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„Kreisspitze lässt Kommunen und Eltern im Stich“

„Kreisspitze lässt Kommunen und Eltern im Stich“

Das Ziel eines bedarfsgerechten und verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangebots in ganz Hessen verfolgt die Landesregierung seit vergangenem Jahr mit ihrem „Pakt für den Nachmittag“.

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An Grundschulen und Grundstufen der Förderschulen solle damit eine flächendeckende Betreuung zwischen 07:30 Uhr und 17:00 Uhr gewährleistet werden.

Im Main-Kinzig-Kreis sei der Pakt für den Nachmittag laut dem Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Michael Reul sowie der CDU-Landratskandidatin Srita Heide bisher aber leider noch nicht angekommen. Die CDU-Kreistagsfraktion im Main-Kinzig-Kreis hatte sich bereits in zwei Anträgen im Kreistag für eine Umsetzung des Paktes im Landkreis eingesetzt und für das Programm bei der Kreisspitze geworben. Landrat Erich Pipa und der verantwortliche Schuldezernent Matthias Zach würden sich derzeit aber wohl aus parteitaktischen Gründen einer Umsetzung des Paktes weiterhin verschließen.

Mittlerweile gebe es sogar Kommunen im Landkreis, die den Pakt am Willen des Kreises vorbei einführen. So habe sich mit der Grundschule Ostheim in Nidderau erfreulicherweise die erste Schule im Main-Kinzig-Kreis dafür entschieden, seit dem Beginn des Schuljahres 2016/2017 im Rahmen der Landesinitiative eine Ganztagsbetreuung anzubieten. Weitere Grundschulen in Nidderau sollen nun im kommenden Jahr folgen. „Statt sich endlich an die Seite der Eltern und unserer Kommunen zu stellen, lässt die Kreisspitze samt der SPD-Kreistagsfraktion insbesondere die Eltern im Main-Kinzig-Kreis weiterhin im Stich. Während mittlerweile rund die Hälfte der hessischen Schulträger mithilfe des Paktes eine verlässliche Betreuungsgarantie anbieten können, blockt der größte Landkreis Hessens immer noch ab. Das ist nicht mehr nachvollziehbar“, kritisiert Reul.

Es sei deshalb in den Augen der Christdemokaten unverständlich, weshalb sich die Kreisspitze nicht endlich dazu entschließe, den Pakt auch im Main-Kinzig-Kreis umzusetzen und die interessierten Schulen möglichst bald ins Boot zu holen. Davon könnten alle Akteure erheblich profitieren.
Im Rahmen des Programms übernehme nämlich das Land den Beitrag für die Zeit zwischen 07:30 Uhr und 14:30 Uhr, sodass die Schulträger vor Ort nur für die Betreuungszeit zwischen 14:30 Uhr und 17:00 Uhr aufkommen müssten. „Mit der Initiative der Landesregierung ist demnach eine erhebliche Entlastung des Landkreises sowie der Kommunen im Bildungs- und Betreuungsbereich verbunden. Letztlich würden sowohl die Eltern als auch die Schulträger stark davon profitieren“, so die CDU-Landratskandidatin Srita Heide. Dies hätten auch die bisher in ganz Hessen durchweg guten Erfahrungen der Kreise und Kommunen gezeigt.

Sowohl für die Eltern als auch die Kommunen sei es deshalb wünschenswert, wenn auch die Kreisspitze den wichtigen Vorstoß aus Nidderau nun zum Anlass nehmen würde, endlich für eine Umsetzung des Paktes für den Nachmittag im Main-Kinzig-Kreis einzustehen.

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