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Mittelstand hat große Puffer bei Eigenkapital und Liquidität

Mittelstand hat große Puffer bei Eigenkapital und Liquidität

Die Finanzierungsverhältnisse im deutschen Mittelstand sind so günstig wie nie zuvor.

Dennoch bleiben die Investitionen der mittelständischen Unternehmen weiterhin deutlich hinter den Werten früherer Jahre zurück. Dies sind zwei zentrale Ergebnisse der jährlichen Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) zur Lage des deutschen Mittelstands („Diagnose Mittelstand 2016“), die der Verband in Berlin vorgestellt hat.

Ende 2014 verfügten die deutschen Mittelständler der Studie zufolge über eine Eigenkapitalquote von 25,5 Prozent. Ende 2013 waren dies noch 20,8 Prozent. 2015 dürfte sich die Eigenkapitalquote nochmals verbessern und damit erneut einen historischen Höchstwert erreichen. Gleichzeitig verfügen die mittelständischen Unternehmen in erheblichem Maße über liquide Mittel. „Zusammen mit einem reichlichen Kreditangebot zu historisch niedrigen Zinsen kann insgesamt von einmalig günstigen Finanzierungsverhältnissen im deutschen Mittelstand gesprochen werden“, sagt Dr. Ingo Wiedemeier, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hanau.

Die nochmals verbesserte Finanzierungsstruktur steht für eine hohe Stabilität des deutschen Mittelstands auch für den Fall, dass sich die Wirtschaftsentwicklung einmal wieder unverhofft eintrüben sollte. Die angesammelten Puffer bei Eigenkapital und Liquidität sind aber auch Ausdruck der anhaltenden Zurückhaltung des Mittelstands bei neuen Investitionen, so die DSGV-Studie. Die Verbesserung der Investitionsbedingungen für mittelständische Unternehmen in Deutschland – auch dies zeige die Diagnose Mittelstand 2016 – bleibe eine vordringliche Aufgabe für die deutsche Wirtschaftspolitik.

Zum 15. Mal in Folge – die Diagnose Mittelstand

Die Diagnose Mittelstand 2016 ist bereits die 15. derartige Untersuchung in Folge. Sie bietet die umfassendste Analyse mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Sie basiert auf der Auswertung der größten Sammlung von Jahresabschlüssen deutscher Unternehmen mit etwa rund 250.000 Bilanzen von Firmenkunden von Sparkassen. Die Diagnose Mittelstand 2016 betrachtet zum einen die Bilanzkennzahlen der Firmenkunden von Sparkassen. Zum anderen beruht sie auf einer Expertenbefragung, bei der die zuständigen Kundenberater der Sparkassen die aktuelle Geschäftslage ihrer mittelständischen Unternehmen bewerten und einschätzen. Die Broschüre „Diagnose Mittelstand 2016“ ist im Internet unter http://www.dsgv.de/_download_gallery/Publikationen/Diagnose_Mittelstand_2016.pdf erhältlich.

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