"Die Vorteile der interkommunalen Zusammenarbeit liegen auf der Hand: Kompetenzen werden zentral gebündelt, Synergien genutzt und mit einer gemeinsamen Ausschreibung mehr Wettbewerb erzeugt. Die Hoheit über die kommunale Abfallentsorgung verbleibt dabei in den Kommunen. Die Kommunen Bad Soden-Salmünster, Brachttal, Hasselroth, Jossgrund, Nidderau, Schlüchtern, Sinntal und Steinau haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, die Vorteile der möglichen interkommunalen Zusammenarbeit bestmöglich auszugestalten und die seit 2023 bestehende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln. Wir wollen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger die Entsorgungssicherheit und die Entsorgungsqualität erhöhen und gleichzeitig Kostensteigerungen so gut wie möglich entgegenwirken“, erklärt Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann (SPD), zugleich Vorsitzender der Betriebskommission des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft, das gemeinsame Ziel. „Je mehr Städte und Gemeinden mitmachen, desto stärker profitieren alle davon.“
In einem ersten Schritt hätten sich die Kommunen darauf verständigt, ihre Abfallsatzungen zu harmonisieren, denn standardisierte Abfuhrrhythmen, standardisierte Gefäßgrößen und standardisierte Leistungen sollen die Attraktivität der Kommunen in der Ausschreibung für die Entsorgungsunternehmen am Markt steigern. In mehreren Gesprächen haben sich laut einer Pressemitteilung aus der Kreisverwaltung die Bürgermeister und in der Folge auch die Parlamentarierinnen und Parlamentarier mit den Fragen der Standardisierung beschäftigt. Den Beschlüssen seien eine Vielzahl von Abstimmungsgesprächen und ein Workshop vorausgegangen, den der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft um Betriebsleiter Jochen Hemmer zuvor mit den Verantwortlichen auf Arbeitsebene der Kommunen veranstaltet habe.
"Der Schritt des Zusammenschlusses und der Harmonisierung der Abfallsatzungen ist strategisch richtig und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger auch absolut notwendig“, sagt Jochen Hemmer. „Nur gemeinsam können die Kommunen am Markt attraktive Ausschreibungen platzieren.“ Daher sei ein Zusammenschluss in Form der interkommunalen Zusammenarbeit unter dem Dach des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft das richtige Signal in den Markt.
Im nächsten Schritt gehe es nun nach den Beschlüssen in den Kommunen darum, die Ausschreibungen vorzubereiten. "Hierbei kann der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft auf juristische Begleitung und Expertenwissen eines Instituts bauen, das in den vergangenen Jahren mehrere dieser Prozesse in anderen Landkreisen in Deutschland begleitet hat. Viele andere Gebietskörperschaften arbeiten bereits in Zusammenschlüssen zusammen und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Auf diesem Vorbild können wir aufbauen“, unterstreicht Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann. In den kommenden Jahren sollen außerdem durch Digitalisierung weitere Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen gehoben werden.
Bis zum Sommer soll der Ausschreibungs- und Vergabeprozess über die Bühne gegangen sein. Die neue Form der Zusammenarbeit greift dann zum 1. Januar 2027.
Mehrere Kreiskommunen und der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises ziehen bei der Abfallsammlung und Entsorgung an einem Strang. Im Bild: die Mülldeponie in Gelnhausen-Hailer.




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