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„Aufnahme des Wolfs ins Jagdgesetz war überfällig“

„Aufnahme des Wolfs ins Jagdgesetz war überfällig“

Landtagsabgeordneter Michael Reul (CDU) begrüßt den jüngsten Beschluss des Deutschen Bundestages, die Bejagung des Wolfs in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen und das Bundesnaturschutzgesetz zu ändern.

Michael Reul weist darauf hin, dass die Rückkehr des Wolfs, auch im Main-Kinzig-Kreis, die Bevölkerung und insbesondere die Landwirte sowie die Weidetierhalter seit einigen Jahren vor große Herausforderungen stelle. Dokumentierte Wolfsrisse gäbe es unter anderem im Umfeld der heimischen Spessartgemeinden und im Bergwinkel. Auch dass die Anzahl der Wolfsrisse in den vergangenen Jahren merkbar angestiegen sei, könne nicht als alltägliche, natürliche Herausforderung hingenommen werden. Hier musste, so Michael Reul, die Politik handeln. 

Der CDU-Politiker verweist hierzu unter anderem auf einen Grundsatzbeschluss des Europäischen Parlaments, auf die Änderung der Berner Konvention und auf einen Beschluss des Hessischen Landtages. „Der Bundestagsbeschluss, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, war richtig und längst überfällig. In den letzten Jahren stieg die Wolfpopulation in Deutschland massiv an. Die Folge war unter anderem ein starker Anstieg von Wolfsrissen. Für das Jahr 2024 mussten wir in Deutschland über 1.100 Übergriffe an über 4.300 Nutzieren, von Wölfen verursacht, zur Kenntnis nehmen. Die Dunkelziffer liegt vermutlich ungleich höher. Im selben Zeitraum sind die Kosten für Herdenschutzmaßnahmen auf weit über 23 Millionen Euro gestiegen. Mit der Änderung des Jagdgesetzes und des Naturschutzgesetzes ermöglicht der Deutsche Bundestag wichtige und notwendige Gegenmaßnahmen.

Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland weckte und weckt in der Bevölkerung ein wachsendes Konfliktpotential. Die Wolfsrisse und schon die potentielle Gefährdung von Weidetieren durch den Wolf führen zum Teil zur Bedrohung der Existenz von Weidetierhaltern, zum Beispiel im Zuge von Sicherungsmaßnahmen, Zaunbau, gerissenen Tieren, usw. Wolfsrisse können zudem für die Weidetierhalter extrem belastend sein, grade wenn Kadaver beseitigt werden müssen oder gerissene Tiere noch leben und schwerverletzt auf der Weide liegen. Es ist sehr gut, dass sich der Deutsche Bundestag jetzt sehr klar und zielführend zu dieser Herausforderung positioniert hat.“, so Michael Reul.

Kommentare

1
D.A.
2 monate vor
Welch ein Schwachsinn! Immer schön die Angst schüren!
99% aller Bundesbürger haben noch nie einen Wolf in der freien Wildbahn gesehen und werden es auch nicht.
Gefällt mir 9 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
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