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Nordmainische S-Bahn: Kreis will weiter Druck ausüben

Nordmainische S-Bahn: Kreis will weiter Druck ausüben

Landrat Erich Pipa, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Matthias Zach werden sich in Sachen Nordmainische S-Bahn noch einmal ans Verkehrsministerium in Berlin wenden.

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Anlass ist der erste Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans, der am Mittwoch den Bundestagsfraktionen vorgestellt wurde. „Wir müssen die Engstellen im Straßen- und Schienenverkehr Schritt für Schritt beseitigen, gerade im Westen des Main-Kinzig-Kreises. Das Projekt Nordmainische S-Bahn bedeutet für uns den größten und wichtigsten Schritt nach vorn. Deshalb pochen wir auch auf deren Bau und kämpfen dafür, auch die letzten offenen Finanzierungsfragen zügig gelöst zu bekommen“, erklärt die Kreisspitze in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Der Bundesverkehrswegeplan wird derzeit fortgeschrieben beziehungsweise neu aufgestellt. In ihm sind bundesweit die Verkehrsbauprojekte aufgeführt, in die die Bundesregierung zu investieren beabsichtigt. Der neue Plan beinhaltet Vorhaben, die bis Ende der 2020er Jahre umgesetzt sein sollen. Die politischen Gremien sowie die Bürger haben aber noch die Möglichkeit, diesen Entwurf zu verändern und zu ergänzen.

Nach Ansicht des Main-Kinzig-Kreises bekräftigt der Bundesverkehrswegeplan schon jetzt die Notwendigkeit, die Nordmainische S-Bahn zu bauen, auch wenn das Projekt im Plan nicht explizit aufgeführt ist. Dafür sprechen aus Sicht der Kreisspitze mehrere Gründe. Zum einen, dass der Ausbau der Schienenstrecke zwischen Hanau und Fulda mit dem Prädikat „Vordringlicher Bedarf“ versehen wurde. „Dieser Bedarf ist über Gutachten bereits ermittelt und unter Pendlern im Westkreis ohnehin unbestritten. Im Plan wird der Bedarf nun ebenfalls ausgezeichnet. Das stärkt das Projekt“, sind sich Pipa, Simmler und Zach sicher. Zum zweiten handle es sich bei der Nordmainischen S-Bahn um ein Knotenprojekt, und Knotenprojekte seien im Bundesverkehrswegeplan noch nicht definiert und bewertet. Diese Phase folge erst noch. Für den Kreis stelle es zunächst also keine Überraschung dar, dass das Bauvorhaben in diesem Entwurf nicht erwähnt wird.

Die Kreisspitze macht einen dritten Grund aus, der für den Bau der Nordmainische S-Bahn spricht. „Wir stellen fest, dass im Freistaat Bayern, der Heimat des Verkehrsministers Alexander Dobrindt und seines Vorgängers Peter Ramsauer, auffallend viel gebaut werden soll“, bemerkt die Kreisspitze. „Darunter befinden sich auch viele Projekte, die gar nicht in den Hauptkorridoren im Netz der Deutschen Bahn liegen. Das kann tatsächlich am speziellen Engagement des Ministers aus Bayern liegen. Das kann aber auch ein starkes Zeichen des Bundes sein, nicht nur wichtige, große Projekte wie die Nordmainische S-Bahn zu forcieren, sondern auch Projekte von kleinerer bis mittlerer Bedeutung in weniger belasteten Regionen.“

Landrat Erich Pipa, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und Kreisbeigeordneter Matthias Zach betonen, dass das gemeinsame Bündnis von Main-Kinzig-Kreis, Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Abgeordneten des Bundestags und des Landtags sowie der angrenzenden Kommunen in den nächsten Wochen nicht nachlassen werde. „Wir wollen zum einen, dass die Nordmainische S-Bahn als eigenständiges Projekt in den nächsten Entwurf des Bundesverkehrswegeplans integriert wird. Dazu benötigen wir zum anderen endlich eine klare Aussage hinsichtlich der Finanzierung. Wir werden im Bündnis unsere Argumente und Möglichkeiten gemeinsam in die Waagschale werfen, um Druck zu machen und diese beiden Ziele zu erreichen“, kündigt die Kreisspitze an.

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