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MIT gegen weiteren Wasserraubbau im Vogelsberg

MIT gegen weiteren Wasserraubbau im Vogelsberg

"In den Vogelsberggemeinden im Main-Kinzig-Kreis hat die Dürre im letzten Jahr massiv geschadet. An vielen Orten sterben Bäume, vertrocknen Bäche und parallel dazu wird immer mehr Grundwasser abgepumpt um die Metropole Frankfurt mit Wasser zu versorgen. Der ökologische Schaden ist deutlich erkennbar", so Volker Rode, Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in der CDU.

CID

"Wo früher Oberflächenwasser gesammelt und nach Frankfurt geleitet wurde, wird heute aus Tiefbrunnen zwischen 60 bis ca. 140 Metern Tiefe das Wasser nach Frankfurt gepumpt. Im letzten Jahr hatten wir schon einen deutlichen Wassernotstand im Main-Kinzig-Kreis und umso weniger ist es nachvollziehbar, dass die Grüne Umweltministerin und ihre Regierungspräsidentin in Darmstadt dies noch unterstützen und eine grenzenlose Wasserentnahme zulässt. Einerseits versucht man den Landwirten zu erklären, wie sie ihre Felder zu bewirtschaften haben und anderseits billigt man das Austrocknen ihrer Flächen. Die Stadt Frankfurt unternimmt keine eigenen Anstrengungen um ihren unermesslichen Wasserbedarf von 40 Millionen Kubikmeter zu reduzieren. So wäre im ersten Ansatz alleine eine Zweikreislaufwirtschaft mit Trinkwasser und Brauchwasser möglich. In Neubauten könnten WCs, Waschmaschinen, Pools und die Bewässerung über ein zweites Leitungssystem mit Regen-, Grau- oder Mainwasser versorgt werden. Es ist nicht nachvollziehbar, wenn bei großen Sportveranstaltungen in Pausen 100.000 Liter Trinkwasser in der Toilettenspülung verschwinden und im Vogelsberg im Gegenzug Bäche und Bäume vertrocknen. Dies hat nichts mit Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortung zu tun", so Rode weiter, der auch Mitglied im Bundesvorstand ist.

Hier gehe es um Existenzen im Bereich der Landwirtschaft, Teichwirtschaft, Forstwirtschaft und des Tourismus und wenn, wie im vergangenen Jahr geschehen, Pflanzen Ende Juli bereits ihre Blätter verfärben und abwerfen, die Bauern kleinere Ernten auf Grund des Wassermangels früher einfahren müssten. laufe die Entwicklung konsequent gegen den Naturpark im Vogelsberg: "Nach den Plänen des neuen Bürgermeisters von Frankfurt soll in den nächsten Jahren im Nordwesten Frankfurts ein neuer Stadtteil entstehen. Ein nachhaltiges Wasserkonzept ist aus unserer Sicht zwingend notwendig. Ein Wachsen der Metropolregion auf Kosten eines noch mehr ausgetrocknetem Umlandes und damit verbundenen Arten und Pflanzensterben ist unsolidarisch und verantwortungslos", so Rode abschließend.

 

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Kommentare

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Josef Mistetzky
3 jahre vor
Schön, das H. Rode gegen den Wasserraub ist. Gut, das er die verantwortungsbewusste Nutzung fordert. Erstaunlich, er ist ein führendes Mitglied der Union und will sich angeblich für den Mittelstand einsetzen. Absurd, das seine Partei auf Kreisebene und der CDU Ministerpräsident das Gegenteil unterstützen, ohne das ein Widerspruch oder Mahnung seinerseits erfolgt. Was hat die Kreis-CDU sich dabei gedacht, Steuergeld für alte PV-Anlagen zu vergeuden, statt in mehr Stromerzeugung zu inverstieren? Wieso scheut die Landes-CDU vor dem Wahlrecht für 16 Jährige zurück?.Wie konnte er die verantwortungslosen Atomkraftwerke, die Behinderung der dezentralen Stromerzeugung durch jahrzehnte lange Absenkung der Einspeisevergütung und unter Führung der Kreis-CDU den Bau der Wasser-Pipeline nach Frankfurt zulassen? Jetzt, wo die Folgen dieser Verantwortungslosigkeit unübersehbar werden auf jene zu zeigen, die jetzt versuchen den Karren aus den Dreck zu zerren geht kaum ohne Ignoranz oder Demenz.
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Prof.ad.Wilfried W.
3 jahre vor
Wenn man in einer (guten!) Blase lebt, nimmt man ab
einer Entwicklungsphase die Fakten nicht mehr wahr,
will sie nicht hören, schiebt sie zur Seite.

Eine Veränderung kann nur durch “die Führung“ erfolgen
und/oder dem früher oder später erfolgenden Niedergang.

Gemäß dem universellen Rhythmus:
Aufbauen > Bewahren > Zerstören > Aufbauen ...
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