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Heimatforscher klagen Zugang zu Archiven ein

Heimatforscher klagen Zugang zu Archiven ein

Die Mitgliederversammlung der „Vereinigung für Heimatforschung in Vogelsberg, Wetterau und Kinzigtal e.V." wurde in Langenselbold beim dortigen Verein für Geschichte und Heimat e.V. gehalten.

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1. Vorsitzender Christian Vogel für die Vereinigung, 1. Stadtrat Gustav Schreiner für die gastgebende Stadt und 1, Vorsitzender Dr. Manfred Keil für den gastgebenden Verein begrüßten die Teilnehmer und stellten Langenselbold vor.

Die Vereinigung ist die Dachorganisation von 54 Geschichtsvereinen in Wetteraukreis, Main-Kinzig-Kreis und Altkreis Lauterbach. Mit 27 stellt der Wetteraukreis die meisten (Altenstadt, Bad Nauheim-Schwalheim, Bad Nauheim-Steinfurth, Bad Vilbel, Büdingen, Büdingen-Verein zur Erhaltung der Ruine Hardeck, Butzbach, Butzbach-Hochweisel, Echzell, Florstadt, Friedberg, Friedberg-Ockstadt, Gedern, Gedern-Seemental, Glauburg, Karben, Limeshain, Münzenberg, Nidda, Nidda-Ulfa, Niddatal-Assenheim, Ortenberg, Ranstadt, Rockenberg, Rosbach, Rosbach-Rodheim, Wölfersheim). Aus dem Main-Kinzig-Kreis kommen 22 (Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Brachttal, Erlensee, Freigericht, Gelnhausen, Gelnhausen-Meerholz/Hailer, Gelnhausen-Haitz, Gründau, Hanau, Hanau-Kleinauheim, Hanau-Mittelbuchen, Hanau-Steinheim, Hasselroth, Langenselbold, Linsengericht, Nidderau-Heldenbergen, Nidderau-Windecken, Ronneburg, Steinau, Wächtersbach), 5 stellt der Vogelsbergkreis (Freiensteinau, Lauterbach, Schotten, Ulrichstein-Museum im Vorwerk, Ulrichstein-Verein zur Erhaltung der Burgruine). Die Vereinigung deckt eine historisch zusammengehörige Region ab und sieht ihre Hauptaufgabe in der Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Geschichtsvereinen und auf die Region bezogener Geschichtsschreibung.

Im Mittelpunkt der Tagung stand der auf Antrag des Vorstandes einstimmig gefasste Beschluss, Nutzung der staatlichen Teile der drei Rentkammerarchive in Büdingen auf dem Rechtsweg zu betreiben. Wie der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht mitteilte, hätten alle bisherigen Bemühungen zu nichts geführt. Es handele sich um die wichtigste Überlieferung von nicht weniger als 60 Ortschaften, ohne die Geschichte dieser Orte nicht geschrieben werden könne. Diese staatliche Überlieferung sei nach der Revolution von 1918 gesetzlich nur einstweilen bei Stiftungen geblieben, so lange die nicht ganz einfache Teilung der Archive nicht vorgenommen wurde. Die diesbezüglichen Angaben des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst auf Anfragen der Abgeordneten Gnadl entsprächen nicht den Tatsachen, politische Unterstützung hiergegen sei in Wiesbaden indes ausgeblieben und auch nicht mehr zu erwarten. Um mit dem zurzeit wichtigsten Anliegen der Vereinigung weiterzukommen, beschloss die Mitgliederversammlung, es jetzt auf dem Rechtsweg zu betreiben. Da ist zunächst eine Reihe von Verfahrensfragen zu klären.

Der Vorsitzende stellte noch sein neues doppelbändiges Werk „Hessen-Darmstadt in den Revolutionskriegen“ vor, das (wegen besonderer im Zusammenhang mit seinen Bemühungen um die Rentkammerarchive eingetretener Umstände) jetzt im Verlag der Vereinigung für Heimatforschung erschienen ist, bei Übernahme aller Kosten durch einen Spender. Auf weiteren Antrag des Vorstands beschloss die Versammlung ferner einstimmig, dass Schriftführerin Anita Schuldt wegen der laufenden Bemühungen um gebührenfreie Nutzung des Programms Airborne Laserscanning durch ehrenamtlich in der Archäologie Tätige den Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege einschaltet sowie alles sonst Erforderliche unternimmt. Beim Landesarchäologen sei trotz Nachfrage nicht einmal eine Antwort zu erhalten gewesen.

Nach Bewirtung mit Kaffee und Kuchen durch den gastgebenden Verein wurden die Teilnehmer durch Museum und Schlosspark geführt. Die traditionelle Herbsttagung der Vereinigung in 2017 findet am 24. September beim Geschichtsverein Nidda statt und hat zum Thema „Die Johanniter in der Wetterau und Nidda“. 2018 soll die Jahrestagung im September beim Geschichtsverein Ockstadt stattfinden. Termin und Ort der Mitgliederversammlung für 2018 werden noch festgelegt.

Foto (von links): Die Vorstandsmitglieder Schuldt, Bonarius, Ehrenvorsitzender Steiger, Vogel, Alban, Kremer, Fiolka vor dem Museum.

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