Etliche tausende Mitbürger haben dadurch sämtliches Hab und Gut verloren und wohnen seitdem bei Verwandten oder Freunden. Unter zum Teil unwürdigen Bedingungen sind diese Menschen, die eben noch mitten im Leben standen, auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen. Meterhohe Schlammrückstände des zurückweichenden Wassers haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
Die Familie eines Mitgliedes der CDU Freigericht kommt aus Deggendorf und obwohl es offiziell Entwarnung für diese Krisenregion gab, kann die Familie den Schaden noch nicht einmal in Augenschein nehmen, da das Haus noch immer nur mit dem Boot zu erreichen ist. Glücklicherweise haben sich im Raum Deggendorf viele freiwillige Helfer gemeldet, so dass die Aufräumarbeiten zügig voran schreiten. Anders sieht es in Teilen der Elbregion aus. Es wird hier von 250 Quadratkilometern überflutetem Land berichtet, das entspricht einer Fläche so groß wie Duisburg.
Um sich ein Bild von der Lage zu machen und die Flutopfer tatkräftig beim Wiederaufbau zu unterstützen, fuhr am vergangenen Wochenende eine Gruppe engagierter Helfer aus Mitgliedern der Jungen Union Main-Kinzig und der CDU nach Tangermünde in Sachsen-Anhalt. Dort wurden die Helfer in einem Logistik-Zentrum eingesetzt, was aus der Not heraus in einem Gemeindehaus untergebracht war und die gesamte Region versorgen soll.
Während auf der anderen Seite der Elbe Kähne gesprengt wurden um Löcher im Deich zu stopfen, blieb die Seite auf der das Logistik Zentrum untergebracht war, verschont von der Bedrohung durch das Wasser. So flüchteten sich viele Opfer auf diese Seite der Elbe und sind dort auf die Hife ihrer Mitmenschen angewiesen. Im Minutentakt kommen nun bedürftige Bürger und hilfsbereite Spender zu diesem Zentrum um ihre Hilfsgüter abzugeben oder entgegen zu nehmen. Gebraucht wird prinzipiell alles von Pflegeprodukten für die Körperhygiene bis hin zu Kinderspielsachen und Bettzeug- eben alles was für den täglichen Bedarf notwendig ist.
Das Sortieren und Verteilen der Hilfsgüter erfordert jedoch einen hohen logistischen Aufwand und in Zeiten der Not sind die Hilfskräfte hier manchmal nicht ausreichend. Umso glücklicher waren die dort ansässigen Helfer über die Verstärkung aus dem Main-Kinzig Kreis. Der Vorsitzende der Jungen Union Main-Kinzig, Andy Wenzel, zeigte sich vor Ort tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der dortigen Helfer: „Es ist wirklich schön, zu beobachten, mit welcher Hingabe dort den Menschen in Not geholfen wird“.
Natürlich blieben auch Gespräche mit den Opfern des Hochwassers nicht aus. Viele Häuser wurden aufgrund der Nähe zum Fluß und des damit verbundenen Risikos nicht versichert. Um auch diesen Menschen zu helfen, bittet die CDU Freigericht um Mithilfe. Der Vorsitzende der CDU Freigericht, Dr. Mirko Wolf, ergänzt abschließend: „Wir haben persönlich vor Ort mit angepackt, das reicht aber nicht. Ich hoffe, dass wir auch einige Spenden akquirieren können, damit die Menschen dort schneller wieder in ein normales Leben zurück finden.“
Foto: Mitglieder von JU und CDU Main-Kinzig gemeinsam im Einsatz mit Hilfskräften aus Tangermünde.


