Hofmann informierte den Unterbezirksvorstand über die Entscheidung, die er für sich getroffen habe. Er werde für die Nominierung der Position des hauptamtlichen Beigeordneten und damit für eine Wahl am 4. September nicht zur Verfügung stehen. Diese Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, denn Verantwortung für den Main-Kinzig-Kreis zu tragen und dessen Entwicklung mitgestalten zu dürfen, empfinde er als große Ehre und ein besonderes Privileg.
Als Parteivorsitzender und Teamplayer sei er dennoch zu der Überzeugung gekommen, dass die SPD sich für die nächste Dekade sowohl inhaltlich als auch personell zukunftsorientiert neu aufzustellen habe. Dies bedeute in der Konsequenz, dass die Position des/der Beigeordneten neu besetzt und die inhaltliche Ausrichtung der Partei für die Zukunft gemeinsam neu bestimmt werden müsse. Gleichzeitig stehe er für Kontinuität und Stabilität in der Partei und werde diesen Prozess als Unterbezirksvorsitzender in den kommenden Monaten bis zur regulären Wahl des Unterbezirksvorsitzenden im Frühjahr 2027 aktiv mitgestalten.
Deshalb habe er der Partei einen ganz konkreten Fahrplan vorgelegt, den der Unterbezirksvorstand sich in der Sitzung am Montagabend zu eigen gemacht habe. Dieser sieht die Einrichtung einer Findungskommission zur Besetzung der Position des/der Beigeordneten mit dem Ziel einer Wahl durch den Kreistag im September oder Oktober ebenso vor wie eine Klausurtagung im Herbst, bei der die Eckpunkte einer strategischen und inhaltlichen Neuausrichtung festgelegt werden sollen. Zuvor soll jedoch wie bereit geplant am 15. Juli die Basis der SPD über den vorgelegten Koalitionsvertrag entscheiden.
„Es geht und ging mir nie um meine Person, meine ganze Arbeit war und ist stets ausgerichtet auf das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises. Und ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Landkreis und die Bürgerinnen und Bürger die Sozialdemokratie als starke, aktive und gestaltende Kraft brauchen“, betonte Hofmann abschließend.
Der Unterbezirksvorstand der SPD sieht das Verhandlungsergebnis mit der CDU, das in den Entwurf eines Koalitionsvertrages mündete, als Erfolg. „Wir haben viele unserer sozialdemokratischen Themen in dem Vertragsentwurf untergebracht“, unterstreicht Unterbezirksvorsitzender Andreas Hofmann. Und weiter: "Die Sondierung und die Koalitionsverhandlungen seien effizient und zielorientiert verlaufen. Auch wenn naturgemäß nicht alle sozialdemokratischen Kernthemen vollständig durchgesetzt werden konnten -Hofmann verweist beispielsweise auf die Einrichtung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft- seien dennoch auf den Themenfeldern Bildung, Soziales, Gesundheit und Pflege, bedeutende Schwerpunkte gesetzt worden, die den Bürgerinnen und Bürgern im Main-Kinzig-Kreis zugutekämen. Hofmann bedankte sich bei allen beteiligten Sozialdemokraten in den Gesprächen für ihre Arbeit."



