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Kommunalwahl 2026: SPD Main-Kinzig stellt Slogan vor

Kommunalwahl 2026: SPD Main-Kinzig stellt Slogan vor

Die SPD Main-Kinzig hat ihren Slogan für die Kommunalwahl am 15. März 2026 festgelegt: „Wir sind die, die da sind“ soll die Wählerinnen und Wähler davon überzeugen, ihr Kreuz bei der Sozialdemokratie zu machen. Bei der Wahl 2021 wurde die SPD mit 30,84 Prozent stärkste Kraft im Kreistag, diese Spitzenposition soll verteidigt werden.

Angeführt wird die SPD-Riege von Landrat Thorsten Stolz: „Wir kümmern uns um die Belange der Menschen und die zentralen Themen im Kreis, wir hören zu und packen an. Und das nicht erst vier Wochen vor der Wahl wie andere.“ Wer diese „anderen“ sind, wollte er auf einer Pressekonferenz in Gelnhausen nicht personifizieren. Die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal der SPD wird daher so beantwortet: „Wir sind 100 Prozent Main-Kinzig-Kreis“ oder auch „Wir sind die Kommunalpartei“.

Und das soll sich auch in den Strukturen widerspiegeln: Wer an eine Privatisierung von Main-Kinzig-Kliniken oder Alten- und Pflegezentren denkt, braucht beispielsweise demnach bei der SPD erst gar nicht anzuklopfen. „Mit uns bleiben diese Institutionen in kommunaler Trägerschaft und damit in Bürgerhand“, verspricht Vize-Landrat und SPD-Kreisvorsitzender Andreas Hofmann.

Fertig ist das Wahlprogramm der SPD zwar noch nicht, große Überraschungen sind allerdings nicht zu erwarten. Die Themenbereiche Bildung und Schule, Familien, Kinder und Senioren sollen unter anderem Schwerpunkte bleiben: „Jedes Kind im Main-Kinzig-Kreis verdient die besten Startchancen in eine gute Zukunft“, sagt die Flörsbachtaler Bürgermeisterin Sybille Hergert aus dem Parteivorstand, die als einzige Frau auf dem Podium der Pressekonferenz saß, weil Cornelia Rück aus Schöneck kurzfristig absagen musste.

Angeführt wird die SPD im Kreistag vom Rodenbacher Rathauschef Klaus Schejna: „Die Koalition mit der CDU hat auch in schwierigen Zeiten gut funktioniert. Wir können bei allen wichtigen Punkten für die SPD einen Haken machen“, ob es eine Fortsetzung geben wird oder angesichts des Wahlergebnisses geben muss, soll erst nach dem Wahltag diskutiert werden. Weitere wichtige Themen für die SPD: Arbeitsmarkt, dabei vor allem der neue Azubi-Campus, Digitalisierung, soziale Teilhabe, Kultur und Ehrenamt. „Der Main-Kinzig-Kreis ist dank einer starken SPD verlässlicher Partner der circa 3.000 Vereine, Verbände und Organisationen sowie der vielen ehrenamtlich Tätigen“, sagt der Kreistagsvorsitzende Carsten Ullrich, der für diese Position auch nach der Wahl wieder kandidieren will, sollte die SPD stärkste Kraft bleiben.

Spannend ist noch die Frage, was mit den Hanauer Genossinnen und Genossen passiert. Da sich auch die Parteistruktur an den Landkreisen orientiert, scheiden sie mit der Auskreisung der Stadt Hanau zum 1. Januar 2026 formal aus der SPD Main-Kinzig aus. Laut Parteichef Hofmann wird allerdings derzeit an einer Lösung gearbeitet, um den SPD-Stadtverband Hanau weiterhin in die Sozialdemokratie im Main-Kinzig-Kreis zu integrieren. Gespräche hierüber stehen noch aus.

