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Main-Kinzig-Kreis plant Azubi-Campus zur Fachkräftegewinnung

Main-Kinzig-Kreis plant Azubi-Campus zur Fachkräftegewinnung
Freuen sich auf die Umsetzung des Azubi-Campus im Main-Kinzig-Kreis (vorne AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs und Steffen Kempa, Geschäftsführer von Kolping Jugendwohnen mit (hinten von links): AQA-Projektleiterin Astrid Rost, Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann.

Der Main-Kinzig-Kreis setzt beim Thema Fachkräftemangel auf ein neues Projekt. Um das Ungleichgewicht zwischen offenen Ausbildungsstellen und zunehmend weniger Bewerbungen anzugehen, plant der Kreis die Einführung eines Azubi-Campus für junge Auszubildende. Das Ziel besteht darin, mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung am Wirtschaftsstandort Main-Kinzig zu gewinnen und gleichzeitig den Fachkräftemangel zu bekämpfen, junge Menschen auf ihrem Weg in die und während der Ausbildung zu unterstützen. Der Kreistag hat dem Vorhaben bereits im Juli diesen Jahres zugestimmt.

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Der Azubi-Campus soll nicht nur allen jungen Leuten aus der Region offenstehen, sondern auch Interessierte aus anderen Regionen oder aus ganz Deutschland anziehen. Hierbei hat der Kreistag beschlossen, dass es eine Kooperationen zwischen der kreiseigenen gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA) und  Kolping Jugendwohnen Fulda gibt. Letztere verfügt bereits über wertvolle Erfahrungen im Bereich Jugendwohnen und hat deutschlandweit den ersten Campus für Azubis geschaffen – ein Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten.

„Der Azubi-Campus ist ein wegweisendes Projekt, das die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Main-Kinzig erheblich steigern wird. Junge Menschen erhalten dadurch die Möglichkeit, sich unabhängig vom Wohnort ihrer Eltern für einen Ausbildungsplatz zu entscheiden. Zudem ist bezahlbarer Wohnraum ein dringendes Anliegen, da der Wohnungsmarkt in der Region nicht ausreichend Angebote bereithält“, erklärt Landrat Thorsten Stolz (SPD).

Der Azubi-Campus wird jedoch nicht allein auf das Wohnen reduziert. Er verfolgt einen umfassenden Ansatz, um minderjährige Auszubildende nicht sich selbst zu überlassen. Pädagogische Fachkräfte werden die jungen Leute begleiten und ihnen dabei helfen, den Alltag und die Ausbildung, ohne ständige elterliche Begleitung zu meistern. „Unser Ziel ist es, die jungen Menschen nicht nur mit Wohnraum zu versorgen, sondern sie auf ihrem beruflichen Weg zu motivieren und umfassend zu unterstützen. Gerade auch die neuesten Erkenntnisse was die Abbruch- und Durchfallquoten in einzelnen Ausbildungsgängen angeht, zeigen Bedarfe auf. Wir möchten sicherstellen, dass am Ende junge Menschen erfolgreich ihren gewünschten Beruf erreichen“, betont Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD).

„In vielen Gesprächen mit Unternehmern geht es beim Thema Ausbildung immer wieder darum, dass sie Probleme haben, Jugendliche für eine Ausbildung zu gewinnen, die weiter entfernt wohnen. Für die jungen Leute, die zu dem Zeitpunkt noch keinen Führerschein haben, ist die Entfernung ein wichtiger Hinderungsgrund, eine Ausbildung aufzunehmen. Hier wollen wir mit dem Azubi-Campus eine Lücke schließen und damit mehr Chancen eröffnen. Es ist ein weiteres Instrument, um dem Fachkräftemangel zu begegnen“, erklärt Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU).

Der Main-Kinzig-Kreis bietet eine vielfältige Palette an beruflichen Möglichkeiten, die durch den Azubi-Campus nun noch besser erschlossen werden können. Der Standort des Campus wird sorgfältig gewählt, um eine optimale Verkehrsanbindung zu gewährleisten und jungen Menschen günstige Fahrtwege zu ermöglichen.

Die AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs und Projektleiterin Astrid Rost sind begeistert von der bevorstehenden Aufgabe und werden gemeinsam mit Kolping den konkreten Bedarf ermitteln. „Wir werden eng mit Berufsschulen, der Akademie für Pflege und Gesundheit, dem Kommunalen Center für Arbeit, der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer sowie den Kreishandwerkerschaften Hanau und Gelnhausen-Schlüchtern zusammenarbeiten, um eine bedarfsgerechte Planung, aber vor allem auch eine gute Umsetzung zu gewährleisten“, erklärt Helmtrud Abs.

„Mit der Entwicklung des ersten Ausbildungscampus für Auszubildende in Fulda haben wir bei Kolping bereits Maßstäbe gesetzt. Nun sind wir stolz, gemeinsam mit unseren Partnern, den nächsten Schritt zu gehen und einen bedeutsamen Beitrag zur Förderung der Wertschätzung für Auszubildende im Main-Kinzig-Kreis zu leisten. Der Azubi-Campus wird für viele junge Menschen nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf sein, sondern ein Ort zum Leben, Lernen und Arbeiten, dabei sind alle Azubis der Region dort herzlich willkommen“, erklärt Steffen Kempa, Geschäftsführer von Kolping Jugendwohnen.

