Angemeldet hat die Demonstration Eric Ludwig. Ludwig ist der 1. Vorsitzende des Vereins Interessengemeinschaft Fluglärm Hanau-Kinzigtal e.V.
Ab 9:15 wollen die Fluglärmgegner die ankommenden Delegierten mit ihren Forderungen konfrontieren und auf ihre berechtigten Anliegen aufmerksam machen. Eric Ludwig erklärt: „Wir wollen diese Möglichkeit nutzen, um auf die Ziele der 80 Bürgerinitiativen hinzuweisen. Der Landesparteitag der Hessen-SPD wird auch zum Flughafen Beschlüsse fassen. Ich hoffe, dass unsere Mahnwache hilft, auch Politikern aus Nord- und Mittelhessen zu verdeutlichen, dass der Fluglärm und die Umweltbelastung eine unzumutbare Belastung für die Menschen der Region bedeuten, durch die sie erkranken können.“ Ludwig ergänzt: „Wir demonstrieren nicht gegen Parteien, sondern für unsere Forderungen.“
Der Fluglärm ist inzwischen zu einem (wichtigen) zentralen Thema geworden, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet sondern an allen Standorten von Großflughäfen in Deutschland. Die Proteste sind sehr vielfältig und fantasievoll – aber jedes mal friedlich. Die Spanne der Aktionen reicht von örtlichen Informationsveranstaltungen bis zur Teilnahme an Rosenmontagsumzügen, Demonstrationen am Flughafen oder - wie jetzt in Hanau – Mahnwachen oder Kundgebungen vor Unternehmen und Parteien. Nachdem der Ausbau des Frankfurter Flughafens ohne Rücksicht auf die Betroffenen erfolgt ist, werden jetzt immer wieder „Maßnahmen“ angekündigt und Versprechungen gemacht. Mit leeren Versprechen wird sich die Region aber nicht zufrieden geben.
Die Forderungen der betroffenen Bürger sind schnell und einfach umzusetzen und reduzieren tatsächlich den Lärm:
+ Am Frankfurter Flughafen soll ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr eingeführt werden
+ Die Zahl der Flugbewegungen soll auf 380.000 pro Jahr begrenzt werden und Inlandsflüge sollen auf die Bahn verlagert werden, um Lärm und Umweltbelastung zu reduzieren
+ Lärmvermeidung durch alternative Anflugverfahren und Flugrouten ist Vorrang einzuräumen, vor Ausbau und Kapazitätserweiterung
+ Ein weiterer Ausbau des Flughafens darf nicht erfolgen und die Nordwestbahn soll geschlossen werden.



