Sie freut sich deshalb über die Entscheidung des Kreissozialausschusses, den Ehrenamtspreis 2016 an den Förderkreis Hospiz Kinzigtal sowie an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Main-Kinzig-Fulda zu vergeben.
Die Entscheidung war in der jüngsten Sitzung des Ausschusses einstimmig getroffen worden. Am Mittwoch, 30. November, wird er um 17 Uhr im Main-Kinzig-Forum verliehen. Die „Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement“, die der Main-Kinzig-Kreis seit 2004 beispielgebenden Ehrenamtlichen, Vereinen und Einrichtungen verleiht, ist mit 4.500 Euro dotiert, den sich die beiden Preisträger teilen.
Die Preisträger seien vom Ausschuss sehr klug gewählt, findet Sozialdezernentin Simmler. Die Arbeit der Hospizhelferinnen und Helfer zählt zu den anspruchsvollsten ehrenamtlichen Tätigkeiten im Main-Kinzig-Kreis. „Es verdient höchste Anerkennung, dass Menschen sich ehrenamtlich dieser Aufgabe stellen“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. Die fürsorgliche Begleitung im Angesicht des Todes bedeute für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine große Unterstützung. Die Anfragen nach Begleitung und Beratung steigen kontinuierlich an.
Der Förderkreis Hospiz Kinzigtal zeichnet sich durch überragendes, ehrenamtliches Engagement aus, die Schaffung eines stationären Hospizes wäre ohne die öffentlichkeitswirksamen und breite Bevölkerungsschichten ansprechenden Aktivitäten nicht zu Stande gekommen. Im Vorfeld der Gründung des „St. Elisabeth Hospizes Kinzigtal“ im ehemaligen Kreisruheheim des Main-Kinzig-Kreises und auch zur kontinuierlichen Unterstützung des ab Juni 2017 voraussichtlich in betrieb gehenden Hospizes, hat der Förderkreis allein durch sein ehrenamtliches Engagement eine Vielzahl von Einzelpersonen, Institutionen und sogar Kommunen als Mitglieder und Unterstützer geworben.
Die Kinderhospizhelferinnen und Helfer sichern die Begleitung und Betreuung von Familien, in denen lebensbedrohlich oder lebensbegrenzt erkrankte Kinder und Jugendliche leben. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten die schwerkranken Kinder zu Hause und auch in der Kinderklinik und bringen vor allem Zeit mit. Wertvolle Zeit auch für Gespräche mit den Eltern und Großeltern und für die Betreuung der Geschwisterkinder. Eine Begleitung ist ab der Diagnose einer lebensbedrohlichen Erkrankung und über den Tod hinaus möglich. In der Zeit der Trauer sind die Ehrenamtlichen auch für die Familien da.


