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Nach Kritik aus Hanau: Das sagt die Kreisspitze zum "Huxit"

Nach Kritik aus Hanau: Das sagt die Kreisspitze zum "Huxit"
Die umfangreichen Arbeiten rund um das Großprojektes Auskreisung wurden in einer Abschlussveranstaltung gewürdigt.

"Um den Hanauer Weg in die Kreisfreiheit zu ermöglichen, war insbesondere auf Seiten des Main-Kinzig-Kreises ein hohes Arbeitspensum zu bewältigen. So haben sich mehr als 120 Beschäftigte der Kreisverwaltung und des Kommunalen Centers für Arbeit (KCA) in den vergangenen Jahren intensiv damit beschäftigt, die seit 1. Januar 2026 wirksame Neuordnung möglichst reibungslos zu gestalten", heißt es in einer Pressemitteilung aus der Kreisverwaltung.

Aus Sicht des Main-Kinzig-Kreises ist der Übergang zum 1. Januar insbesondere durch das Team der Kreisverwaltung sehr gut vorbereitet worden – und habe somit den Verantwortlichen und den Mitarbeitenden der Stadt Hanau beim so genannten "Huxit" einen guten Start ermöglicht. Da die Bearbeitung in eigener Zuständigkeit auf Seiten der Stadt Hanau ab dem 2. Januar 2026 quasi einem Kaltstart geglichen habe, sei jedoch auch klar, dass im laufenden Betrieb stetig Nachbesserungen und Optimierungen erfolgen würden. Dies sei ein ganz normaler Prozess, lautet die Antwort auf eine Pressemitteilung der Stadt Hanau hinsichtlich von hunderten unbearbeiten Fällen im Sozialbereich (wir berichteten).

Für die geleistete Arbeit in der Kreisverwaltung dankten Landrat Thorsten Stolz (SPD) sowie die Dezernenten Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann (SPD) und Kreisbeigeordneter Jannik Marquart (CDU) allen Mitwirkenden in einer offiziellen Abschlussveranstaltung im Jugendzentrum Ronneburg. Im Mittelpunkt standen die Anerkennung und Wertschätzung der Kreisspitze für den besonderen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um das Großprojekt Auskreisung.

„Es war ein sehr langer und zum Teil auch herausfordernder Weg zu einer gemeinsamen Lösung“, blickte Landrat Thorsten Stolz auf den in dieser Form einmaligen Prozess, der 2018 von der Stadt Hanau offiziell eingeleitet worden sei. "Bis zum 1. Januar 2026 gab es viele Herausforderungen zu meistern: Politische Grundsatzbeschlüsse, juristische Prüfungen, Finanzmodelle, diverse Gutachten, Verhandlungskommissionen, Arbeitsgruppen sowie unvorhergesehene Unterbrechungen, etwa durch die Corona-Pandemie. Die Verhandlungskommission hat allein seit 2020 sieben Sitzungen abgehalten, flankiert von unzähligen Treffen und Abstimmungen auf allen Ebenen", so Stolz weiter.

Wie der Landrat in seinem Rückblick betonte, war die Kreisverwaltung inmitten all dieser Veränderungen ein zuverlässiger Stabilitätsanker. „Alle Mitwirkenden haben stets vorbereitet, nachgerechnet, hinterfragt, dokumentiert, verhandelt und schließlich umgesetzt. Und das nicht einmal, sondern immer wieder. Besonders herausfordernd war, dass vieles parallel zum laufenden Betrieb geschehen musste – das Projekt lief nicht in einem luftleeren Raum, sondern mitten im Alltag“, schilderte er die geleistete Arbeit.

Denn neben der Vorbereitung und Umsetzung des geplanten Grenzänderungsvertrages habe es von Anfang an eine zusätzliche Aufgabenstellung gegeben: "Die Auskreisung darf keine Nachteile für den Main-Kinzig-Kreis und seine Städte und Gemeinden mit sich bringen. Und dieses Ziel war nicht abstrakt, sondern ganz konkret: finanziell, organisatorisch, personell und langfristig tragfähig. Das bedeutete unter anderem die Begleitung der Modellrechnungen zum Kommunalen Finanzausgleich, die fachliche Unterstützung des PROGNOS-Gutachtens und die Mitwirkung an der Erstellung des entsprechenden Gesetzes des Landes Hessen, das schließlich im Februar 2025 beschlossen wurde.

