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Sondervermögen: So will die SPD 84 Millionen Euro im MKK ausgeben

Sondervermögen: So will die SPD 84 Millionen Euro im MKK ausgeben
Von links: Carsten Ullrich, Andreas Hofmann, Thorsten Stolz, Sibylle Hergert und Klaus Schejna - das Spitzenteam der SPD Main-Kinzig macht konkrete Vorschlag zur Verwendung des Sondervermögens.

Der Main-Kinzig-Kreis wird in den kommenden Jahren voraussichtlich 84 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes erhalten. Die SPD im Main-Kinzig-Kreis hat nun konkrete Vorschläge zur Verwendung dieser Mittel entwickelt. "Ziel ist es, das Geld nachhaltig und sichtbar in die Infrastruktur des Kreises zu investieren und den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort einen spürbaren Mehrwert zu bieten", heißt es in einer Pressemitteilung.

„Wir haben die 84 Millionen Euro aus dem Sondervermögen in drei zentrale Säulen der Kreispolitik unterteilt: Wohnen, Pflege und Gesundheit sowie die solide Gegenfinanzierung bereits veranschlagter Investitionen im Haushalt“, erklärt Andreas Hofmann, Vorsitzender der SPD im Main-Kinzig-Kreis. „Unser Ziel ist es, konkrete Projekte umzusetzen, die sowohl die Lebensqualität der Menschen im Kreis verbessern als auch die Daseinsvorsorge und Infrastruktur stärken.“

1. Wohnen – Schaffung bezahlbaren Wohnraums

Ein Drittel der Mittel, also rund 28 Millionen Euro, sollen in den Aufbau einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft fließen. Diese soll den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum im Main-Kinzig-Kreis fördern. „Das Thema bezahlbares Wohnen ist seit Jahren eine der zentralen Anliegen der SPD. Und wir haben über den Kreis verschiedene Wohnbauprojekte, beispielsweise in Maintal, Bruchköbel, Erlensee, Rodenbach, Wächtersbach oder Schlüchtern gefördert. Der ganz große Wurf zur Gründung einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft ist bisher aber an begrenzten finanziellen Spielräumen des Main-Kinzig-Kreises gescheitert. Das Sondervermögen bietet nun die einmalige Gelegenheit, hier einen echten Schritt nach vorn zu machen und vor allem nachhaltig Wohnraum für die Region zu schaffen“, erklärt Thorsten Stolz, Spitzenkandidat der SPD im Main-Kinzig-Kreis. Der Landkreis soll in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden Verantwortung übernehmen und auf diese Weise die regionale Wohnsituation nachhaltig verbessern.

2. Pflege und Gesundheit – Investitionen in die Zukunft

Weitere 28 Millionen Euro sollen in die Verbesserung der Pflegeinfrastruktur fließen. Hierbei ist insbesondere die Sanierung und Modernisierung der kreiseigenen Alten- und Pflegezentren vorgesehen. „Der Main-Kinzig-Kreis betreibt insgesamt 14 Pflegeeinrichtungen. Wir wollen diese gezielt modernisieren und auf die Bedarfe einer alternden Bevölkerung weiterentwickeln“, so Andreas Hofmann, Vorsitzender der SPD Main-Kinzig.

3. Gegenfinanzierung bestehender Investitionen – Stärkung der Haushaltsstruktur

Die dritte Säule sieht vor, die bereits geplanten Investitionen im Kreishaushalt mit den Mitteln aus dem Sondervermögen zu finanzieren, um so die Nettoneuverschuldung des Landkreises zu reduzieren. „Dies mag auf den ersten Blick nüchtern klingen, aber es ist entscheidend für die langfristige finanzielle Stabilität des Kreises und für die Realisierung der dringend benötigten Infrastrukturprojekte. Und diese stammen dann aus den zentralen Themen Bildung, Schule sowie Brand-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz“, erläutert Sibylle Hergert, stellv. Vorsitzende der SPD Main-Kinzig. Unabhängig vom Sondervermögen würden alleine im Bereich der Schulen aktuell und in den nächsten Jahren 363 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die der Landkreis investieren will.

