Evonik treibt in Hanau den Aufbau eines Forschungs- und Skalierungszentrums für Elektrochemie voran. Ziel ist es, innovative Verfahren schneller in die industrielle Anwendung zu bringen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Bereits heute arbeitet Evonik an vielen Projekten, die Ressourcen schonen, Emissionen reduzieren und neue Wertschöpfungsketten ermöglichen und die auf Elektrochemie fußen.
„Die Elektrochemie bietet uns die Chance, Prozesse effizienter zu gestalten, Energie und Rohstoffe einzusparen und damit Kosten sowie CO₂-Emissionen deutlich zu senken“, betonte Thomas Wessel. „Mit dem geplanten Zentrum in Hanau schaffen wir eine Plattform, die Innovationen beschleunigt und den Standort zukunftsfähig macht.“
Im Labor für elektrochemische Prozesse erhielten die Abgeordneten Einblicke in konkrete Projekte, darunter
⦁ Ressourcenschonung bei Silica-Produkten: Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Säuren und Basen aus Abfallströmen
⦁ Lithium-Recycling: Umwandlung von Lithium aus Nebenströmen in Batteriequalität
⦁ Nachhaltige Aminosäurenproduktion: Chemikalienfreie pH-Änderung durch Elektrodialyse
⦁ Umweltfreundliche Abwasserbehandlung: Elektrochemische Oxidation zur effizienten Reinigung von Abwässern
„Die hier vorgestellten Projekte zeigen, wie wichtig die Elektrochemie für eine nachhaltige Industrie und den Wirtschaftsstandort Hessen und Deutschland sein kann“, erklärte Sören Bartol.
Tobias Eckert ergänzt: „Evonik zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können.“
Auch das Standortentwicklungsprojekt HaNOW profitiert von der Elektrochemie. „Wir sind dabei, den Industriepark Wolfgang effizienter aufzustellen und neue Wertschöpfungsketten zu schaffen. Da wäre die Realisierung eines solch zukunftsträchtiges Projekt selbstverständlich ein großartiges Zeichen für unseren Hanauer Industriepark“, erläuterte Kerstin Oberhaus, Standortleiterin in Hanau.
Unter Strom: Patrik Stenner, Leiter Elektrochemische Prozesse, gibt Sören Bartol (5. v. r.) und Tobias Eckert (6. v. r.) einen Einblick in die Potenziale der Elektrochemie.



