
Durch die Verschattung der Windräder, gibt es immer weniger Bereiche, in denen sich Windräder noch lohnen.
Darum werden mittlerweile auch immer häufiger Schwachwindzonen erschlossen.
Diese werden Natürlich genauso subventioniert wie der Rest.

Natürlich alles für die Energiewende!

Und die Rechnung, die Ralf hier aufgemacht hat, ist auch nur eine theoretische Rechnung.
Die Windräder werden wie viele andere auch sowieso ein Großteil Still stehen, da sie z.b. an sonnigen Tagen zu wenig Leistung im Vergleich zu PV Anlagen haben.
Und um Überlastungen im Netz zu vermeiden, schaltet man einfach ab!
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4
Konrad
Gestern
zitiere Old white man:
Und weitere 0.2 Cent sind bereits knapp zweistellige zusätzliiche prozentuale Kosten für den Investor.


Für den Investor bzw. Betreiber der Anlage ist das aber eine durchlaufende Position. Er muss die 0,2ct/kWh der Kommune bezahlen, bekommt diese aber wieder durch das Land Hessen erstattet. Für den Investor sind das höchstens verwaltungstechnische Kosten.
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4
Old white man
Gestern
Aah, das Land Hessen bezahlt also die Kommunalumlage für Schwachwindanlagen an die Gemeinde aus dem Säckel. Dann ist ja alles paletti.

Ääh, wer war nochmal das Land Hessen? Wir, auch Du. Ich möchte hier gerne Forrest Gump zitieren, nein, nicht das Zitat mit der Pralinenschachtel......
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