Förderung der heimischen Wirtschaft

"Ein zentraler Bestandteil des Sondervermögens ist es, nicht nur die Infrastruktur zu verbessern, sondern auch die heimische Wirtschaft zu stärken. Durch die gezielte Auftragsvergabe an lokale Unternehmen, insbesondere in der Bauwirtschaft, wollen wir einen direkten Nutzen für die regionale Wirtschaft schaffen“, erklärt Thorsten Stolz. Insbesondere die anstehenden Sanierungsmaßnahmen in den Alten- und Pflegezentren bieten hier enorme Potenziale für heimische Betriebe. Aber auch der Wohnungsbau über eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft biete für die heimische Wirtschaft großes Potenzial. „Wir wollen die Möglichkeiten des künftig geänderten Vergaberechts vollumfänglich ausschöpfen, um durch gezielte Austragsvergaben aus dem Sondervermögen die Wertschöpfung hier im Kreis zu halten“, so Thorsten Stolz.

Hintergrund zum Sondervermögen

Das Sondervermögen des Bundes stellt insgesamt 4,7 Milliarden Euro für Investitionen in die Infrastruktur zur Verfügung. 50 Prozent dieser Mittel gehen an die kreisangehörigen Kommunen, die Landkreise und die kreisfreien Städte erhalten jeweils 25 Prozent. Der Main-Kinzig-Kreis wird davon voraussichtlich circa 84 Millionen Euro in den kommenden Jahren erhalten. In einer ersten Tranche werden circa 53 Millionen Euro für den Kreis bereitgestellt, die zweite Tranche ist für das Jahr 2029 geplant. „Die Entscheidung zum Sondervermögen Infrastruktur war ein wichtiger Schritt in meiner letzten Legislaturperiode als Bundestagsabgeordneter. Es freut mich, dass die Mittel nun schnell und effektiv in den Kommunen ankommen“, betont Lennard Oehl, stellvertretender Vorsitzender der SPD im Main-Kinzig-Kreis und ehemaliger Bundestagsabgeordneter.

sondervermospdmkk az

Von links: Carsten Ullrich, Andreas Hofmann, Thorsten Stolz, Sibylle Hergert und Klaus Schejna - das Spitzenteam der SPD Main-Kinzig macht konkrete Vorschlag zur Verwendung des Sondervermögens.

Kommentare

4
Heck
3 monate vor
Hunderte Betrugs-Ermittlungen
Die Corona-Milliarden verschwinden seit Jahren in der EU

Der Corona-Wiederaufbaufonds sollte die Wirtschaft der EU aus dem Pandemie-Tief holen. Doch die 700 Milliarden Euro fließen ohne richtige Kontrolle - ein offenes Geheimnis in Brüssel. Dennoch soll der Fonds als Vorbild für den nächsten EU-Haushalt herhalten.

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2
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
3 monate vor
Zitat:
...mit den Mitteln aus dem Sondervermögen zu finanzieren, um so die Nettoneuverschuldung des Landkreises zu reduzieren
Glaubt die SPD wirklich, dass Sondervermögen keine Schulden sind?
Es ist unfassbar, dass sie sich hinstellen, und wollen das den Wähler so verkaufen!

Es wird weiterhin mit Geld um sich geworfen, als ob es wie aus einer Quelle sprudelt.
Aber dass man Kredite irgendwann zurückzahlen muss, interessiert einfach nicht.
Und Sondervermögen sind ja schließlich keine Verschuldung.
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5
ra
3 monate vor
Sondervermögen :D
Passend ist da eher SONDERSCHULDEN! :grrr:
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11
Wahrheitsjäger
3 monate vor
Die Sozis konnte noch nie mit Geld umgehen - deshalb ist unser Land so hart verschuldet.
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17
Pietje
3 monate vor
zitiere Wahrheitsjäger:
Die Sozis konnte noch nie mit Geld umgehen - deshalb ist unser Land so hart verschuldet.


