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Neue Pläne für Radlersonntag "Kinzigtal Total": Ab 2027 bis Maintal?

Neue Pläne für Radlersonntag "Kinzigtal Total": Ab 2027 bis Maintal?

Im vergangenen Jahr wurde der Radlersonntag "Kinzigtal Total" abgesagt, weil es laut Angaben aus der Kreisverwaltung Schwierigkeiten bei der Erstellung eines Sicherheitskonzeptes für die 80 Kilometer lange Radstrecke gab (wir berichteten). Inzwischen hat der Main-Kinzig-Kreis die Fortführung der Radfahrveranstaltung Kinzigtal Total für 2026 im bisherigen Rahmen und mit einem überarbeiteten Sicherheitskonzept beschlossen, ab 2027 könnte die Freizeitveranstaltung nun sogar erweitert werden.

Vor diesem Hintergrund haben sich der Landrat Thorsten Stolz (SPD) und der Erste Stadtrat der Stadt Maintal, Karl-Heinz Kaiser (SPD), über die möglichen Perspektiven ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gespräches stand die Frage, wie die Streckenführung ab dem Jahr 2027 bis zur Stadt Maintal ausgeweitet und somit der westliche Teil des Landkreises stärker einbezogen werden könne. Mit dieser Idee einer Erweiterung war Kaiser laut Angaben aus der Kreisverwaltung bereits vor ein paar Wochen an den Landrat herangetreten. Ziel ist demnach es, durch eine Neuausrichtung der Veranstaltung und eine stärkere Einbeziehung der Kommunen im westlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises die Attraktivität von Kinzigtal Total wieder zu steigern. Konkret wurde jetzt darüber gesprochen, die Veranstaltung ab 2027 unter dem Namen „Main-Kinzig-Total“ weiterzuentwickeln. Vorgesehen ist, die Radstrecke entlang der Achse Sinntal/Schlüchtern/Steinau/Bad-Soden-Salmünster/Wächtersbach/Biebergemünd/Gelnhausen/Gründau und Langenselbold beizubehalten und diese perspektivisch bis nach Maintal zu verlängern.

Landrat Thorsten Stolz unterstützt den Vorstoß ausdrücklich und dankt Karl-Heinz Kaiser für dessen Initiative. „Ich habe das Organisationsteam von Kinzigtal Total bereits gebeten, diesen Vorschlag aufzugreifen und eine mögliche Umsetzung ab 2027 zu prüfen“, so Stolz. „Natürlich müssen noch viele Dinge geklärt werden. Eine künftige Einbindung der Stadt Maintal in das Gesamtkonzept bietet jedoch die Chance, die Attraktivität der Gesamtveranstaltung weiter zu steigern und im wahrsten Sinne des Wortes eine kreisverbindende Veranstaltung von Maintal bis ins Sinntal zu etablieren.“

Im Jahr 2026 werde Kinzigtal Total am 13. September zunächst noch im bisherigen Rahmen stattfinden, allerdings mit einem grundlegend neuen und zeitgemäßen Sicherheitskonzept. In den darauffolgenden Jahren soll es dann offenbar darum gehen, die bewährte Veranstaltung weiterzuentwickeln, die aktive Beteiligung der Städte und Gemeinden zu erhöhen sowie zusätzliche Vereine, Verbände und Institutionen für eine Mitwirkung zu gewinnen.

„Die Stadt Maintal könnte als Erweiterung der bestehenden Strecke und perspektivisch auch als Alternative zur Stadt Hanau ein attraktiver Start- oder Endpunkt der beliebten Radfahrveranstaltung sein“, erläutert Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser. „Maintal ist das westliche Eingangstor zum Main-Kinzig-Kreis. Dadurch bietet sich die Chance, noch mehr Menschen aus dem bevölkerungsreichen Westen des Landkreises für das Mitmachen zu begeistern.“ Zugleich könne die Erweiterung dazu beitragen, den Zusammenhalt im Landkreis zu stärken und die Rolle der nun größten Stadt im Main-Kinzig-Kreis weiter zu festigen.

Landrat Stolz dankte in diesem Zusammenhang auch den Fraktionen im Kreistag für die konstruktiven Diskussionen und Beratungen. „Ich habe bewusst dazu aufgerufen, Vorschläge einzubringen, wie die Attraktivität der etablierten Veranstaltung in den kommenden Jahren gesteigert werden kann. Von daher ist die Initiative aus Maintal absolut willkommen. Radfahren erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit und ist fester Bestandteil des Freizeitverhaltens vieler Menschen. Veranstaltungen wie Kinzigtal Total leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Förderung nachhaltiger Mobilität, zur Gesundheitsprävention und zum Gemeinschaftserlebnis im öffentlichen Raum."

Zugleich dankte der Landrat dem Kreistag für den Beschluss zur Fortsetzung von Kinzigtal Total. „Es konnte transparent aufgezeigt werden, unter welchen veränderten Rahmenbedingungen eine Fortsetzung möglich ist und welche Kosten mit der Umsetzung eines erweiterten Sicherheitskonzepts verbunden sind.“ Die kommenden Monate will der Main-Kinzig-Kreis nutzen, um in Gesprächen mit der Stadt Maintal konkret zu klären, wie eine Erweiterung der Veranstaltung bereits ab 2027 umgesetzt werden kann und wie die Stadt davon bestmöglich profitiert.

„Wenn wir die Attraktivität von Kinzigtal Total erhöhen wollen, muss es uns gelingen noch mehr Partner und Beteiligte ins Boot zu holen. Von daher ist der konkrete Vorschlag aus Maintal nicht nur willkommen, sondern eine Chance für die Zukunft der Veranstaltung“, so der Landrat abschließend.

kaiserundstolzt az

Landrat Thorsten Stolz und Maintals Erster Stadtrat Karl-Heinz Kaiser erörterten die Entwicklungsmöglichkeiten von Kinzigtal Total.

Kommentare

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Pietje
3 monate vor
Fahrradfahren kann man besonders gut, wenn KEIN Kinzigtal-Total ist! Das ist wie mit "Wetten das": alles hatte seine Zeit und die ist für beide "Formate" vorüber.

Daran ändert sich auch durch 2xKaulitz und 1xMaintal nichts.

Im Übrigen stellt sich auch die Frage, ob sich die zuletzt immer wieder arg strapazierte "Gefahrenlage" plötzlich keine Rolle mehr spielt.
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Kinzigtaler
3 monate vor
Wenn schon, dann bitte bis Gustavsburg.

Das liest sich, als ob sich der hüftkranke Hundertmeterläufer, der keine 20 Meter mehr schafft, für den Marathonlauf der nächsten Woche anmeldet.

Die Wiederbelebung von Kinzigtal Total wird nicht einfacher, weil die Aufgabe schwieriger wird.

Muß mit Hanau eine Zollvereinbarung geschlossen werden?
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Der alte Hochstädter
3 monate vor
Bitte nicht.Der alljährliche Ironman und der damit verbundene Wirbel geht einem schon genug auf die Nerven. Mein geliebtes Hochstadt wird jedesmal in zwei Teile abgesperrt wie Berlin während des Kalten Krieges.
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