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Main-Kinzig-Kreis: Erich Pipa forever?

Main-Kinzig-Kreis: Erich Pipa forever?

War es nur ein Scherz, eine nicht ernst gemeinte Drohung oder ganz und gar eine Ankündigung? „Seien sie bitte lieb zu mir, sonst könnte ich ja auf die Idee kommen, noch einmal anzutreten“, sagte Landrat Erich Pipa (SPD) auf der Kreistagssitzung mit dem Blick auf die Wahl im Jahr 2017.

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Erich Pipa neuDer Chef der Kreisverwaltung kommentierte ungefragt die im Koalitionsvertrag der schwarz-grünen hessischen Landesregierung festgehaltenen Pläne, die bisherige Altersgrenze für Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte abzuschaffen. Bislang kann nicht gewählt werden, wer am Wahltag 67 Jahre und älter ist. Die Bewerber müssen zudem 25 Jahre alt sein. Künftig soll mit dem Erreichen der Volljährigkeit auch die Zulassung für diese Wahlen möglich sein. „Darüber hinaus wollen wir das Höchstalter für Wahlämter abschaffen“, heißt es zudem wörtlich im Koalitionsvertrag, was für Pipa bedeutet: Auch er könnte eine weitere Amtsperiode dranhängen.

Im Juni 2017 feiert er seinen 69. Geburtstag und teilte dem Kreistag jetzt mit, dass er sich bereits über das Arbeitspensum von Alt-Bundeskanzler Konrad Adenauer informiert hat: „Der ist mit 86 Jahren ja erst zur Höchstform aufgelaufen“, fror das Lächeln der CDU-Vorderen bei diesen Worten kurzfristig ein. Denn so ganz unwahrscheinlich ist die wie auch immer gemeinte Ankündigung von Pipa nicht. Mit Dr. André Kavai stand der Nachfolger in Reihen der Sozialdemokraten eigentlich schon fest, doch der bisherige Vize-Landrat verabschiedet sich momentan gerade zum Rhein-Main-Verkehrsverbund. Und ob seine Nachfolgerin Susanne Simmler binnen drei Jahren neben dem allmächtigen „Erich“ zur neuen Landrätin aufgebaut werden kann, darf durchaus bezweifelt werden. Also doch wieder Pipa? „Wir werden zu einem geeigneten Zeitpunkt darüber reden“, lächelte der ein letztes Mal vom Rednerpult in die Runde und hinterließ viele fragende Gesichter im Kreistag.

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