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FDP spricht sich für Gymnasium in Bruchköbel aus

FDP spricht sich für Gymnasium in Bruchköbel aus
Von links: Daniel Protzmann, Jannik Marquart, Joachim Fetzer.

In der Kreistagssitzung Ende Oktober hatten die Freien Demokraten eine aktuelle Stunde zum Zustand der Nachmittagsbetreuung initiiert und auf zahlreiche Defizite hingewiesen.

Der zuständige Schuldezernent Jannik Marquart von der zusammen mit der SPD regierenden CDU argumentierte dagegen, die Opposition würde viele Aktivitäten nicht hinreichend würdigen und lud zum „Nachsitzen“ ein.

Das fassten die Freien Demokraten als Einladung auf und so erschienen einige Zeit später der Parteivorsitzende Daniel Protzmann und der Fraktionsvorsitzende Prof. Joachim Fetzer beim Dezernenten. „Es war ein produktiver Meinungsaustausch über zahlreiche Themen der Kreispolitik und wir haben unsere politischen Forderungen darlegen können“, lobte Fetzer das Treffen im Rückblick und lieferte ein Beispiel: „Seit langem fordert die FDP ein zusätzliches Gymnasium im Westen des Kreises und wir sehen den Ausbau des Oberstufengymnasiums in Bruchköbel dafür als beste Option an.“ Vor einiger Zeit war ein zusätzlicher Gymnasialstandort in Hanau im Gespräch. Für die FDP bleibt dies angesichts der eigenständigen Entwicklung der Stadt Hanau nach der Auskreisung kein adäquater Ersatz für ihre Forderung.

Einig waren sich Dezernent und FDP-Opposition, dass die Umstrukturierung der Zuständigkeit in der Nachmittagsbetreuung eine große Herausforderung darstellt. „Es ist uns wichtig, dass die Eltern mit Ihren Sorgen und Ängsten wahrgenommen werden und die Bedürfnisse der Familien ausreichend berücksichtigt werden”, erklärt Daniel Protzmann. In der aktuellen Stunde hatte er für die FDP auf Bedenken vieler Eltern hingewiesen, die mangelnde Flexibilität und hohe Beiträge beklagt hatten. Bei der Flexibilität der Nachmittagsbetreuung habe er bereits reagiert, damit beispielsweise die Teilnahme an Sport- und Musikangeboten von Vereinen auch zukünftig möglich bleibt, erklärte Marquart seinen Besuchern.

Aber auch viele weitere Themen wurden angesprochen, so zum Beispiel die Bedarfslage der Schulsanierungen jenseits der Ergänzungsbauten oder auch die Frage, ob das Stocken des Glasfaserausbaus in Maintal nicht unter Mitwirkung der kreiseigenen Breitband GmbH überwunden werden könne. „Gerne wieder kommen und reden!“ meinte Dezernent Marquart zum Abschluss und die FDP-Besucher wünschten, dass er weiterhin daran mitwirkt, dass aus dem Ganztagspakt nicht unter der Hand eine Pflicht-Ganztagsschule wird.

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Von links: Daniel Protzmann, Jannik Marquart, Joachim Fetzer.

Kommentare

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Lady Liberty
5 monate vor
In Bruchköbel gibt es bereits seit Jahrzehnten ein gymnasiales Angebot. Es ist Teil der integrierten Gesamtschule dort.

Wir haben in unserem Unternehmen Absolventen dieser Heinrich-Böll-Schule und des anschließenden Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasiums, das in direkter Nachbarschaft liegt. Diese Leute geben wir nicht mehr her, sie sind sehr gut ausgebildet, mit hoher sozialer Kompentenz ausgestattet und ein Gewinn für unser Unternehmen. Gleiches berichten Betriebe, mit denen wir zusammenarbeiten - auch über Haupt- und Realschulabsolventen.

Von daher wäre es an der Zeit, dass die FDP endlich einmal die Strukturen vor Ort und die gute Arbeit dort würdigt.
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