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Zeichen setzen gegen Rassismus und Diskriminierung

Zeichen setzen gegen Rassismus und Diskriminierung

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bringen im Monat März wieder viele Menschen und Gruppen zusammen, die ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung setzen wollen.

Mit einer vielfältigen Veranstaltungsreihe beteiligt sich auch der Main-Kinzig-Kreis daran. Vom 16. bis zum 29. März finden mehr als 20 Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt.

Die Aktionswochen machen auf Diskriminierung im Zuge von Rechtsextremismus und Rassismus aufmerksam. Gleichzeitig sollen von Rassismus Betroffene Solidarität erfahren. Zur Teilnahme ruft unter anderem der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann auf. „Wir setzen in den Internationalen Wochen gegen Rassismus ein Zeichen gegen menschenverachtende und demokratiefeindliche Töne“, so Hofmann. Die Aktionswochen böten vielfältig Raum für Begegnungen und die Gelegenheit, „sich auf einfache, aber tiefgründige Weise auszutauschen und zu reflektieren“. „Gerade in Zeiten, in denen Polarisierung und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland leider allzu reale Herausforderungen sind, ist es entscheidend, dass wir uns gemeinsam für eine respektvolle und inklusive Gesellschaft stark machen.“

Neben privaten und öffentlichen Veranstaltern beteiligt sich der Main-Kinzig-Kreis an den Aktionswochen, unter anderem mit der Ausstellung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert-Stiftung im Main-Kinzig-Forum, die ab Montag, 16. März, zu sehen sein wird. Begleitend zur Ausstellung bietet das Büro für interkulturelle Angelegenheiten am Dienstag, 24. März, von 9 bis 10.30 Uhr für Schulklassen und interessierte Bürger den Vortrag „Was tun! Demokratie und Menschenrechtsbildung über und gegen Rechtsextremismus heute“ an. Referent des Vortrags ist Manuel Glittenberg, Sozialwissenschaftler der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik. Lehrerinnen und Lehrer haben noch bis 17. März die Möglichkeit, ihre Klasse für den Vortrag unter Angabe der Teilnehmendenzahl vorzumerken per Mail an: integration@mkk.de.

Am Dienstag, 17. März, geht es um 19 Uhr im Main-Kinzig-Forum im Rahmen eines Vortragsabends um die Frage: „Israel, Gaza und die deutsche Debatte. Ist die Staatsräson noch zeitgemäß?“ Zu Gast ist Meron Mendel. Der Historiker und Publizist analysiert die historischen Hintergründe und politischen Implikationen der deutschen Staatsräson, beleuchtet die Spannungen zwischen Solidarität und Kritik und fragt, wie eine offene, informierte und konstruktive Debatte über Israel und Gaza geführt werden kann. Um eine Anmeldung bis 16. März wird gebeten, per Mail an dext@mkk.de. Die Veranstaltung findet in einer Kooperation mit der Amnesty International Gruppe Gelnhausen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

An drei Film-Matineen werden die Filme „Nico“, „Contra“ und „Sieger sein“ im Kino Gelnhausen gezeigt, das sich gemeinsam mit dem Büro für interkulturelle Angelegenheiten des Main-Kinzig-Kreises an den Aktionswochen beteiligt. Das Kino zeigt in diesem Zeitraum auch weitere Filme und bietet gesonderte Schulvorführungen. „Nico“ bildet am Sonntag,15. März, zugleich den Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

In einem ganztägigen Workshop am Mittwoch, 18. März, bietet Mo Asumang in Gelnhausen an, „Dialog-Botschafter*in“ zu werden. Sie möchte mit den Teilnehmenden kommunikative Fähigkeiten ausbauen, um unter anderem Rassismus und Antisemitismus im Alltag besser begegnen zu können. Darüber hinaus ermöglicht der Workshop die Teilnahme an der zertifizierten Dialog-Trainer-Ausbildung. Anmeldungen können bis 11. März per Mail an dext@mkk.de eingereicht werden.

Am Donnerstag, 19. März präsentiert Mo Asumang im Kino Gelnhausen den Dokumentarfilm „Die Arier“. Der Dokumentarfilm begleitet Mo Asumang auf ihrer Begegnung mit rechtsextremen Gruppen und beleuchtet die Hintergründe des rassistischen „Arierbegriffs“. Die Filmemacherin trifft dabei auf Fanatiker, selbst ernannte Arier und sogar den Ku-Klux-Klan – schonungslos, authentisch und zugleich erschreckend. Gezeigt wird eine 45-minütige Schulfassung, anschließend ist eine Diskussion mit Schülerinnen und Schülern geplant. Lehrerinnen und Lehrer haben noch bis 11. März die Möglichkeit, ihre Klasse für den Vortrag unter Angabe der Teilnehmendenzahl vorzumerken per Mail an: dext@mkk.de.

