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Main-Kinzig-Kreis stellte neue Tourismus-Broschüre vor

Main-Kinzig-Kreis stellte neue Tourismus-Broschüre vor

Gute Nachricht für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Gelnhausen: In diesem Jahr werden erstmals über 40.000 Übernachtungen in der Barbarossastadt erwartet.

Höfler Fenster

Damit alle Hotels und Pensionen von Maintal bis Sinntal Zuwächse erfahren, stellte der Main-Kinzig-Kreis gestern die 10. Imagebroschüre für die touristischen Angebote in Spessart, Kinzigtal und Vogelsberg vor.

Auf 92 Seiten werden alle Übernachtungsmöglichkeiten und Attraktionen im Main-Kinzig-Kreis präsentiert – zwölf Seiten mehr als im Vorjahr und so viele wie noch nie. Das Motto lautet „Gesundheit fördern, Natur genießen, Geschichte entdecken“, einer der Schwerpunkte bei der Vermarktung liegt auf Kurz- und Wochenendreisen. „In einer Gesundheitsregion kommen 65 Prozent der Übernachtungen aus der näheren Umgebung“, sollen laut Burkhard Kornherr, Amtsleiter für Tourismus in der Kreisverwaltung, beispielsweise auch Bürgerinnen und Bürger aus Maintal oder Hanau animiert werden, ein Wochenende in Bad Orb oder einer anderen heimischen Urlaubsregion zu verbringen.

Im Blickpunkt stehen diesmal auch die Pauschalangebote, die erstmals in einer eigenen Rubrik aufgeführt werden. Angesprochen werden hier Einzelpersonen und Gruppen. Mit 23 Angeboten, unterteilt in Gesundheit, Wandern, Radfahren, Erlebnis und Kulinarik, ist die Zahl der Arrangements so hoch wie nie zuvor. Neu aufgenommen wurden mit Spessartbogen, Birkenhainer Straße, Eselsweg und der Kultur- und Wellnessroute alle großen Wanderrouten im Kreis. Die europäischen Kulturwanderwege in Meerholz, Rothenbergen und Hailer werden ebenfalls vorgestellt.

In den Fokus gerückt werden in diesem Jahr auch die Museen. Die Broschüre wurde daher in der Tourist-Information der Stadt Gelnhausen vorgestellt, die mit dem begehbaren Ohr und der Grimmelshausen-Welt bereits über zwei Attraktionen verfügt. Beim Thema Gesundheit richtet sich der Blick auf die beiden Kurstädte Bad Orb und Bad Soden-Salmünster, aber beispielsweise auch auf die 24 Kneippanlagen im Kreis und die immer noch große Anzahl an Schwimmbädern. „Ich hoffe, dass in fünf Jahren auch noch so viele da sind“, spielte Landrat Erich Pipa gestern bei der Vorstellung auf die finanziellen Schwierigkeiten an, mit denen einige Bäder zu kämpfen haben. „Der Main-Kinzig-Kreis verfügt in Hessen aber immer noch über die größten Wasserflächen bei derartigen Einrichtungen im Vergleich mit den anderen Kreisen“, müsse man sich daher keinesfalls verstecken.

Mit der Darstellung der Kommunen und ihrer historischen Altstädte sowie der Burgen und Schlösser ist die Rubrik „Geschichte entdecken“ gefüllt. Unter „Gemütliche Hotels und Gaststätten erleben“ sind zudem die Qualitätsmerkmale der einzelnen Unterkünfte erstmals besonders hervorgehoben. „Wir wollen einen Mehrwert schaffen, die Betriebe sollen ja Gewinne erzielen“, betonte Pipa, dass auch die touristische Zusammenarbeit mit den angrenzenden Regionen, beispielsweise an der hessisch-bayerischen Landesgrenze, ausdrücklich gewollt ist.

Ein Angebot will der Landrat übrigens in der nächsten Woche persönlich in Anspruch nehmen: Zusammen mit dem Kreisbeigeordneten Matthias Zach plant er einen Besuch des „icelab“ in Bad Soden-Salmünster und will sich dort auch in die minus 110 Grad Celsius kalte Hauptkammer vorwagen. „Kollege Zach war schon drin und es hat ihm gut getan. Er ist dadurch fitter geworden“, hofft Pipa anscheinend jetzt auch bei sich selbst auf diesen Effekt.

Die Imagebroschüre erscheint in einer Auflage von 20.000 Exemplaren und kann auch im Internet auf der Homepage www.spessart-tourismus.de heruntergeladen werden. Zudem ist das Angebot auf einer CD zusammengefasst, die je nach Bedarf im Laufe des Jahres aktualisiert wird.

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