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Zoff im Job: Juristische Hilfe für Beschäftigte

Zoff im Job: Juristische Hilfe für Beschäftigte

Hilfe beim Zoff im Job: Ob im Gastgewerbe, in der Ernährungsindustrie oder im Lebensmittelhandwerk – wenn es im Main-Kinzig-Kreis zwischen dem Chef und den Beschäftigten knistert oder sogar kracht, dann ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ihre Rechtsexperten auf den Plan.

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Insgesamt 424 Mal waren die juristischen Berater der NGG 2018 im Rhein-Main-Gebiet im Einsatz. Für die Betroffenen erstritten die Juristen Gelder in Höhe von insgesamt 565.000 Euro. Mit 284 Fällen verzeichnete das Hotel- und Gaststättengewerbe die meisten Streitigkeiten. Hier ging es insbesondere um Löhne und Gehälter, die zu spät oder gar nicht gezahlt wurden. Auch unerlaubte Kündigungen und fehlendes Weihnachts- oder Urlaubsgeld waren nach Gewerkschaftsangaben häufig ein Thema.

„Die Zahlen zeigen, dass sich längst nicht alle Arbeitgeber an Recht und Gesetz halten“, sagt Peter-Martin Cox. Der Geschäftsführer der NGG Rhein-Main geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. „Besonders in kleineren Betrieben trauen sich viele Beschäftigte nicht, gegen den Chef vorzugehen – oft aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz.“

Cox appelliert an die Beschäftigten, sich bei Missständen professionellen Rat zu holen. „Die Rechtsexperten sorgen dafür, dass Arbeitnehmer zu ihrem Recht kommen und schwarze Schafe unter den Chefs die Rote Karte sehen – auch vor Gericht.“ Die Palette reiche von A wie Abmahnung bis Z wie Zeugnisverweigerung. Dabei kümmerten sich die Gewerkschaftsjuristen auch ums Sozialrecht. Die Anfechtung fehlerhafter ALG-II-Bescheide sei ebenso ein Thema wie das Eintreiben von nicht gezahltem Krankengeld, so die NGG. Anspruch auf eine kostenlose Rechtsberatung hat, wer Mitglied einer DGB-Gewerkschaft ist.

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