Der Vorschlag kam zustande nach Prüfung zahlreicher verschiedener Varianten. Stand heute wäre der Main-Kinzig-Kreis lediglich von einer alternativen Trassenführung betroffen. Die Entscheidung über den endgültigen Verlauf trifft die Bundesnetzagentur.
Nunmehr hat das Land Thüringen eine weitere Variante vorgeschlagen, die den Mittel- und Ostteil des Main-Kinzig-Kreises massiv tangieren würde. Der Main-Kinzig-Kreis hat sich über die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler bereits kritisch zu diesem neuen Vorstoß aus dem Nachbarland geäußert, und auch die Bürgermeister Carsten Ullrich aus Sinntal und die Kollegen der benachbarten Kommunen haben gegen diese Variante massiv protestiert.
„Dieser Protest findet meine nachdrückliche Unterstützung“, erklärte Rainer Krätschmer. Der jetzt von der Thüringer Landesregierung auf den Weg gebrachte Alternativ-Vorschlag verlaufe „überaschenderweise“ weit an dem Freistaat vorbei und durchquert über Freiensteinau kommend die Orte Birstein, Brachttal, Biebergemünd, Bad Orb, Jossgrund und Flörsbachtal. „Dieser Vorschlag darf nie Realität werden. Er ist noch nicht einmal ansatzweise diskutabel“, stellte der Kreistagsvorsitzende fest.
„Nach der vorhandenen Autobahn, der Diskussion über die zahlreichen Varianten zum Bau einer ICE-Trasse durch das Kinzigtal, der Diskussion um die Windvorrangflächen im Regionalplan und jetzt auch noch dieser Vorschlag des Landes Thüringen zu den Stromtrassen, ist für die Bewohner des mittleren und des Ostkreises wahrlich nicht mehr zumutbar“, stellte Rainer Krätschmer fest. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Landrat Erich Pipa und künftig Landrat Thorsten Stolz, der Kreisausschuss oder der Kreistag bereit sind, die von Thüringen in die Welt gesetzte politische Trassenführung inhaltlich zu diskutieren“, sagte er.
Gleichzeitig bittet er die zuständigen Bundestagsabgeordneten, Dr. Peter Tauber und Bettina Müller sowie die Landtagsabgeordneten Gelnhausen/Schlüchtern, Heinz Lotz und Michael Reul, den Einspruch und das Unverständnis gegenüber dem Land Thüringen bereits jetzt deutlich zu artikulieren. Zudem sollten die gewählten Interessenvertreter des Main-Kinzig-Kreises und auch der Firma Tennet unverzüglich mitteilen, dass diese Trassen-Varianten bei Schlüchtern und Sinntal, oder Freiensteinau, Birstein, Brachttal, Wächtersbach, Bad Orb, Biebergemünd, Jossgrund und Flörsbachtal, unseren den Widerstand finden würde und nicht verfolgt werden sollte, erklärte Rainer Krätschmer abschließend.




