Gerhard Schultheiß (SPD), ehemaliger Bürgermeister der Stadt Nidderau, wurde in der Verbandskammer-Sitzung vom 10. Dezember 2025 ernannt. Sein Amtsantritt ist am 1. Januar 2026. Claudia Jäger (CDU), Verbandsdirektorin des Regionalverbandes, gratulierte zum neuen Amt: „Meine herzlichen Glückwünsche zur Wahl. Ich freue mich sehr, dass Gerhard Schultheiß uns mit seiner umfangreichen Erfahrung sowohl im Bürgermeisteramt als auch in verschiedenen Verbandskammer-Funktionen von nun an im Vorstand unterstützt.“
„Ich bin gespannt darauf, in neuer Funktion mit der Verbandsspitze des Regionalverbandes zusammenzuarbeiten und etwa die Fortschreibung des neuen Regionalen Flächennutzungsplanes zu begleiten“, sagte Schultheiß, der sich für die Wahl bedankte. Gerhard Schultheiß war 24 Jahre lang Bürgermeister der Stadt Nidderau und hatte während seiner Laufbahn verschiedene Funktionen in der Verbandskammer des Regionalverbandes inne. Von 2001 bis 2021 gehörte er der Verbandskammer an. Von 2011 bis 2021 war er Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses, von 2018 bis 2021 stellvertretender Verbandskammer-Vorsitzender. Zudem war er von 2018 bis 2021 stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums der Verbandskammer.
Hintergrund für den Wechsel im Verbandsvorstand ist der Umstand, dass die Stadt Hanau zum Jahresbeginn 2026 aus dem Main-Kinzig-Kreis austritt und kreisfrei wird. Damit gehört Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) qua Oberbürgermeisteramt ab dem 1. Januar 2026 nicht mehr dem Regionalvorstand, sondern dem erweiterten Regionalvorstand des Regionalverbandes an. Verbandsdirektorin Jäger dankte Claus Kaminsky für sein langjähriges Engagement. Im Regionalvorstand tritt Gerhard Schultheiß, in Hanau geboren, die Nachfolge Kaminskys an.
Der zehnköpfige Vorstand, dem Gerhard Schultheiß nun angehört, steuert den Regionalverband FrankfurtRheinMain. Verbandsdirektorin Claudia Jäger (CDU) und der Erste Beigeordnete Rouven Kötter (SPD) bilden den hauptamtlichen Part – ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. Die maximal acht ehrenamtlichen Beigeordneten sind jeweils für die Dauer einer Legislaturperiode (fünf Jahre) gewählt. Zum erweiterten Regionalvorstand gehören außerdem Vertreterinnen und Vertreter der kreisfreien Städte, der Kreise sowie beratende Mitglieder aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt sowie der Metropolregion. Das Gremium wird von der Verbandskammer gewählt, die sich wiederum aus Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedskommunen zusammensetzt. Die Kammer ist das höchste Entscheidungsorgan des Regionalverbandes.
Der Regionalverband ist ein Zusammenschluss von insgesamt 80 Städten und Gemeinden rund um Frankfurt am Main mit zirka 2,4 Millionen Menschen. Kernaufgabe ist die Aufstellung und Fortschreibung des Regionalen Flächennutzungsplanes (RegFNP) für das Verbandsgebiet. Der Plan legt unter anderem fest, wo Wohn-, Gewerbe- und Freiflächen zu finden sind.
Darüber hinaus bearbeiten die rund 120 Mitarbeitenden des Regionalverbandes viele weitere wichtige Themen für die Region und unterstützen die Mitgliedskommunen mit zahlreichen Dienstleistungen. Dazu zählen aktuell die Konzeption und Umsetzung zukunftsweisender Strategien in den Bereichen Mobilität, Digitalisierung und Fachkräftesicherung ebenso wie die Fortschreibung des Regionalen Energiekonzeptes und verschiedene Aktivitäten zum Erhalt der Streuobstwiesen. Zudem betreibt der Regionalverband die Geschäftsstelle der Metropolregion FrankfurtRheinMain sowie das Europabüro der Metropolregion.
Von links: Lena Herget (Verbandskammer-Vorsitzende und Bürgermeisterin von Reichelsheim), Gerhard Schultheiß (Ehrenamtlicher Beigeordneter im Regionalvorstand des Regionalverbandes), Claudia Jäger (Verbandsdirektorin Regionalverband) und Rouven Kötter (Erster Beigeordneter Regionalverband). Bildnachweis: Regionalverband FrankfurtRheinMain



Kommentare
In Nidderau hat es schon nicht geklappt. Da kann man wegen einem Nothaushalt noch nicht einmal die Kreisel in der Kennedy-Allee u.v.m. in Schuß halten.
Der "Sprung über die B521" war bzw. wäre die einzige Möglichkeit gewesen, für den Stadtteil Eichen eine infrastrukturelle Erweiterung zu bekommen. Die Argumentationen von der Fraktion "Der Grünen" mit ihren SPD-Anhängsel sind für vielen Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbar und gehören, teilweise, in den Bereich der Fabeln.
Ich hoffe, dass die Bürgerinnen und Bürger von Nidderau den Grünen und ihrem Anhängsel (sprich SPD) am 15.03.2026 bei der Kommunalwahl die Quittung gibt für eine verfehlte Infrastrukturpolitik in den Stadtteilen Eichen und Erbstadt. Es gibt ein Zitat von dem ehemaligen Bürgermeister Gerhard Schultheiß: "in Nidderau steht Windecken und Heldenbergen vorne an. Alle Anderen müssen sehen was übrig bleibt", Zitatende.
Wenn das die Zukunft sein soll, dann gute Nacht.