„Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie das Lernen an unseren Schulen müssen im Mittelpunkt der Schulpolitik stehen“, ist der Liberale überzeugt. Die Hessische Kultusministerin Nicola Beer (FDP) will 17 Behörden unter dem Dach eines Landesschulamtes zusammenfassen und hat dafür bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt. Alle 15 Schulämter sollen vor Ort erhalten bleiben und sich stärker auf die Beratung von Schulen konzentrieren können.
Noll betont, dass es ein Kernanliegen liberaler Schulpolitik sei, den Schulen mehr Freiräume zu schaffen. Der Aufbau des neuen Landesschulamtes orientiert sich an diesem Ziel und soll die Schulverwaltung entbürokratisieren. „Die regionalen Schulämter sollen vor allem die Schulen unterstützen und noch direkter auf die Fragen von Eltern und Schülern reagieren“, stellt der FDP-Mann die Vorteile des neuen Systems heraus.
Im Landesschulamt sollen beispielsweise die Statistikstellen und zentrale Verwaltungsdienste zusammengefasst werden, die bislang in 17 Behörden aufgesplittert sind. „Wir können durch das Landesschulamt 115 Stellen einsparen, das sind zehn Prozent der Stellen in der Schulverwaltung“ erläutert Verwaltungsexperte Noll. Dies zeige, dass an der Verwaltung, nicht aber an der Bildung selbst gespart werde. Seit 2009 hat das Land Hessen 2300 zusätzliche Lehrer eingestellt, im kommenden Schuljahr sollen weitere 200 folgen.


