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Noll: Pipas Hoffnungsträger verlässt das sinkende Schiff

Noll: Pipas Hoffnungsträger verlässt das sinkende Schiff

„Es ist eine schallende Ohrfeige für SPD-Landrat Erich Pipa, dass sein Vize André Kavai (SPD) die hauptamtliche Kreisregierung verlassen will.

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Dies ist ein deutliches Zeichen für den Verfall der Kreiskoalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern.“, stellt der Landtagsabgeordnete und FDP-Kreisvorsitzende Alexander Noll fest. Die Absage von Landrat Erich Pipas (SPD) Wunschnachfolger beweise den desolaten Zustand der rot-grünen Koalition im Kreis. Am Montag war bekannt geworden, dass sich Vizelandrat und Verkehrsdezernent Kavai als Geschäftsführer des RMV bewerben wird.

Schon der Start der rot-grünen Koalition im Jahr 2011 habe unter schlechten Vorzeichen gestanden. So musste die Wahl des grünen hauptamtlichen Beigeordneten Matthias Zach wegen schwerwiegender Verfahrensmängel wiederholt werden. Dann sei von ständigen Querelen zwischen Landrat Pipa, seinem Vize Kavai und dem grünen Matthias Zach die Rede gewesen, so Noll. Der Alleingang des Schuldezernenten Zach zur Schließung der Zwergschulen im Ostkreis habe dann zum offenen Krach in der rot-grünen Koalition und im hauptamtlichen Kreisausschuss geführt. Pipa habe daraufhin seinen grünen Schuldezernenten in die Schranken verwiesen und ihm offensichtlich einen Maulkorb verpasst, so Noll.

Pipa selbst habe sich mit seinem Hin und Her in beim Beitritt zum Kommunalen Schutzschirm unglaubwürdig gemacht, führt Noll weiter aus. Zunächst habe er diese Hilfe der Landesregierung verteufelt und dann selbst im Kreistag für den Beitritt geworden.

Insgesamt biete die Kreiskoalition nach dem Startchaos im Jahr 2011 ein dauerhaft desaströses Bild. Die drastisch sinkenden Umfragewerte für SPD und Grüne auf Bundesebene hätten bei Kavai wohl Ernüchterung über seine Chancen als zukünftiger Landrat ausgelöst und so bei ihm den Entschluss reifen lassen, sich rechtzeitig abzusetzen. Dass dieser Schritt nicht im Einvernehmen mit Pipa erfolge, zeige dessen Reaktion. Er zeige sich überrascht und enttäuscht. Das lasse nicht auf einen wohlvorbereiteten und abgesprochenen Schritt Kavais schließen, so Noll. Kavai erwecke eher den Eindruck, dass er als langjähriger Hoffnungsträger Pipas nunmehr das sinkende Schiff verlasse.

„Spannend wird jetzt, wen die SPD als Nachfolger Kavais für den hauptamtlichen Kreisausschuss nominiert. Insbesondere wird man dabei die Grünen beobachten müssen. Vielleicht erhebt Zach ja nun den Anspruch auf den Vizelandratsposten.“, spekuliert Noll abschließend.

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