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Landrat Erich Pipa zum Tode von Anni Koch

Landrat Erich Pipa zum Tode von Anni Koch

Über viele Jahre war Anni Koch eine der prägenden Persönlichkeiten im Rahmen der Selbsthilfe weit über die regionalen Grenzen hinaus.

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

Als langjährige Vorsitzende der Selbsthilfekontaktstelle (Sekos) Gelnhausen und Erste Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes der Deutschen Huntington-Hilfe leistete sie Außergewöhnliches. Dafür wurde 2012 sie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Bereits 1997 erhielt sie den Ehrenbrief des Landes Hessen und 2002 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Im vergangenen Jahr feierte sie ihren 90. Geburtstag. „Anni Koch hat Großartiges für unsere Bürgergesellschaft geleistet. Die maßgebliche Mitarbeit bei den Selbsthilfekontaktstellen in Gelnhausen und deren langjährige Leitung war ein Engagement, von dem heute noch Tausende Menschen im Main-Kinzig-Kreis profitieren“, zollt Landrat Erich Pipa der Verstorbenen für ihr Lebenswerk seinen großen Respekt. „Eine Frau mit Vorbildwirkung, die mit ihrem Engagement und ihrer Sachkenntnis vielen Menschen neuen Lebensmut gab“.

Anni Koch wuchs im ungarischen Bonyhad auf, während des Zweiten Weltkrieges wurde sie von den Russen verschleppt in ein Arbeitslager am Ural und dort erst fünf Jahre nach Kriegsende entlassen. Sie kehrte zu ihren Eltern heim, die inzwischen im Main-Kinzig-Kreis lebten, und heiratete 1952 Gregor Koch. Als ihr Mann 1971 an der seltenen Huntington-Infektion erkrankte, war dies der Auslöser für ihr soziales Engagement. „Wenn etwas über die Sekos gesagt wird, so ist das für mich immer untrennbar mit dem Namen Anni Koch verbunden, ich werde sie als langjährige Wegbegleiterin und gute Freundin in Erinnerung behalten“, so Pipa.

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