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Bad Orb: "Nur die Golfspieler von Henning Strauß könnten zu Fuß in den Heilwald"

Bad Orb: "Nur die Golfspieler von Henning Strauß könnten zu Fuß in den Heilwald"

"Der Geltungsbereich des B-Plans 'Naturerlebniswelt/Wildpark/Wanderheim/Horstberg' der Stadt Bad Orb widerspricht der übergeordneten Landes- und Regionalplanung, insbesondere dem Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien (TPEE). Im TPEE ist der Bereich Horstberg als Windvorrangfläche 2-304 ausgewiesen. Die Windvorrangfläche 2-304 ist aus dem Gültigkeitsbereich des B-Plans heraus zu nehmen", erklärt Bodo Delhey, Vorsitzender des BUND Kreisverbandes Main-Kinzig.

Die im TPEE 2019 und dessen 1. Änderung festgelegten Vorranggebiete zur Nutzung der Windenergie seien während der Aufstellung des Planes nach einem schlüssigen Plankonzept entwickelt worden: "Hier ist die Windkraft privilegiert und setzt sich gegenüber anderen Belangen durch. Daher kann der B-Plan nicht andere Nutzungen für die Windvorrangfläche festsetzen. Das Windvorrangsgebiet 2-304 zur Nutzung der Windenergie mit Ausschlusswirkung ist deshalb aus dem Geltungsbereich des B-Plans heraus zu nehmen. Alternativ sind die Grenzen der Windvorrangfläche im B-Plan darzustellen und die priviligierte bauliche Nutzung für Windkraftanlagen zu übernehmen, wie dies im übergeordnen TPEE festgesetzt ist. Andere Nutzungen gemäß §9 Abs.1 BauGB können im Geltungsbereich der Windvorrangfläche nicht festgesetzt werden, da sie den rechtsverbindlichen Festsetzungen des TPEE widersprechen würden. Die Bauleitplanung der Kommune darf nicht den rechtsverbindlichen Festsetzungen der übergeordneten Landes- und Regionalplanung inkl. dem Sachlichen Teilplan Erneuerbare Energien TPEE, widersprechen."

Nach Ansicht des BUND sollte der Kur- und Heilwald nicht im Staatsforst, sondern im Stadtwald geplant und ausgewiesen werden: "Die Stadt Bad Orb verfügt über ein großes zusammenhängendes Waldgebiet. Es wäre wesentlich sinnvoller, den Kur- und Heilwald im Abschluss an den Kurpark auszuweisen. Er wäre dann für alle Kurgäste und Rehapatienten und auch die Bad Orber Bürgerinnen und Bürger fußläufig zu erreichen. Zum circa 6 Kilometer entfernten Horstberg kommt man nur mit dem Auto, nur die Golfspieler von Henning Strauß könnten zu Fuß in den Heilwald. Die Stadt Bad sollte dem Investor Henning Strauss, der den Heil- und Kurwald im Windvorranggebiet auf dem Horstberg in der Nähe seines Golfplatzes einrichten will, eine Fläche des Stadtwaldes in der Nähe des Kurviertels anbieten, das nicht nur die Gäste von Henning Strauss nutzen können, sondern alle Kurgäste und Rehapatienten sowie die Bad Orber Bürgerinnen und Bürger."

 

 

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Kommentare

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Brandes
2 monate vor
Der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) steht Windkraft im Wald gespalten gegenüber. Er befürwortet den Ausbau erneuerbarer Energien grundsätzlich, warnt jedoch vor den Eingriffen in das Ökosystem Wald.
Der Verband fordert, dass der Waldschutz Vorrang hat und Windräder nur an ausgewählten, bereits vorbelasteten Standorten errichtet werden, um Biodiversitätsverluste zu vermeiden.
Einer der Kernpunkte der Haltung des BUND:

• Schutzgebiete als Tabuzonen: Der BUND (insb. BUND Naturschutz) betrachtet Nationalparks, Naturschutzgebiete, Biosphärenreservate und FFH-Gebiete als absolute Ausschlussgebiete.
• Naturverträglichkeit: Der Ausbau darf nicht zu Lasten des Arten- und Naturschutzes gehen.
• Kritik an Rodung: Der Bau führt zu Rodungen, der Zerstörung von Waldboden und dem Aufbrechen von Waldstrukturen.
• Klimaschutz vs. Waldschutz: Zwar ist der Klimaschutz wichtig, doch der BUND betont, dass der Verlust von Waldökosystemen durch Windkraftanlagen kritisch abzuwägen ist.


Herr Delhey, wie kommt es, dass Sie hier scheinbar nur ihre persönliche Meinung äußern, diese aber nichts mit der Haltung des BUND zu tun hat?
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Herbert Gehringer
2 monate vor
Guten Tag,
heute berichten Sie unter anderem: Bad Orb: nur die Golfspieler von Herrn Strauß können zu Fuß in den Heilwald. Weiterhin wird vom Golfplatz des Herrn Strauß gesprochen.
Zu Ihrer Informatiion: Der Aleagolfclub Bad Orb Jossgrund ist weiterhin eigenständig und nicht der Golfclub des Herrn Strauß. Als Mitglied bin ich auch nicht ein Golfspieler des Herrn Strauß.

Ein wenig Recherche vorher würde guttun.

