Angeführt wird die SPD-Riege von Landrat Thorsten Stolz: „Wir kümmern uns um die Belange der Menschen und die zentralen Themen im Kreis, wir hören zu und packen an. Und das nicht erst vier Wochen vor der Wahl wie andere.“ Wer diese „anderen“ sind, wollte er auf einer Pressekonferenz in Gelnhausen nicht personifizieren. Die Frage nach dem Alleinstellungsmerkmal der SPD wird daher so beantwortet: „Wir sind 100 Prozent Main-Kinzig-Kreis“ oder auch „Wir sind die Kommunalpartei“.
Und das soll sich auch in den Strukturen widerspiegeln: Wer an eine Privatisierung von Main-Kinzig-Kliniken oder Alten- und Pflegezentren denkt, braucht beispielsweise demnach bei der SPD erst gar nicht anzuklopfen. „Mit uns bleiben diese Institutionen in kommunaler Trägerschaft und damit in Bürgerhand“, verspricht Vize-Landrat und SPD-Kreisvorsitzender Andreas Hofmann.
Fertig ist das Wahlprogramm der SPD zwar noch nicht, große Überraschungen sind allerdings nicht zu erwarten. Die Themenbereiche Bildung und Schule, Familien, Kinder und Senioren sollen unter anderem Schwerpunkte bleiben: „Jedes Kind im Main-Kinzig-Kreis verdient die besten Startchancen in eine gute Zukunft“, sagt die Flörsbachtaler Bürgermeisterin Sybille Hergert aus dem Parteivorstand, die als einzige Frau auf dem Podium der Pressekonferenz saß, weil Cornelia Rück aus Schöneck kurzfristig absagen musste.
Angeführt wird die SPD im Kreistag vom Rodenbacher Rathauschef Klaus Schejna: „Die Koalition mit der CDU hat auch in schwierigen Zeiten gut funktioniert. Wir können bei allen wichtigen Punkten für die SPD einen Haken machen“, ob es eine Fortsetzung geben wird oder angesichts des Wahlergebnisses geben muss, soll erst nach dem Wahltag diskutiert werden. Weitere wichtige Themen für die SPD: Arbeitsmarkt, dabei vor allem der neue Azubi-Campus, Digitalisierung, soziale Teilhabe, Kultur und Ehrenamt. „Der Main-Kinzig-Kreis ist dank einer starken SPD verlässlicher Partner der circa 3.000 Vereine, Verbände und Organisationen sowie der vielen ehrenamtlich Tätigen“, sagt der Kreistagsvorsitzende Carsten Ullrich, der für diese Position auch nach der Wahl wieder kandidieren will, sollte die SPD stärkste Kraft bleiben.
Spannend ist noch die Frage, was mit den Hanauer Genossinnen und Genossen passiert. Da sich auch die Parteistruktur an den Landkreisen orientiert, scheiden sie mit der Auskreisung der Stadt Hanau zum 1. Januar 2026 formal aus der SPD Main-Kinzig aus. Laut Parteichef Hofmann wird allerdings derzeit an einer Lösung gearbeitet, um den SPD-Stadtverband Hanau weiterhin in die Sozialdemokratie im Main-Kinzig-Kreis zu integrieren. Gespräche hierüber stehen noch aus.





Hat es in Gießen auch einige gegeben.
Demnach alles gut?