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Heizungsgesetz wird abgeschafft: "Diese Reform ist überfällig"

Heizungsgesetz wird abgeschafft: "Diese Reform ist überfällig"

Die Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD im Bundestag haben sich auf eine umfassende, technologieoffene und ideologiefreie Modernisierung des Heizungsgesetzes verständigt und korrigieren aus SIcht des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Heiko Kasseckert damit einen der größten Fehler der Ampel-Regierung. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause in Kraft treten.

Zur Vorstellung des Eckpunktepapiers für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz im Bundesrecht sagt der wohnungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion: „Eigentümer entscheiden fortan wieder selbst, welches Heizungssystem für ihre Wohnung geeignet ist. Die Politik regiert nicht mehr in den privaten Keller hinein. Das Habeck’sche Heizungsgesetz ist damit abgeschafft und die ideologische Bevormundung, die staatliche Gängelung von Eigentümern und die bürokratische Überregulierung im privaten Heizungskeller ist Geschichte. Diesen Paradigmenwechsel hat die Union im Wahlkampf versprochen und jetzt geliefert.

Im Kern wurde sich auf die folgenden sinnvollen Modernisierungen verständigt: Das 65-Prozent-Ziel wird gestrichen: Die strengen Vorgaben zur Nutzung von mindestens 65 Prozent Erneuerbaren Energien beim Heizen entfallen, genauso wie Betriebsverbote bestimmter Heizungen. Künftig hat der Eigentümer im Falle eines Heizungsaustauschs wieder mehr Entscheidungsfreiheit, welche Heizungsoption er wählen möchte. Die verpflichtende Energieberatung entfällt. Bestehende Heizungen können einfach weitergenutzt werden. Investitionsstau wird gelöst: Damit beenden wir die abwartende Haltung der Bürger bei Investitionen in neue Heizungen, den das Heizungsgesetz ausgelöst hat. Jetzt sind maßgeschneiderte Lösungen möglich und die Förderprogramme aus dem BEG sind bis mindestens 2029 sichergestellt, sodass weiterhin ein großer Teil der Modernisierungskosten staatlich bezuschusst wird. Deswegen rechnen wir damit, dass jetzt eine Vielzahl von Sanierungsprojekten in Angriff genommen werden und der Heizungsaustausch an Fahrt aufnimmt. Davon wird auch die starke hessische Heizungsbranche und das Handwerk vor Ort enorm profitieren. Erleichterungen für kleine Kommunen: Wir machen die kommunale Wärmeplanung für kleine Kommunen bis zu 15.000 Einwohnern deutlich einfacher und entkoppeln die Wärmeplanung und die Heizungsregulierung. Damit entlasten wir den bürokratischen Aufwand um bis zu 80 Prozent. So können Kommunen praktikable und realistische Lösungen vor Ort umsetzen, ohne unter Druck zu geraten."

 

 

Kommentare

1
Hans I
2 monate vor
Herr Kasseckert kann sein Glück kaum fassen: Wieder einen Fortschritt aufgehalten und rückschrittlich am Weiter-So festgehalten. Weitsicht und Verantwortung: Fehlanzeige. Die Gunst das Wählers will man um jeden Preis, auch den der Zukunft. Einfach irre!
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der_hermann
2 monate vor
Die deutsche Umwelthilfe hat gestern bereits angekündigt zu klagen und ich gehe mal davon aus, dass das wieder mal ein Punktsieg für die wird.

Mich überkommt das Gefühl, dass die CDU weis, dass das Versprechen am Ende nicht umgesetzt werden kann aber erst mal gibt's Menschen, die das toll finden was die CDU macht und bei der Wahl dort einen Kreuz setzen.
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Heizer Joe
2 monate vor
Tja. Evtl. hat man trotz Baumschulabschluss einfach mal den Taschenrechner ausgepackt, und drübergerechnet, was das die Deutschen in der Mehrzahl des Altbestandes an Häusern und Wohnungen so gekostet hätte. Und woher die Leute wohl das Geld hätten hernehmen sollen. Oder wie diese Personen -auch Mieter- dann gewählt hätten? (Oh Gott).

Wenn es sich rechnet, baue ich auch einen Warpgenerator oder Fusionsreaktor in meinen Heizungskeller. Ich habe damit noch kein Problem.

Aber Menschen Ü70 dazu zu zwingen, einen deutlich 5stelligen Kredit aufzunehmen, nur damit diese dann vom Staat 20 Tsd Euro als Zuschuss zurückbekommen werden (was der Heizungsbauer einsteckt). Bei 2000 Euro Rente ist das von keiner Bank kreditwürdig. Und dann? Unter der Brücke schlafen und Haus verschenken, enteignen, versteigern?

Alles ja Sondervermögen. Arme Jugend.

PS. Im MKK wird gerade eine neue Erdgaspipeline gebaut. Warum wohl. Sie führt auch über das Gelände des Kraftwerkes in Grosskrotzenburg. Warum wohl? Damit man in Grosskrotzenburg dann heisses Wasser kocht und einfriert?
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Erfahrener Heizer
2 monate vor
Hier leidet jemand unter Heizungs-Amnesie. Die Gesetze, die unter CDU-Regierungen beschlossen wurden, werden unterschlagen.

Von wegen:

"Die Politik regiert nicht mehr in den privaten Keller hinein. ... die staatliche Gängelung von Eigentümern und die bürokratische Überregulierung im privaten Heizungskeller ist Geschichte. "

Die Gängelung geht nur unter anderer Überschrift weiter. Wenn Sie als Renter ein Haus sanieren wollen, hat sich für Sie nichts geändert.
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Old white man
2 monate vor
zitiere Erfahrener Heizer:

Von wegen:


Die Gängelung geht nur unter anderer Überschrift weiter. Wenn Sie als Renter ein Haus sanieren wollen, hat sich für Sie nichts geändert.


Sie bringen es ja auf den Punkt. Aber "wollen" ist nicht "müssen".

Also investiere ich evtl. lieber in ein neues seniorengerechtes Bad, einen Treppenlift. Was weiss ich.

Die Kosten der energetischen Sanierung eines typischen Siedlungshauses aus den 1950ern, oder schlimmer noch, den 1970ern sind höher, als der reine Wert des Gebäudes an sich. Daher kauft man solche Buden nur für den reinen Grundstückswert minus Abrisskosten. Und dann baut man eben neu. Oft gleich ein MFH mit Tiefgarage wie in GN Höchst. Hübsch? Naja.

Ob da jemand vorher eine subberdubber Wärmepumpe eingebaut hatte, erhöht höchstens die Entsorgungskosten.
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