Der Azubi-Campus soll eine inspirierende Umgebung für Jugendliche aus anderen Regionen und bundesweit  sein, die hier eine qualifizierte Ausbildung oder ein Duales Studium im Main-Kinzig-Kreis absolvieren möchten. Neben den notwendigen Wohnmöglichkeiten wird der Campus auch Gemeinschaftsräume und -küchen bieten, um den Austausch und die gegenseitige Unterstützung unter den Auszubildenden zu fördern.

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Freuen sich auf die Umsetzung des Azubi-Campus im Main-Kinzig-Kreis (vorne AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs und Steffen Kempa, Geschäftsführer von Kolping Jugendwohnen mit (hinten von links): AQA-Projektleiterin Astrid Rost, Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann.

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Kommentare

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Appel -Karl-Walter
2 jahre vor
Die Idee ist schon lange , und vielfach angedacht ,

Eine Soziale Zeit – wechselndes Praktikum für A L L E junge Menschen in Deutschland ,

die in keinem Arbeitsverhältnis stehen

ohne Unterschied zwischen Herkunft – Geschlecht – Männlich oder Weiblich – und Religion hätte enorme Vorteile.

Ein Miteinander wird zu – WIR – Die Werte in der Gesellschaft können vermittelt werden.

Daraus könnte ein Berufsziel werden, in Handwerksberufen Vorbereitung zum Beruf ,

in der Pflege, Betreuung – als Übersetzer, in der Verwaltung Gesundheitsämter und vieles mehr

bis hin zu Sicherheitsaufgaben.

ABER !!! Bürgergeld für alle die nichts tun , statt die Lehrstellen unterstützen .

Wenn vor Jahren nur 1% aller daraus einen Beruf gefunden hätten !!

Hätten wir heute in Deutschland 1000te Gesellen , die ihr eigenes Geld verdienen und

in die Rente einbezahlen .
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Herrmann
2 jahre vor
Für mich ist nicht ganz klar, was die AQA gGmbH da zu suchen hat. Ist das wieder ein Modell Steuergelder abzurufen um einen Bildungsträger weiter aufzublasen?

Der Ausbildungsbetrieb hat bei der Ausbildung Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehört die Vermittlung von Fach- und Sozialkompetenzen. Die Überprüfung des Ausbildungsverlauf, des Lernerfolges, Kontakt zur Berufsschule zu halten, Nachhilfe geben, etc.

Auch ist es jedem Betrieb möglich, einem Wunschkandidaten die Mobilität zu finanzieren oder diesen bei der Unterkunftssuche zu unterstützen.

Alle reden von Fachkräftemangel aber man muss doch sehen, dass viele Betriebe gar kein Interesse mehr daran haben auszubilden. Das mag nicht immer an der Qualität der Bewerbenden liegen, sondern auch an der Faulheit und Bequemlichkeit der Ausbilder. Mag sicher nicht auf alle zutreffen.

Wie ist es denn im MKK? Da werden duale Studiengänge angeboten und wer begleitet denn die jungen Menschen. Einfache Mitarbeitende, ohne jemals eine Ausbildereignungsprüfung abgelegt zu haben. Dort leiten Angestellte Studenten an. Auch die Fachvorgesetzten können in den seltensten Fällen eine Ausbildungsbefugnis vorweisen.

Meiner Meinung nach müssen die Betrieb umdenken. Es müssen wieder qualifizierte Ausbilder eingestellt werden und man muss sich die Zeit für Auszubildende nehmen, die es benötigt.

Ist so ein bisschen deutsch. Alle jammern, aber keiner will so wirklich selbst was machen, selbst was ändern. Immer gut wenn es andere machen. So kann es doch nicht weitergehen!
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Stephan
2 jahre vor
Find ich gut, einfach mal weniger Scheinfachkräfte Importieren, sondern selber ausbilden.

Allerdings muss ein Abschluss, Gesellenbrief auch wiedern den Stellenwert bekommen, den er früher mal hatte.

Jetzt muss es nur noch Attraktiv werden Morgens aufzustehen und etwas zu lernen anstatt bis 12 Uhr auf der couch zu gammeln.
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Herrmann
2 jahre vor
So lange wie der Staat die Miete, die Nebenkosten (inkl. Nebenkostennachzahlung), die Kranken- und Pflegeversicherung, sowie die Rundfunkgebühren bezahlt und dazu noch 502,00€ oben drauf legt, wird sich da nicht all zu viel ändern.

Keiner wird glauben, dass bei Familien, die mit Kindern in einer Bedarfsgemeinschaft leben, die Eltern gar nicht wollen dass die Kinder eine Ausbildung machen. Da wird es mit dem Kindergeld eng und das übersteigende Einkommen wird der Bedarfsgemeinschaft angerecht. Alleinerziehende verlieren den Alleinerziehungszuschlag, usw.

Unser Sozialsystem ist einfach zu sozial gegenüber denen die nichts machen und zu unsozial gegenüber denen, die den Laden am laufen halten. So zumindest meine Meinung und Erfahrung.
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