MFG Herbert Gehringer
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Hoinzi
2 monate vor
Sie wissen doch aber, wem das Gelände inzwischen gehòrt? So gesehen ist die Aussage schon nicht ganz falsch...
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Herbert
2 monate vor
Das Gelände gehört inzwischen Herrn Strauß,
der Golfclub aber(noch) nicht. Der Club zahlt eine Pacht. Daher bin ich kein Golfspieler von Herrn Strauß, sondern des Golfclubs.Im Übrigen stellt sich die Frage, warum in der Überschrift überhaupt die Golfer erscheinen.
Außerdem müssten die Golfer ja auch erstmal mit dem Auto zum Golfplatz fahren. Das tun sie überwiegend um Golf zu spielen .Also was soll das. Es scheint so , das der Verfasser eine leichte Aversion gegen Golfspieler oder Plätze hat...
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Sven
2 monate vor
Ich wsr bei einer Veranstaltung vom BUND, leider spiegelt sich meine Erfshrung in dem Artikel wider, die komplette Argumentation ist extrem einseitig und auch unwshr, hier soll nochmal auf der Zielgraden Unwahrheiten zur Verunsicherung gestreut werden
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Hermann
2 monate vor
Herr Delhey beschreibt Tatsachen. Diese Tatsachen mögen einigen nicht passen, sie beschreiben aber genau das was es ist: Windvorrangflächen können nicht anders beplant werden wenn die Verfahren abgeschlossen sind. Und genau das sind sie: abgeschlossen. Und das nach rechtsstaatlichen Grundsätzen. Mit seinerzeitigen Bürgerbeteiligung. Wer hier anderes plant oder dem Bürger suggeriert der will keinen Rechtsstaat mehr. Und wer den Rechtsstaat angreift, der greift auch die Demokratie an. Auch in Bad Orb. Mittlerweile fehlt es da offensichtlich an Sachlichkeit und gegenseitigem Respekt. Fakt ist auch, das der Stadtwald derart groß ist, das auch am anderen Ort als am Horstberg eine Sondernutzung möglich wäre und sicher auch noch in einem Gebiet, in dem weniger Steillage ist als am Horstberg was kardiologischen und orthopädischen Patienten , welche hier zur Reha sind, sicher sehr entgegen kommt.
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Paulchen
2 monate vor
Mit seinem einseitigen Artikel macht sich Herr Delhey zum Handlanger der Windkraft Lobbyisten und das sechs Tage vor der geplanten Abstimmung zu diesem Thema.

Es sind genau diese Weisheiten mit denen engagierte Bürger verunsichert werden sollen.
Als Vorsitzender des BUND Main-Kinzig ist er aufgrund seines Halbwissens nicht tragbar, er sollte sein Engagement auf gelnhausen beschränken.
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Spessartraeuber
2 monate vor
Mit Verwunderung habe ich den jüngst veröffentlichten Beitrag zum geplanten Kur- und Heilwald gelesen. Offenbar wurde hier mehr Wert auf zugespitzte Aussagen als auf eine sorgfältige Recherche gelegt.

Zunächst einmal ist festzuhalten: Der geplante Heilwald liegt sehr wohl im Stadtgebiet von Bad Orb. Der Eindruck, es handele sich um ein Projekt „außerhalb“ oder fern der Stadt, ist schlicht falsch. Wer sich mit den Planungsunterlagen beschäftigt, kann das leicht nachvollziehen.

Ebenso irritierend ist die Darstellung, es handele sich hierbei um ein Projekt eines einzelnen Investors. Richtig ist vielmehr: Der Kur- und Heilwald ist ein Vorhaben der Stadt Bad Orb. Herr Henning Strauss unterstützt dieses Projekt, aber er ist nicht dessen Initiator oder Nutznießer. Diese Differenzierung ist wichtig – und sie hätte in einem Beitrag, der sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen will, selbstverständlich berücksichtigt werden müssen.

Besonders befremdlich empfinde ich die persönlichen Spitzen gegen Herrn Strauss. Sachliche Kritik an einem Projekt ist legitim und wichtig für eine demokratische Debatte. Persönliche Anfeindungen hingegen tragen nichts zur Klärung der Sache bei und wirken eher wie ein Versuch, Stimmung zu machen.

Gerade im Vorfeld einer Kommunalwahl sollte der öffentliche Diskurs von Fakten, Fairness und sorgfältiger Recherche geprägt sein – nicht von verkürzten Darstellungen oder populistischen Zuspitzungen.

Es wäre daher wünschenswert, künftig genauer hinzuschauen, bevor öffentlich Position bezogen wird. Die Bürgerinnen und Bürger in Bad Orb verdienen eine sachliche und fundierte Diskussion über Projekte, die ihre Stadt betreffen.
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Hoinzi
2 monate vor
Richtig ist, das Gebiet gehört zur Gemarkung Bad Orb. Aber das Gebiet gehört nicht der Stadt Bad Orb. Und anderen auf deren Grund und Boden Vorschriften machen zu wollen, ist schon erstaunlich...
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Winkler
2 monate vor
Endlich mal eine sachliche und vernünftige Darlegung und Forderung.
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paul
2 monate vor
ALEA - Bergbahn regelt!

Muß dann nur ne kleine Schneise in den Wald, unterhalb vom Heilwald.
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