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Gespräch mit Kreishandwerkern: Solaroffensive, Breitband, Hygiene

Gespräch mit Kreishandwerkern: Solaroffensive, Breitband, Hygiene

Der regelmäßige Informationsaustausch zwischen Kreishandwerkerschaften und der Kreisspitze ist beiden Seiten wichtig.

Harth & Schneider

„Im persönlichen Gespräch lassen sich Themen viel besser und schneller bearbeiten, als per Brief oder E-Mail“, waren sich auch beim jüngsten Treffen wieder alle Beteiligten einig. Die Kreisspitze war bei dem Gedankenaustausch mit Landrat Erich Pipa und dem Kreisbeigeordneten Matthias Zach vertreten, für die Kreishandwerkerschaft Hanau nahmen Handwerksmeister Martin Gutmann, sein Stellvertreter Manfred Köhler, Geschäftsführer Matthias Stecher sowie die Vorstandsmitglieder Michael Kellermann, Peter Emmerich, Elgerd Heppding, Thomas Wenzel und Michael Wiegand teil. Die Kreishandwerkerschaft Gelnhausen und Schlüchtern vertraten der stellvertretende Handwerksmeister Joachim Wagner, Geschäftsführer Klaus Zeller sowie die Vorstandsmitglieder Rainer Eifert, Stefan Jökel, Jochen Merx und Harald Rasch.

Zunächst berichtete Landrat Erich Pipa von der erfolgreichen Solaroffensive des Main-Kinzig-Kreises. Seit dem vergangenen Spätsommer seien knapp 190 Anlagen mit einem Investitionsvolumen von mehr als sieben Millionen Euro errichtet worden. Andere Landkreise und Organisationen zeigten reges Interesse an der gemeinsamen Initiative der heimischen Handwerker und der im Kreis beheimateten Banken. Für Gesprächsstoff sorgte die von der Bundesregierung angekündigte Kürzung der Solarförderung. Die relativ kurzen Übergangsfristen hätten Handwerker und Interessenten in den vergangenen Tagen und Wochen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, betonten Landrat und Kreishandwerker unisono.

Die Breitbandinitiative des Main-Kinzig-Kreises wurde von den Vertretern der Kreishandwerkerschaften einhellig begrüßt. Landrat Erich Pipa stellte detailliert die Pläne des Kreises vor, sämtliche Städte und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises mit schnellem Internet zu versorgen. „Für uns ist schnelles Internet ein Bestandteil der Daseinsvorsorge“, unterstrichen Pipa und Zach. Da ein Markterkundungsverfahren gezeigt habe, dass kein Anbieter Interesse habe, den Kreis komplett und ohne staatliche Beihilfen zu versorgen, werde der Kreis nun selber insgesamt 657 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und das Netz anschließend an einen Betreiber verpachten. Als nächster Punkt stehe am 30. März durch einen Beschluss des Kreistages die Gründung der Gesellschaft Breitband Main-Kinzig GmbH an. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 56 Millionen Euro, den Firmen und der Bürgerschaft steht nach Abschluss der Arbeiten eine Internetbandbreite von 50 Megabit pro Sekunde, mindestens aber 25 Megabit pro Sekunde, zur Verfügung.

Zum Thema Fluglärm berichteten Landrat Erich Pipa und Kreisbeigeordneter Matthias Zach von den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen, bei denen der vom Kreis beauftragte Gutachter Michael Morr anschaulich dargelegt habe, dass schon mit wenig Aufwand höhere Anflugrouten möglich seien, zum anderen erläuterten Landrat und Kreisbeigeordneter den Stand der Klageverfahren des Kreises.

Kreisbeigeordneter Matthias Zach erläuterte anschließend den Schulentwicklungsplan des Kreises und informierte über das Projekt des Gesundheitsamtes zur Überwachung der Hausinstallationen im Main-Kinzig-Kreis. Bei der jüngsten Überprüfung größerer Hausinstallationen in Kindertagesstätten, Hotels und Alten- und Pflegeheimen sei deutlich geworden, dass zur Umsetzung der Trinkwasserverordnung ein erhöhter Sanierungs- und Beratungsbedarf erforderlich sei, berichtete der Kreisbeigeordnete.

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