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Mittelstand braucht weiterhin Dieselmotoren

Mittelstand braucht weiterhin Dieselmotoren

Als "unehrlich und mittelstandsfeindlich" hat der Kreisvorsitzende der Mittelstandsvereinigung Main-Kinzig (MIT), Volker Rode, die aktuellen Diskussion um den Dieselantrieb von Kraftfahrzeugen bezeichnet.

Besonders Handwerker würden sehr verunsichert, weil dieselgetriebene Fahrzeuge aktuell das Rückgrat vieler Betriebe seien. Ein Ersatz durch E-Motoren in ausreichender Stärke sei zumindest heute noch nicht in Sicht.

Als besonders ärgerlich bezeichnete Rode die Tatsache, wonach Diesel-Transporter der Städte und Gemeinden schon heute oft von der Plakettenpflicht ausgenommen seien, während ein Handwerker, der nahezu identische Dienstleistungen erbringt, nicht in den kostenfreien Genuss eine solcher Regelung komme. Als Beispiel nannte Rode mittelständische Unternehmen des Bauhaupt- und Nebengewerbes. Diese Betriebe müssen zumeist schwere Lasten an den Auftragsort verbringen, ohne dass es eine echte Alternative zu Diesel-Lastkraftwagen gebe.

Auch die allgemeinen Regeln für den Schadstoffausstoß seien in keiner Weise nachvollziehbar. So beträgt in der Raumluft von Büroräumen der Maximalwert (MAK) 950 Mikrogramm/Kubikmeter Stickstoffdioxyd - mithin ein Vielfaches des Wertes von 40 Mikrogramm/Kubikmeter in der Luft, was dem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart zugrunde liegt, so Rode, der auch Mitglied des Landes- und Bundesvorvorstandes seiner Organisation ist. Als besonders bemerkenswert bezeichnete er überdies die Tatsache, wonach wenige mit Schweröl angetriebene Kreuzfahrtschiffe mehr Luftverschmutzung produzieren, als alle Dieselautos in Deutschland. Damit werde offenkundig: Es geht nicht in erster Linie um die Belange der Umwelt, sondern eher um wirtschaftliche Interessen.

Das gelte auch für die sogenannte "Deutsche Umwelthilfe", die sich nach Medienberichten als "Abmahnverein" einen zweifelhaften Ruf erworben habe. "Das alles ist keine Entschuldigung für Fehlverhalten von Autokonzernen. Gleichzeitig gilt es jetzt vernünftige Entscheidungen zu treffen", so Rode wörtlich. Es sei selbstverständlich wichtig und richtig alle technischen Möglichkeiten zu nutzen, um Schadstoffimmissionen so gering wie möglich zu halten. Dies dürfe jedoch nicht einzelne Branchen besonders treffen. Für Handwerk und Transportgewerbe müsse jetzt nicht nur eine kurzfristige Lösung gefunden werden, sondern vielmehr eine langfristige Perspektive für Mobilität. Abschließend erinnerte Rode daran, dass Wissenschaftler - unter anderem von der FH in Gießen - klargestellt haben, dass Dieselantrieb einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten und zudem über einen sehr guten Wirkungsgrad verfügt.

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