Vorbild hierfür ist Jesus selbst, der nach der Taufe im Jordan vierzig Tage auf Nahrung verzichtete, wie die Evangelisten Matthäus und Lukas berichten. Zum Beginn dieser „österlichen Bußzeit“ wird nach alter Tradition den Gottesdienstbesuchern als sichtbares Zeichen der Bußgesinnung das Aschenkreuz aufgelegt – als Hinweis auf die Vergänglichkeit des Lebens und den neuen Anfang.
Die Asche wird durch Verbrennen der Palmzweige des vergangenen Jahres bereitet. „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst.“
Viele Christen beginnen am Aschermittwoch auf diese Weise zeichenhaft und ganz bewusst ihre „Fastenzeit“, indem sie sich beispielsweise in freier Entscheidung vornehmen, bis Ostern auf Alkohol, Rauchen, Süßigkeiten, übertriebenen Handy-, Internet- oder Fernsehkonsum zu verzichten. In einigen Gemeinden sind gemeinsame Fastenwochen oder Exerzitien im Alltag mit regelmäßigen Treffen der Teilnehmer. Auch besondere Gebetszeiten werden außer den täglichen Eucharistiefeiern gepflegt, wie Kreuzwege oder stille Stunden des Gebets.



