Ralph Ries begann seine berufliche Laufbahn 1979 mit dem Zivildienst beim Deutschen Roten Kreuz. Darauf folgte von 1981 bis 1984 eine Ausbildung zum Krankenpfleger im Krankenhaus Gelnhausen. In den darauffolgenden Jahren sammelte er wertvolle Erfahrung als Krankenpfleger in der Gelnhäuser Anästhesie, wo er von 1984 bis 1992 tätig war. Parallel dazu absolvierte er von 1987 bis 1989 am Phillips Uniklinikum Marburg eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Fachkrankenpfleger in der Intensivpflege. Im Jahr 1992 entschied sich Ries für einen weiteren Schritt in seiner beruflichen Entwicklung und begann ein Studium im Fachbereich Wirtschaft an der Fachhochschule Gießen-Friedberg, das er 1995 erfolgreich abschloss. Direkt im Anschluss trat er seine erste Position in der Verwaltung an und übernahm die Rolle des Assistenten des Verwaltungsleiters im Kreiskrankenhaus Gelnhausen. Ab 1997 zeichnete er als Geschäftsbereichsleiter verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Krankenhauses. Zwei Jahre später, im Jahr 1999, wurde er zum stellvertretenden Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken ernannt, eine Position, die er bis zu seinem Ruhestand mit großem Engagement ausübte.
In seiner Würdigung hob Landrat Stolz hervor, dass Ries stets mit Unaufgeregtheit, hoher fachlicher und sachlicher Kompetenz sowie außergewöhnlicher Verlässlichkeit agierte. „Sie waren eine Führungskraft, die weit über das normale Maß hinaus sowohl strategisch dachte als auch die Umsetzung im Klinikalltag begleitete. Sie haben in einer nicht immer einfachen Zeit Verantwortung übernommen und die Kliniken fit für die Zukunft gemacht.“ Besonders betonte Stolz Ries‘ entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung der Kliniken in den letzten Jahren.
Geschäftsführer Christian Quack würdigte dessen herausragende Verdienste und sagte mit Blick auf den beeindruckenden Werdegang: „Ihre Leistung ist sensationell. Mit Hochachtung blicken wir auf das, was Sie für die Kliniken geleistet haben.“ Ries habe in kürzester Zeit bedeutende Entwicklungen vorangetrieben. Dabei habe er immer die Perspektive des Krankenhauses und seiner Leistungserbringer im Blick gehabt – mit einem klaren Fokus auf das Wohl der Patienten. Zudem habe er die Kliniken sicher durch die Corona-Krise gesteuert und damit ihre Existenz langfristig gesichert. „Danke für die gemeinsame Zeit, Ihre Impulse und Ihren unermüdlichen Einsatz“, so Quack.
Auch aus ärztlicher Sicht genoss Ralph Ries große Anerkennung. Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Dirk Meininger beschrieb ihn als verlässlichen Ansprechpartner und Kümmerer in allen Belangen. Besonders hob er ein Lieblingswort von Ries hervor: „Synergien“ – ein Prinzip, das dieser stets lebte. „Sie haben immer wieder bewiesen: Miteinander und füreinander erreicht man mehr. Sie haben gezeigt, dass Gutes und Altbewährtes nicht aus der Mode kommt – mit Kompetenz, Engagement und einer großen Portion Menschlichkeit.“
Samuel Palitzsch, Pflegedirektor und Leiter klinische Prozesse, unterstrich, dass Ries sein gesamtes Berufsleben in den Dienst der Kliniken gestellt habe. Dabei habe er stets den Blick für das große Ganze bewahrt, ohne jemals die Details aus den Augen zu verlieren. Ries‘ Einstellung fasste er mit einem Leitsatz zusammen: „Was immer du tust, bedenke das Ende.“ Palitzsch würdigte zudem dessen Authentizität, Ehrlichkeit und Feingefühl und bezeichnete ihn als „personifiziertes Wissensmanagement“.
Erfreut und bewegt bedankte sich Ralph Ries für die vielen anerkennenden Worte. Er blickte auf seine lange berufliche Laufbahn zurück und betonte, dass es in all den Jahren keinen einzigen Tag gab, an dem ihm langweilig gewesen sei. Er sprach von der außergewöhnlichen Stabilität in der Geschäftsführung sowie der starken politischen Rückendeckung durch den Kreis, die es ermöglicht habe, die Klinikstandorte weiterzuentwickeln. Sein besonderer Dank galt der Politik, dem Aufsichtsrat und den Mitarbeitern für die kontinuierliche Unterstützung.
Mit großer Wertschätzung erinnerte Ries an die 29-jährige Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Geschäftsführer-Kollegen Dieter Bartsch: „Wir waren nicht immer einer Meinung, aber immer ein Team.“ Gleichzeitig bedankte er sich für die Zeit mit dem neuen Geschäftsführer Christian Quack, der neue Akzente setze und die Kliniken weiter sehr positiv voranbringe. „Es war mir eine Ehre, die Kliniken mit zu dem zu entwickeln, was sie heute sind“, so Ries.
Ralph Ries hinterlässt eine beeindruckende berufliche Lebensleistung, die in den Kliniken und bei den Mitarbeitenden noch lange nachwirken wird. Für seinen neuen Lebensabschnitt wünschen ihm alle Wegbegleiter viel Glück, Gesundheit und zahlreiche erfüllende Momente.



