Anstelle orientalischer Palm- oder Ölbaumzweige bringen die Gläubigen in unserer Region vorwiegend geschmückte Buchsbaumzweige, oder in Ermangelung auch andere Grünzweige mit zum Gottesdienst. Zur Segnung der Palmzweige gab es in diesem Jahr bei sonnigem Wetter wieder vielerorts Prozessionen im Freien. So vor der Stadtpfarrkirche Mariae Namen und auch auf dem Kesselstädter Kirchplatz, wo die vielen Familien mit Kindern mit frohen Liedrufen zur Kirche zu zogen.
Am Kirchportal schlägt der Priester mit einem Hammer dreimal an die (zunächst verschlossene) Kirchtür, die sich daraufhin feierlich öffnet. „Die symbolische Öffnung des Kirchportals nach dem dreimaligen Hammerschlag ist wirklich auch ganz real ein Zeichen dafür geworden, dass die Kirchen für die Kar- und Ostertage weit geöffnet bleiben - für die Gottesdienste und individuelle, persönliche Besuche. Darüber sind wir Christen froh! In einem freien Land können wir unseren Glauben ungehindert feiern!“ erläuterte Dechant Andreas Weber.
Im Wortteil des Gottesdienstes wird dann der Bericht vom Leiden und Sterben Jesu (die „Passion“) vorgetragen. Nach dem Gottesdienst werden die gesegneten Palmsträuße zuhause als segenbringende Zeichen am Kreuz befestigt.
„Ostern ist das höchste Fest der Christen. Die Auferstehung Jesu hat dieses Fest im Jahreskreis durch Feiertage herausgehoben – bis hinein in den säkularen Bereich. In diesem Jahr stehen auch wieder die Friedensgebete für den Krieg im Vorderen Orient mit dem Heilige Land Israel und der Ukraine im Mittelpunkt der Gebete. Die katholischen Kirchen sind an allen Feiertagen geöffnet, auch außerhalb der Gottesdienste, z.B. in Maria Namen, Hanau-Innenstadt, St. Paul, Großauheim, St. Laurentius, Großkrotzenburg und in St. Elisabeth, Kesselstadt“, so Dechant Andreas Weber.











