Dazu Matthias Ebenau, Geschäftsführer der IG Metall Hanau-Fulda und Verhandlungs-führer auf Arbeitnehmerseite: „Die Verhandlungen waren schwerer als zunächst gedacht. Das Unternehmen war gerade beim Thema Entgelt ziemlich hartleibig. Letzten Endes haben wir uns auf eine Erhöhung von gut 5 Prozent bei einer etwas längeren Laufzeit geeinigt. Das Entgeltpaket haben wir aber mit einer Reihe von betrieblichen Verbesserungen, die letztlich den Beschäftigten wie dem Unternehmen etwas nützen, ergänzt. So ist es insgesamt ein Abschluss der sich sehen lassen kann.“
Dieter Scherpf, der zum Jahreswechsel den Vorsitz des Betriebsrates übernommen hat, ergänzt: „Am Anfang war es sehr hakelig, man hatte das Gefühl, wir kommen kaum voran. Das lag aber, wie sich am Ende herausstellte, nicht unbedingt am mangelnden Einigungswillen auf beiden Seiten, sondern auch an der Komplexität der vielen tariflichen und betrieblichen Verhandlungsgegenstände. Letztlich haben wir gemeinsam viele kluge Lösungen gefunden, mit denen wir als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zufrieden sein kann. Diese Zufriedenheit spiegelt sich auch in der großen Zustimmung zum Verhandlungsergebnis in unserem demokratischen Votum.“
Zum Hintergrund: Der börsennotierte Schuhhersteller Birkenstock stellt nach wie vor den größten Teil seiner Produkte in Deutschland her. Der Traditionsstandort in Steinau-Ürzell umfasst inklusive Leihkräften derzeit knapp 300 Beschäftigte. Die Gewerkschaftsmitglieder am Birkenstock-Standort Steinau-Ürzell hatten für die nun abgeschlossenen Tarifverhandlungen 6% mehr Entgelt gefordert.