Hört, hört!!
Deshalb hat Deutschland nach 16 Jahren CDU-Regierung landesweit blühende Landschaften, intakte Infrastrukturen, vorallem im Verkehr, in Behörden und Schulen. Auch die Bundeswehr wusste gar nicht wohin mit den Mitteln...
Und das waren zu großen Teilen wirtschaftlich richtig fette Jahre!

Tja, "Wahrheitsjäger"...diesmal aber weit am Ziel vorbei geschossen!
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10
Heck
3 monate vor
Ausgeben!

Der ultimative Begriff der Sozis!

Und dann alle Steuern erhöhen.
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21
Pietje
3 monate vor
Sorry, User "Heck"...das Statement ist in dem Fall leider Unfug.

Die Mittel sind aus dem Sonderprogramm für Infrastruktur und Klimaneutralität. Da steckt schon in der Bezeichung der Hinweis, dass es eben nicht für irgendwas und schon gar nicht zum "Ansparen" verwendet werden darf.

Schon klar, dass Politiker EGAL WELCHER PARTEI(!) sich im Zweifel recht leicht tun, das (Steuer-)geld der Bürger teilweise sinnlos zu verpulvern - keine Frage. Der Zusammenhang "Ausgeben/Sozis" ist daher völlig fehl am Platze.
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16
Heck
3 monate vor
In Hessen hatten wir ja auch schon im Mittelstand vor ein paar Jahren die sog. DIGITALOFFENSIVE.

Hat es jemand schon gemerkt?
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15
Heck
3 monate vor
Das ist den Steuerzahlern im Land mittlererweile ziemlich Wurst wie die Subventions-Booste heißen. Die gucken auf ihren Lohn oder Gehaltszettel und sehen dann, wie weit das Geld am Monatstende für Einkäufe und die nächste Miete und Nebenkosten noch reicht.
Das ist nur was für Bürokratiehengste.

Die Kommunen und Städte sind allesamt pleite. Punkt!

Und ab 2029 verteilt sich kein Bund mehr Geld, weil der gesamte Bundeshaushalt für Sozialses, Zinsen und Verteidung drauf gehen.

Und die Heulsuse Klingelbeil beklagt sich jetzt schon, dass ihm weiter 120 oder 170 Milliarden fehlen.

Die linksrotgrüne wooke Feierabendgesellschaft wird sich an Wohlstandsverluste neben Arbeitslosigkeit wegen fehlendem Wirtschaftswachstum und Produktivität gewöhnen müssen.

Die Gründe dazu liegen auf der Hand!

Und den Zug 4.0 haben wird schon lange verpasst.

Davon ist keine Partei und kein Poltiker und auch kein CEO in Deutschland ausgenommen. Viele haben es leider immer noch nicht verstanden. Und manche werden es auch nicht.

Und wie die Subventionen ankommen, verballert werden, dürften die wenigsten hier wissen können.

Da schweigen die Politiker und Unternehmer lieber.
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14
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
3 monate vor
Zitat:
Die linksrotgrüne wooke Feierabendgesellschaft wird sich an Wohlstandsverluste neben Arbeitslosigkeit wegen fehlendem Wirtschaftswachstum und Produktivität gewöhnen müssen.
Um das zu umgehen, finden die Links rotgrünen es ja eine Unverschämtheit, wenn die Deutschen Feierabend machen.
Schließlich sollen sie mehr Arbeiten.
Irgendwer muss ja für das Leben der ganzen Schmarotzer Arbeiten.

Nichts einsparen, nicht weniger ausgeben oder Leistungen kürzen, sondern diejenigen, die das Geld erwirtschaften noch weiter Melken!
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15
Hätteesgernschönhier
3 monate vor
Also ich finde, es gehört zu den Kernkompetenzen der SPD, Geld auszugeben. Für Haushalten und Wirtschaften stehen Sie jedenfalls nicht. Sonst hätten wir nicht so viele Dauergäste, die wir voll bewirten.
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13
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
3 monate vor
Die Gasspeicher in Deutschland, welche zur Erzeugung von Energie benötigt werden,
sind auf einem historischen Tiefstand von 25%-26%

Wenn nicht bald etwas passiert, gehen die Lichter aus.

Das ist doch schon Grund genug, die Grünen zum Teufel zu jagen!
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