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Main-Kinzig-Kreis bekommt neue Partner in der Türkei

Main-Kinzig-Kreis bekommt neue Partner in der Türkei

Der Main-Kinzig-Kreis ist auf der Suche nach neuen Partnern in Europa. Nachdem die Beziehungen zu den Regionen in Russland und der Ukraine aufgrund der politischen Situation derzeit nur noch auf dem Papier existiert und auch die Partnerschaft mit Ungarn eingeschlafen ist, richtet sich der Fokus nun auf die Türkei.

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Der Kreistag hat einen Partnerschaftsvertrag mit der Stadt Fethiye einstimmig abgesegnet, nach dem eine von Landrat Erich Pipa angeführte Delegation nach einem Besuch im Juni dieses Jahres von positiven Eindrücken berichtet hatte.

„Es stimmen die Voraussetzungen“, ist die dortige Infrastruktur laut Pipa auf höchstem Niveau, „auch die Krankenhäuser stehen den unsrigen in nichts nach“. Die AKP-Partei von Regierungschef Erdogan spiele im Südwesten der Türkei keine Rolle, den Kontakt zum Main-Kinzig-Kreis habe ein Lehrer hergestellt, der 35 Jahre in Deutschland gelebt und nach seiner Rückkehr dort zum Vize-Bürgermeister gewählt worden sei. „Die Trennung von Staat und Religion ist garantiert“, wollen laut Pipa vor allem die türkischen Schulen diese Partnerschaft mit Leben füllen. Aus dem Main-Kinzig-Kreis hätten sich mittlerweile auch die Beruflichen Schulen in Gelnhausen und das Lichtenberg-Oberstufen-Gymnasium (LOG) in Bruchköbel für einen Austausch entschlossen.

Da in der Türkei nicht wie in Hessen eine Kreisstruktur mit direkt gewählten Landräten vorhanden sei, habe die Partnerschaft nur mit der Stadt als Verwaltungsebene geschlossen werden können. Der „Kaymakam“ sei ein von der Zentralregierung eingesetzter oberster Beamter der dortigen „Landkreise“ und komme daher als Partner nicht in Frage. Die nur zweieinhalb Flugstunden entfernte Stadt Fethiye hat 68.000 Einwohner, die der Stadt angeschlossenen Gemeinden weitere 78.000 Einwohner. Ursprünglich wollte eine Delegation aus der Türkei zu Kreistagssitzung am vergangenen Freitag nach Gelnhausen kommen, allerdings wurde der Bürgermeister laut Pipa kurzfristig in die Hauptstadt einbestellt. Die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages soll nun zu einem späteren Zeitpunkt, allerdings noch in diesem Jahr erfolgen.

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