Das Gesundheitsamt verzeichnet zwar schon eine sehr hohe Zahl an Influenza-Fällen, dennoch könne der Impfstoff noch rechtzeitig vor dem „Höhepunkt“ der Erkrankungswelle seine Wirkung verbreiten. „Das trockene und kalte Wetter hat in den vergangenen Wochen die Verbreitung der Grippe im Main-Kinzig-Kreis begünstigt. Alleine in den letzten Tagen wurden 70 Neuerkrankungen registriert, ein weiterer sprunghafter Anstieg nach 28 Fällen in der Woche zuvor“, erklärt Gesundheitsdezernent Matthias Zach.
Neben dem Wetter sieht er auch eine rückläufige Impfquote als Faktor an, der die starke Verbreitung der Krankheit unterstützt. „In der Regel weisen das Gesundheitsamt und ich sehr früh auf die Notwendigkeit einer Impfung hin. Das geschieht meistens in Zeiten, in denen von Grippewelle noch überhaupt nicht die Rede sein kann. Eigentlich ist das genau der richtige und sicherere Zeitpunkt, um sich zu schützen. Aber selbst jetzt ist noch nicht zu spät“, so der Kreisbeigeordnete. Die Immunisierung durch den Wirkstoff ist nach gut zwei Wochen gegeben. In diesem Jahr vermeldet das Gesundheitsamt eine sehr frühe, sehr große und vor allem ältere Menschen stark betreffende Verbreitung der Grippe.
Die Grippe ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege des Menschen und die Infektionskrankheit, an deren Folgen in Deutschland die meisten Menschen sterben. Eine Hauptursache besteht darin, dass die Möglichkeiten der Vorsorge zu wenig genutzt werden. In der Saison 2014/15 hatte es besonders viele Menschen „erwischt“, das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises zählte 373 gemeldete Influenza-Fälle, vergangenes Jahr waren es 261. Allerdings gingen die ersten Meldungen erst kurz vor dem Jahreswechsel ein. In dieser Saison verzeichnete das Gesundheitsamt bereits im Oktober den ersten Fall und zählt nun schon insgesamt 121 Erkrankungen. Bei der letzten stärkeren Grippe-Saison 2014/15 waren es zu diesem Zeitpunkt noch weniger als 20.
Die Infektion wird durch Tröpfchen übertragen, bereits kleinste Mengen reichen aus, die beim Niesen, Husten oder Sprechen in die Luft gelangen und von anderen Menschen eingeatmet werden. Es besteht eine hohe Ansteckungsgefahr. Die Grippe kann jeden treffen, auch völlig gesunde Menschen. Die Viren schädigen die Schleimhaut der Atemwege und mindern die Abwehrkräfte, dadurch wird der Körper für lebensgefährliche Komplikationen anfällig.