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Kommentare

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HUGA
5 monate vor
Vorschlag: wir schaffen 3%
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felix
5 monate vor
„Wir sind die, die da sind“

Da fällt einem spontan ein, dass es naturgemäß auch welche gibt, die nicht mehr da sind, beispielsweise der Friedensnobelpreisträger
Willy Brandt.
Dem sollte die ehemaligen Volkspartei, um ihre Wahlchancen weiter zu erhöhen, nachträglich die Mitgliedschaft entziehen lassen, weil er der Sozialdemokratie etwa im Rahmen der zwingend nötigen Kriegstüchtigkeits-Kampagne als Schwurbler und Friedensillusionist posthum schadet.
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1234
5 monate vor
Super Slogan...


...fürs BAMF!
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Rudi Krausgrill
5 monate vor
Nach den Wahlen im März 2026: „Wir sind die, die mal da gewesen waren.“
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Stammtisch
5 monate vor
Vom Stammtisch abgeschrieben - wie traurig. Wenn die Trägerschaft der Klinik Herr Hofmanns einzige Sorge ist, hat er das Problem noch nicht begriffen.
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W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
5 monate vor
Zitat:
scheiden sie mit der Auskreisung der Stadt Hanau zum 1. Januar 2026 formal aus der SPD Main-Kinzig aus.
Die SPD Hanau wird sich mit den Linken & Grünen zu einer Gesamtpartei zusammenschließen und hoffentlich eine Mauer um Hanau bauen.
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GERTRUD
5 monate vor
Zu SPD fällt einem derzeit vor allem Bullshit-Bärbel, Pleite und Arbeitgeberbashing ein. Ich erinnere mich noch gut, wie die SPD davor warnte, sich an Demonstrationen zu beteiligen, wenn da auch einige Querdenker dabei sind/sein könnten. Wenn es darum geht, die nach Parteiengesetz vorgesehene Gründung einer Parteijugend zu verhindern, deren Ausrichtung der SPD nicht passt, dann hat man keine Probleme damit, dass im deutlich 4stelligen Bereich vermummte militante Linksextremisten vorsätzlich und mit Ankündigung schwere Straftaten begehen und sich dann auch noch über Polizisten beschweren, die Recht und Gesetz gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag durchsetzen. Auf klare Distanzierungen seitens SPD, Grüne und Linke warte ich bislang vergebens. Da ist man der Meinung, Gießen habe geleuchtet. Alles so schön bunt gewesen. Wenn die Wählerzustimmung zu schwinden droht, wird zu Einschüchterung, Ausgrenzung, Gewalt und Bedrohung gegriffen. DAS ist UNSERE Demokratie? Mit Verlaub - nein, das sind totalitäre Methoden, getarnt als Antifaschismus.
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Franz
5 monate vor
Hat der rechts jetzt ernsthaft ne Palikrawatte um ?
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GERTRUD
5 monate vor
Nein, nur schwarz-weiß kleinkariert.
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0815
5 monate vor
War tatsächlich auch mein erster Gedanke…

Hat es in Gießen auch einige gegeben.

Demnach alles gut?
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uǝʌS
5 monate vor
Leider wurde mein Slogan:

WIR SIND NICHT DIE, DIE WIR GERNE WÄREN


vom Vorstand mehrheitlich abgelehnt.

Trete jetzt aus.
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Tobias
5 monate vor
Man liest das, und man fühlt sich nur völlig verar....

"große Überraschungen sind allerdings nicht zu erwarten": Das sagt doch eigentlich alles aus über die SPD. Mal neue Ideen und Konzepte? Reflektiertes Verhalten bzgl. Fehler? Fehlanzeige.

"Wir sind die Kommunalpartei“: In manchen Orten und Gemeinden spielt die SPD keine Rolle mehr; erreicht gerade noch zweistellige Ergebnisse. Die Partei verliert – bis auf zuletzt Wächtersbach – ein Rathaus und eine Bürgermeisterwahl nach der anderen; bei der Bundestagswahl krachend verloren.

"[...] dabei vor allem der neue Azubi-Campus": Wie oft wollen die Sozen das Thema noch versuchen für sich zu reklamieren? Es ist mittlerweile gemeinhin bekannt, dass das Thema von der Jungen Union (JU) damals aufgeworfen und thematisiert wurde und über viele Monate von – Überraschung! – der SPD blockiert wurde. Nun, nachdem man das Potenzial erkannt hat, wird es für sich vereinnahmt. Das ist peinlich und ein Offenbarungseid.
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