Etwa zwei Drittel der befragten hessischen Unternehmen sind mit ihrem Weihnachtsgeschäft unzufrieden. Tatjana Steinbrenner, Vizepräsidentin Handelsverband Hessen, verweist auf die anhaltende Verunsicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher: „Die Weihnachtsstimmung kam in diesem Jahr leider nicht bei den Konsumenten an.“
Steinbrenner erklärt weiter: „Erfahrungsgemäß zählen die Tage zwischen Weihnachten und Mitte Januar zu einer weiteren umsatzstarken Phase, da viele Kundinnen und Kunden Urlaub haben und diese Zeit nutzen, um Geldgeschenke oder Gutscheine einzulösen. Gleichzeitig kaufen die Konsumenten immer kurzfristiger und bewusster ein – Second-Hand-Angebote als auch Erlebnisgeschenke werden immer wichtiger.“
„Das diesjährige Weihnachtsgeschäft zeigt, es reicht nicht mehr zuzuschauen. Händlerinnen und Händler, die besondere Kundenerlebnisse schaffen konnten, kamen insgesamt gut durch das Jahresende“, so Ruths weiter. „Dennoch ist es eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft mit all‘ ihren Akteuren, die Gesamtstimmung wieder ins positive zu bringen, wie in anderen europäischen Ländern. Dazu braucht es ein beherztes Handeln der Politik auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene. Aber auch jede und jeder Einzelne ist aufgefordert sein Scherflein dazu beizutragen“, betont Ruths abschließend.
Etwas besser lief es bei Händlerinnen und Händlern in Stadtquartieren und Einkaufszentren sowie in den Bereichen Buch- und Schreibwaren, Sportartikel und Lebensmittel. Verbraucherinnen und Verbraucher verzichten auch in Zeiten des Sparens nicht auf schöne, gemeinsame Momente mit Familie, Freundinnen und Freunden.




Kommentare
Die Läden kämpfen leider selber ums überleben.
Das Problem muss weiter oben angesetzt werden, und kann durch den Einzelhandel nicht gelöst werden.
Solange die entscheidenden Personen hier kein umdenken haben, wird sich an der Situation auch nichts ändern.
- Das Klientel vor Ort ist abstoßend
- Mit dem Bus fahre ich nicht mehr, s.o. - - Mit dem Auto ist das Parken VIEL zu teuer
- Fachgeschäfte sind kaum noch da
- zu oft suche ich und finde nicht, bin ich frustriert
Fazit: In der Summe ist Einkaufen in der Innenstadt mit viel Unwohlsein verbunden und hat höchstens Erledigungscharakter, oft noch mit maximalem Zeit- und Kostenaufwand und nur teilweise erfolgreich. Also ineffizient.
Konsequenz: Ich fahre nur noch große Handelsketten mit Parkplatz vor der Tür an (effiziente Beschaffung, lustlos, aber schnnell und erfolgreich) oder bestelle im Internet
Lieben Gruß an die IHK
So sieht es aus
Man hätte es ahnen können. Die Geldbeutel der Konsumenten sind schmaler geworden. Nach Abzug der notwendigen Lebenshaltungskosten bleiben "Vielen" nicht mehr viel übrig um auf den Putz zu hauen.
Für den Einzelhandel eine ernüchternde Tatsache.
Für die regulierende Instanz wieder ein Grund die Fördermaschinerie in Bewegung zu setzen.
Im Glauben verfangen in der Hinsicht etwas geregelt zu bekommen.
Im Glauben verfangen, wenn man den Steuerzahler weiterhin zusätzlich belastet, auf einen sinnvollen Nenner zu kommen.
Zu der Erkenntnis zu gelangen, das das nicht endlos so weiter gehen kann, ist man noch kilometerweit entfernt.
Besserung nicht in Sicht!
Es knirscht doch nicht nur im Weihnachtsgeschäft. Was "lockt" heutzutage die Kunden noch den Einzelhandel? Gute Beratung...von wem? Bei immer weniger und häufig nicht qualifiziertem Personal. Das Warenangebot? Ich höre sehr, sehr oft den Satz "haben wir nicht, aber das können wir für sie bestellen". Tja, das kann ich auch selbst und muss dann nicht zweimal ins Geschäft. Ich kann auch nur ganz selten erkennen, dass man sich um seine Kunden bemüht. Es gibt, wie im Artikel geschrieben, aber auch Ausnahmen. Das sind dann Geschäfte, die sich was einfallen lassen, guten Service anbieten und auch keine weltfremden Preise aufrufen.
Es ist völlig klar, daß der Einzelhandel weder das Sortiment, noch die Preise des Onlinehandel bieten kann, aber nicht wenige würden den ein oder anderen Nachteil durchaus akzeptieren, wenn man den Kunden anders begegnen würde. Hinzu kommt, dafür kann der Handel nichts, die m. E. unsägliche Innenstadtpolitik der Kommunen. Wer immer noch glaubt, dass das Verbannen von Autos und Parkplätzen in den Innenstädte, durch vermehrte Gastronomieangebote kompensiert werden kann, der träumt und denkt weder an den Einzelhandel, noch daran, daß man gerade abends und in der "dunklen Jahreszeit" auch nicht mit dem Taxi oder einem Shuttlebus in die Innenstadt möchte. Wenn es nicht schnell gelingt, hier sinnvolle und realistische neue Konzepte zu entwickeln, geht es mit den Innenstädten und dem Einzelhandel weiterhin bergab.