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MIT-Kreischef Rode fordert Stärkung der Berufsberatung

MIT-Kreischef Rode fordert Stärkung der Berufsberatung

Eine der wichtigsten und schweren, jedoch lösbaren Aufgaben wird die Deckung des Fachkräftebedarfes in den nächsten zwei Jahrzehnten im Main-Kinzig-Kreis sein, so Volker Rode, Kreisvorsitzender der Mittelstandsvereinigung Main-Kinzig (MIT), in einer Pressemitteilung.

Die erwartete Verknappung von Fachkräften aufgrund des demographischen Wandels fordere einen weitblickenden Umgang mit der Begabungen der Menschen in unserer Gesellschaft. Dies habe zur Folge, dass es zu einer verstärkten Integration sozial benachteiligter führe, "oder anders gesagt, dass wir es uns zukünftig nicht mehr leisten können, dass eine hohe Zahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen weder Schulabschluss, noch über eine Berufsausbildung verfügen", so Rode.

"Die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss im Main-Kinzig-Kreis liegt mit 4,75 % deutlich höher als dies in anderen hessischen Landkreisen der Fall ist. Der Vogelsbergkreis, Main Taunus Kreis, Kreis Fulda bis hin zum Kreis Bergstraße, der eine Quote von nur 3,19% hat, sind uns dahin gehend deutlich überlegen", so der Kreisvorsitzende der MIT, Volker Rode, weiter. Weiter hoch sei auch die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Ausbildung in Deutschland. Im Jahr 2013 hätten 1,4 Millionen im Alter von 20 bis 29 Jahren weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch waren sie dabei, eine solche zu erwerben. Das entspreche einem Anteil von 13,8 Prozent in dieser Altersgruppe.

"Hier sehen wir seitens der MIT Main-Kinzig absoluten Handlungsbedarf um den Wirtschaftsstandort Main-Kinzig zu erhalten und zu stärken", so der stellvertretende Vorsitzende der MIT Stefan Ament. Eine Lösung müsse die Stärkung der Berufsberatung an den Schulen sein. "So sehen wir beim Einsatz von Praxisberatern an den Schulen die Chance, Siebt- und Achtklässler besser auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten und bereits 12-, 13- und 14-jährige auf ihr Berufsleben vorzubereiten und die individuelle Förderung von Schülern weiter zu professionalisieren und auch die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu reduzieren. Die Übergänge in den Beruf werden sich damit deutlich verbessern", so Rode, der auch Mitglied im Bundesvorstand der Mittelstandsvereinigung ist.

Dass Wunschvorstellungen von Schülern mit den Anforderungen des vermeintlichen Traumberufs kollidieren, sei kein neues Phänomen. Um sie besser aufeinander abzustimmen und auch die Zukunftsfähigkeit zu gewährleisten, sollten eben jene "Praxisberater" frühzeitig die richtigen Weichen stellen. "Dazu ermitteln sie in der 7. Klasse das Potenzial jedes Schülers mit einem Testverfahren. Dieser "Potenzialanalyse" folgen schließlich Entwicklungsgespräche gemeinsam mit Eltern und - im Idealfall auch - Klassenlehrern, die dann in die Aufstellung eines "Entwicklungsplans" münden. Damit besteht die Möglichkeit die Vielfalt der Berufe besser zu vermitteln, und eine Vielzahl von Berufen darzulegen und das Interesse zu wecken", heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Gemeinsam mit der Bundesarbeitsagentur und dem Main-Kinzig-Kreis sollte dieses Projekt gestartet und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert und mit finanziert werden. "Eine alles in allem positive Möglichkeit junge Menschen besser auf ein Berufsleben, Selbständigkeit und Unabhängigkeit vorzubereiten", so der Kreisvorsitzende Volker Rode.

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