Diese Großprojekte sind jetzt auch im Entwurf für den neuen Regionalen Nahverkehrsplan des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zu finden. „Ich freue mich darüber, dass der Planentwurf damit wesentliche Infrastrukturvorhaben im Schienenverkehr aufgenommen hat, die auch schon in unserem Regionalen Flächennutzungsplan zu finden sind“, sagt die Erste Beigeordnete des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain und für den Bereich Mobilität zuständige Dezernentin Birgit Simon (Grüne). Ein entsprechender Hinweis ist jetzt in der Stellungnahme des Verbandes zu dem Entwurf für den neuen Nahverkehrsplan zu finden.
Die Erste Beigeordnete verweist darauf, dass in der jüngsten Vergangenheit die Bevölkerung gerade im Kern der Metropolregion sowie entlang den Schienenverkehrs-Achsen zugenommen habe. „Es ist planerisch gewünscht, dass unmittelbar an diesen Achsen Neubaugebiete entstehen und soll auch in Zukunft so sein.“ Jedoch seien bereits heute die Gleise auf den Hauptstrecken überlastet. Auf den vom Fern-, Nah- und Güterverkehr gemeinsam genutzten Strecken bestünden erhebliche Engpässe, die zu Einschränkungen vor allem im Nahverkehrsangebot führten. Umso dringlicher sei es, die bereits genannten Großprojekte zügig zu realisieren. Auch müssten weitere Projekte wie beispielsweise der Ausbau des Schienenknotens am Stadion und der erste Abschnitt der Neu- und Ausbaustrecke Rhein/Main - Rhein/Neckar umgesetzt werden.
In der Stellungnahme des Regionalverbandes heißt es weiter, dass Park-and-Ride-Anlagen grundsätzlich „befürwortet“ werden, ein „massiver Ausbau“ aber abgelehnt werde. „Flächen an Bahnhöfen sind oftmals städtebaulich gesehen sehr wertvoll, deshalb sollten hier – wie bereits auch schon beim Runden Tisch Wohnen diskutiert – beispielsweise Geschosswohnungen entstehen und gute Fuß- und Radwege zum Bahnhof gebaut werden“, erklärt Simon.
Die Dezernentin spricht sich des Weiteren dafür aus, dass das Tarifsystem der öffentlichen Verkehrsmittel in der Region Frankfurt/Rhein-Main „einfach und verständlich“ sein sollte. Zudem müssten die Tickets „bezahlbar für alle“ sein, dazu müsste man über weitere Finanzierungsquellen nachdenken. Beispielsweise müssten die entsprechenden Mittel im Landeshaushalt zugunsten des Nahverkehrs umverteilt werden. Auch der Bund sollte mehr in den ÖPNV als in den Straßenbau stecken. Schließlich wären sogenannte Nutznießer des öffentlichen Nahverkehrs wie zum Beispiel der Frankfurter Flughafen finanziell gefordert.
Der Regionale Nahverkehrsplan soll nach Einholung der Stellungnahmen ganz verschiedener weiterer Beteiligter durch die Gremien des RMV im Herbst dieses Jahres verabschiedet werden. Er hat eine Gültigkeit bis zum Jahr 2019.



