Dabei ist es enorm wichtig, die Strahlenbelastung für die Patienten möglichst gering zu halten. Zugleich müssen die Aufnahmen von Knie, Lunge, Wirbelsäule u. a. so exakt wie nur möglich sein, sodass sich auch kleinste Hinweise auf eine Erkrankung erkennen lassen. Um den Patienten bei einer Röntgenaufnahme künftig noch mehr Sicherheit im Hinblick auf die geringe Strahlenbelastung und eine brillante Bildgebung bieten zu können, verfügen die Main-Kinzig-Kliniken im Gelnhäuser Krankenhaus nun über ein modernes, volldigitales Röntgensystem.
Das sogenannte „DX-D 600 System“ gehört zu den Geräten mit der neusten Technik. Thomas Schwarz, Chefarzt der Radiologie, freut sich über die Vorteile des neuen Systems: „Dieses Gerät liefert hochauflösende digitale Röntgenbilder in einer weitaus kürzeren Zeit – und das mit einer deutlich geringeren Strahlenbelastung.“ Dies sei vor allem für junge Patienten wichtig. Nun könne man in Gelnhausen mit einer minimalen Röntgendosis eine optimale Diagnostik auch bei Kindern durchführen, so der Radiologe.
Denn das System besteht aus einer Röntgeneinheit und hochempfindlichen Röntgendetektoren. Die Detektoren erfassen die Röntgenstrahlung und stellen die Aufnahmen in kürzester Zeit – nach circa zwei Sekunden - dem Radiologen zur Verfügung. Die hohe Empfindlichkeit der Detektoren ermöglicht die Reduktion der erforderlichen Strahlendosis. Zusätzlich lässt eine spezielle Bildbearbeitungssoftware kleinste Details mit hohem Kontrast leichter erkennen, damit wird die diagnostische Qualität erheblich erhöht und dem Radiologen die Befundung erleichtert.
Die Zeitersparnis ist neben der geringeren Strahlenbelastung und der besseren Bildauflösung ein weiterer großer Vorteil. Chefarzt Schwarz: „Früher mussten wir in dringenden Fällen bis zu zehn Minuten auf das Röntgenbild warten. Jetzt steht uns das Bild Sekunden nach der Aufnahme auf unseren Rechnern zur Verfügung.“ Mithilfe eines Computers werden die digitalen Bilddaten verarbeitet, sodass alle Röntgenbilder sehr schnell übermittelt und vom Fachpersonal begutachtet werden können.
Zusätzlich ist das neue System sowohl für Patienten als auch Mitarbeiter sehr viel komfortabler. Denn ein Stehpodest, an dem sich die Patienten bequem festhalten können, erleichtert die Aufnahme. Die Röntgeneinheit fährt dann exakt an die Stelle, die der Medizinischtechnische Röntgenassistent (MTRA) zuvor in den Computer eingegeben hat, und positioniert sich automatisch. „So haben wir mehr Zeit, uns um den Patienten kümmern zu können“, erzählt Doris Hahn, leitende MTRA, und fügt hinzu: „Außerdem bedeutet die vollautomatische Positionierung für uns Mitarbeiter eine große körperliche Entlastung.“
Auch Geschäftsführer Dieter Bartsch und Jörg Karnelka, Leiter Beschaffung und Finanzen, sind mit der Investition sehr zufrieden. „Patienten und Mitarbeiter profitieren gleichermaßen von dieser Modernisierungsmaßnahme. Das ist ein wichtiger Schritt in unserer Qualitätssicherung und für die Sicherheit unserer Patienten“, so Bartsch.
Foto (von links): Thomas Schwarz, Jörg Karnelka, Doris Hahn und Dieter Bartsch.