„Wir haben intensiv daran gearbeitet, dass der Grenzänderungsvertrag sowohl rechtssicher als auch finanziell ausgewogen und langfristig tragfähig wird – ein wichtiger Schritt, den wir Ende November 2025 abschließen konnten. Das war kein Selbstläufer, und die teils schwierigen Verhandlungen mit der Stadt Hanau waren notwendig – und richtig“, formulierte der Landrat die Bilanz aus Sicht des Main-Kinzig-Kreises.

Gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Andreas Hofmann und dem Kreisbeigeordneten Jannik Marquart dankte er mit Blick auf „das intensive Finale für den langen Atem in dem herausfordernden Prozess“. Denn ab 2024 habe die Auskreisung auch ganz konkret im Arbeitsalltag begonnen spürbar zu werden. „Wir haben detaillierte Konzepte zum Daten-Übergang entwickelt, Zuständigkeiten klar definiert und dokumentiert sowie Kolleginnen und Kollegen der Stadt Hanau eingearbeitet. Betroffen waren zahlreiche Fachämter, die Tag für Tag ihr Bestes gegeben haben, um den Übergang erfolgreich zu meistern. Der Transfer großer Datenmengen und Fachverfahren erforderte zudem den besonderen Einsatz der IT-Fachleute und Datenschützer."

Mit Blick auf die Leistungen der Kreisverwaltung und des KCA sagte der Landrat: „Dass das Baby Auskreisung der Stadt Hanau aus dem Main-Kinzig-Kreis überhaupt erst Laufen gelernt hat, ist zu einem großen Teil der Verdienst der mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den unterschiedlichsten Rollen wesentlich zum Erfolg beigetragen haben. Mit vorbildlichem Zusammenhalt, Kompetenz und einem hohen Maß an Professionalität habe die Kreisverwaltung gezeigt, dass sie in der Lage sei, große Projekte erfolgreich zu stemmen, die Interessen des Kreises zu wahren und auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben."

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Die umfangreichen Arbeiten rund um das Großprojektes Auskreisung wurden in einer Abschlussveranstaltung gewürdigt.

Kommentare

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Holger Saß
3 monate vor
Leider hat der Landrat versäumt, uns mitzuteilen, wieviel die Auskreisung den Kreis gekostet habe, und was alles in der Zeit nicht oder nur nach und nach bearbeitet werden konnte.

Da diese Fakten fehlen, muss davon ausgegangen werden, dass das ein unsinniges kostspieliges Unterfangen war!
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Hessebub
3 monate vor
Der MKK war von Anfang an ein mißlungenes Konstrukt der Gebietsreform. Vor 1990 fing für die meisten Hanauer die Zonengrenze hinter Langenselbold an. Hanau hat den Verlust der Kreisstadt nie verwunden. Die meisten Hanauer haben erst gemerkt, daß Gelnhausen nicht in der DDR lag, als Gelnhausen Kreisstadt wurde.

Die Auskreisung hat das mißlungene Konstrukt verschlimmbessert.

In einer Welt ohne lokale Eifersüchteleien wären Frankfurt, Offenbach, Hanau Groß-Frankfurt.
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1
Old white man
3 monate vor
Es geht/ging immer nur ums Steuergeld. Hanau hoffte auf Grossstadt und Pfründe, welche man nicht mit dem MKK teilen wollte. Diesen holzschuhtragenden Bergbauern im Spessart.

Jetzt hat man nachgezählt und -surprise- es gibt mehr Kindergeld- und Bürgergeldbezieher, als gemeldete Einwohner. Evtl sollte man über eine Städtpartnerschaft mit Aninoasa oder Csesenger nachdenken. Wenn man schon die zahllosen Kindlein dort finanziert.

Blöd, sollte Hanau jetzt den gleichen Weg gehen. Ein hässliches Ex-Kaufhaus als Baudenkmal teuer vor den Salafisten gerettet. Messerverbot in einer Einkaufsstadt mit Haushaltswarengeschäften. Zusammenbrechende Industrie (Chemie, Reifen, Maschinenbau), kaputte Infrastruktur sogar in neuen Baugebieten (Heizung) in Wolfgang.

Die Liste wird täglich länger.
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De alde Hanauer
3 monate vor
Tja, HU hat damals gepokert und leider trotz Zuwanderung zuwenige Einwohner. Das wird sich in einer Stadt mit wegbrechender Industrie noch rächen.

Aber HU könnte ja noch Stadtstaat und Bundesland werden. Wie seine Vorbilder an Spree und Weser.
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