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Grüne fordern Ausbau von Frauenhäusern und Schutzstrukturen

Grüne fordern Ausbau von Frauenhäusern und Schutzstrukturen

"Gewalt gegen Frauen ist keine Ausnahme. Sie ist bittere Realität – auch im Main-Kinzig-Kreis. Frauen erleben häusliche und sexualisierte Gewalt mitten im Alltag. Viele von ihnen suchen Schutz – und finden oft keinen Platz", ist für die Grünen im Kreistag klar: "Das darf nicht so bleiben."

Mit dem Antrag „Schutz vor Gewalt gegen Frauen – Frauenhäuser und Schutzstrukturen im Main-Kinzig-Kreis stärken“ wollen die Grünen ein klares politisches Zeichen setzen: "Der Schutz von Frauen hat höchste Priorität und ist eine staatliche Pflicht – keine freiwillige Leistung." Fraktionsvorsitzende Mahwish Iftikhar erklärt: „Gewalt gegen Frauen verletzt die Menschenwürde. Jede Frau, die keinen sicheren Ort findet, ist eine zu viel. Schutz darf nicht vom Zufall abhängen. Frauenhäuser, Schutzwohnungen und spezialisierte Beratungsstellen leisten im Kreis seit Jahren lebensrettende Arbeit. Sie geben Frauen und ihren Kindern Sicherheit, Stabilität und eine Perspektive. Gleichzeitig zeigen steigende Fallzahlen und knappe Kapazitäten, dass die bestehenden Angebote längst an ihre Grenzen stoßen. Frauenhäuser retten Leben. Wer sie nicht stärkt, nimmt in Kauf, dass Frauen und Kinder ohne Schutz bleiben."

Die Grünen fordern deshalb, die verfügbaren Bundesmittel aus dem Investitionsprogramm des Bundes gezielt zu nutzen – unter anderem für den Neubau eines zusätzlichen Frauenhauses und für weitere bedarfsgerechte Schutzwohnungen im Kreisgebiet. Ein möglicher Neubau soll in enger Abstimmung mit den bestehenden Einrichtungen erfolgen, insbesondere in Hanau und Wächtersbach, um Fachwissen zu sichern und qualitativ hochwertige Angebote zu schaffen. Besonders wichtig ist den Grünen, dass Schutzangebote allen Frauen offenstehen: Frauen mit Behinderung, migrantischen Frauen, Frauen mit Kindern oder besonderen Schutzbedarfen.

„Gewalt kennt keine Herkunft, keine Sprache, keine Grenze. Unser Schutz darf das auch nicht“, betont Iftikhar. Zum wirksamen Schutz gehört für die Grünen auch Prävention und die Arbeit mit Tätern. Gewalt darf nicht erst dann Thema sein, wenn sie eskaliert – sie muss frühzeitig verhindert werden. Auch mit Blick auf die Auskreisung der Stadt Hanau machen die Grünen deutlich: Der Zugang zu Schutz und Hilfe muss unabhängig von Verwaltungsgrenzen dauerhaft gewährleistet bleiben.

„Frauen in Not Fragen nicht nach Zuständigkeiten. Sie brauchen Schutz – sofort und verlässlich“, so Iftikhar. Mit diesem Antrag übernimmt der Main-Kinzig-Kreis Verantwortung: für den Schutz von Frauen, für verlässliche Hilfestrukturen und für die konsequente Umsetzung seiner menschenrechtlichen Verpflichtungen. „Eine Gesellschaft zeigt ihre Stärke darin, wie sie Frauen schützt, wenn sie am verletzlichsten sind. Dafür kämpfen wir – entschlossen und ohne Kompromisse“, erklärt Iftikhar abschließend.

Kommentare

14
Jeannette
3 monate vor
Was lese ich denn hier für eine Hetze in den Kommentaren?

Sind jetzt immer nur Bürger mit Migrationshintergrund die Schuldigen?
Nein!
Integration, ist ein Prozess den wir alle aktiv mitgestalten müßen. Neuankömmlingen zeigen, das ihr Frauen den gleichen Platz wie Männer inne haben. Nein nicht nur Frauen. Auch queere Menschen mit anderen Identitäten.
Mit gutem Beispiel als Mann egal welcher Herkunft voran gehen. Zeigen wie ein harmonisches Zusammenleben funktioniert.

Aber nein, nicht mal "deutsche" Männer bekommen das hin. Die Gewalt in deutschen Familien ist genauso hoch wie bei migrierten Bürgern.

Es fängt an bei der Sprache und endet in Handgreiflichkeiten.
Ja ich spreche genau Dich an. Es ist doch immer noch verinnerlicht, das Männer die "Krönung" der Schöpfung sind.

Nein seid ihr nicht. Und wenn ich mir ansehe wie viele Ehen hier in Deutschland auseinander gehen, frage ich mich warum wart ihr überhaupt zusammen?

Wenn ich lesen muß, das ein Feuerwehrmann eine Bewährungsstrafe unter einem Jahr bekommt, bei Vergewaltigung, damit er nicht vorbestraft ist und sein Karriere nicht gefährdet ist, dann ist das ein Schlag ins Gesicht.
Ja ein deutscher Feuerwehrmann.

Der Mann als Krönung der Schöpfung. Pfui
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5
Hans
3 monate vor
Es sind doch die Grünen, die seit Jahren sich massiv dafür einsetzen, dass Männer mit einem falschen Frauenbild sowie Gewaltbereit nach Deutschland kommen und ihre Kultur der Frauenunterdrückung mit im Gepäck haben.
Ich finde diese jetzt an den Tag gelegte Betroffenheit einfach nur Widerlich und zeigt die Doppelmoral der Grünen.
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10
Proximo
3 monate vor
Interessant ist auch, dass lediglich 36,2 Prozent der Frauen in Frauenhäusern Deutsche sind.
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11
Heck
3 monate vor
Im Jahre 2050 wird es unter 10% sein.

Alles gut!
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Frieden
3 monate vor
Als meine Mutter damals mit mir und meiner Schwester für 6 Monate da war gab es da nur deutsche Frauen! Das ist locker30 Jahre her.

Es war alles vertreten an Frauen, Analphabetin, Partytussen die einen Hakan nach dem anderen hatten, Prinzessinnen mit Blauem Auge oder 2 , Betreuerinnen die auch nicht besser waren... Und jede Menge vernachlässigter Kinder!!!

Wer durfte als "Mann" die Heizung reparieren als Kind weil die es nicht konnten???
Zur Info, bis zum 15 Lebensjahr wurde man als Mann damals geduldet, keine Ahnung wie das heute ist...
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11
Heck
3 monate vor
Und warum brauchen wir jetzt noch mehr Frauenhäuser?

Aha!

Grüne Doppelmoral, sowie immer.
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