Der Eintritt ist zu nahezu allen der 23 Veranstaltungen frei, teilweise wird zumindest um eine Voranmeldung gebeten. Genauere Hinweise und sämtliche Aktionen finden sich in der Programmübersicht, die auf der Internetseite des Büros für interkulturelle Angelegenheiten des Main-Kinzig-Kreises auf www.mkk.de zu finden ist. (Direkter Link: MKK-Zuwanderung und Integration, Integrationsbüro)

Hintergrund: Internationale Wochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus, die jedes Jahr im März stattfinden, gehen zurück auf die 1960er Jahre: Am 21. März 1960 erschossen Polizisten im südafrikanischen Sharpeville bei Johannesburg hinterrücks 69 Demonstranten. In Gedenken an das Massaker wurde der 21. März 1966 durch die Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“ erklärt. Weltweite Aktionen und lokale Projekte sollen hierbei auf das Thema aufmerksam machen. In Deutschland werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus seit über 30 Jahren von der Stiftung gegen Rassismus organisiert und koordiniert. In den Mittelpunkt rücken sie dabei gesellschaftliche Werte „Menschenwürde“ und „Zusammenhalt“.

Kommentare

10
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
2 monate vor
Ist diese Veranstaltung eigentlich Comedy oder ernstgemeint?

Fast täglich stechen sich Gegenseite irgendwelche Nationen in Hanau ab, und dann wundert man sich, dass man Härteres vorgehen gegen solche Nationen fordert?

Selbst die Arbeitende bevölkerung mit Migrationshintergrund hat selber die Schnauze voll und wollen, dass endlich etwas passiert.
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10
Stefan
2 monate vor
zitiere W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸:
Ist diese Veranstaltung eigentlich Comedy oder ernstgemeint?

Fast täglich stechen sich Gegenseite irgendwelche Nationen in Hanau ab, und dann wundert man sich, dass man Härteres vorgehen gegen solche Nationen fordert?

Selbst die Arbeitende bevölkerung mit Migrationshintergrund hat selber die Schnauze voll und wollen, dass endlich etwas passiert.


Stimmt: Es muss sich etwas ändern in unserem Land!

Wir brauchen die blaue Wende und endlich eine Alternative zu dieser SPD-CDU-Regierung.
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10
Heck
2 monate vor
Diskriminierung vs. Messerattacken, Clan - Drogen -u. Bandenkriminalität & Co.


Na dann!
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11
D.A.
2 monate vor
Wird die Veranstaltung simultan auch ins Arabische übersetzt?
Ich frage für einen Freund.
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11
Stefan
2 monate vor
zitiere D.A.:
Wird die Veranstaltung simultan auch ins Arabische übersetzt?
Ich frage für einen Freund.


Wird die Veranstaltung simultan auch ins Afrikanische übersetzt?
Ich frage für einen Freund.
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13
Heizer Joe
2 monate vor
Gottseidank gibt es ja noch Frauen mit rehbraunen Augen. Das lenkt ab. Und das Volk jammert betroffen
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10
Heizer Joe
2 monate vor
zitiere Heizer Joe:
Gottseidank gibt es ja noch Frauen mit rehbraunen Augen. Das lenkt ab. Und das Volk jammert betroffen


Offensichtlcih begreifen die Hater hier nicht, was mein Kommentar bedeutet. Wenn ein dummer Spruch vor Jahren ganze Landtagswahlen entscheidet, dann haben wir bald amerikanische Verhältnisse. Wer da mit wem wann und wo was auch immer getrieben oder nur angedeutet hat, ist wichtiger als ganze Regionen in Schutt und Asxhe zu legen.

Mission accomplished
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9
Stefan
2 monate vor
Liebe Initiatoren von den "Internationalen Wochen gegen Rassismus": Jetzt mal Hand auf's Herz! Was treibt euch an? Seid ihr so blind oder wollt ihr die Realität auf den Straßen in unserer Region nicht wahrnehmen?

Es ist nicht der "Rassismus" das Problem.

Es bräuchte vielmehr Aktionen und lokale Projekte gegen die alltägliche Gewalt, ausgehend von den allseits bekannten "jungen Männern".

Gewalt von "jungen Männern" mit Messern - die im Bus andere fast totstechen.

Gewalt von "jungen Männern" an unseren Schulen, die ihre Mitschüler terrorisieren.

Gewalt auf den Straßen - zum Beispiel von Hanau und Gelnhausen - wo 14-jährige von anderen "jungen Männern" zusammengeschlagen und beraubt werden.
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10
Hätteesgernschönhier
2 monate vor
Wir sollen etwas nicht wahrnehmen, was offensichtlich ist. Sonst bekommen wir den Rassistenstempel. Und warum sollen wir es nicht wahrnehmen? Weil wir sonst darauf reagieren könnten. Und das wiederum zerstört das Alle-Menschen-sind-gleich-(lieb)-Ideal. Das stört die Ideologie. Die Realität ist zu brutal für diese Träumereien. Und deshalb sollen wir unseren eigenen Augen und Einschätzungen nicht trauen.
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