Das teilte Landrat Joachim Arnold jetzt in einer Presseerklärung mit. Errichtet wurde das Gebäude im Steinweg 17 im Jahre 1565 durch die Burgmannen und Schöffen Hartmann von Bellersheim, Heinrich von Muschenheim, Eberhard von Bellersheim und Jodocus Bachmann. Zunächst diente es als Herberge, weil das Hospital noch in der benachbarten Nikolauskapelle untergebracht war. Nach der Nutzung als Hospital wurde das Gebäude später als Schule mit Lehrerwohnung, als Kindergarten, als Internat und zuletzt als Sparkasse genutzt.
Der stattliche zweigeschossige Bau besteht aus einem massiven Erdgeschoss mit Sandsteingewänden und einem Obergeschoss in Fachwerk. Das Sichtfachwerk mit seinen Mannfiguren und dem markanten Erker über dem Eingang ist ein prägendes Element in der Steingasse. Im „Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler“ von Georg Dehio wird der Steinweg als eine der schönsten Straßen Oberhessens bezeichnet. Nach der Gerüststellung konnte das Fachwerk begutachtet werden, es zeigten sich massive Schäden an den Hölzern.
Die Kosten für die Sanierung als Sichtfachwerk wurden auf 165.000 Euro geschätzt. Daher wurde bereits über ein Verkleidung oder auch ein Verputzen des Fachwerkes nachgedacht. Dies wäre allerdings eine herbe Einbuße im Erscheinungsbild der Steingasse. „Wir wollen mit unserem Zuschuss dazu beitragen, dass das Sichtfachwerk zur Steingasse hin erhalten bleiben kann“, so Landrat Joachim Arnold bei der Übergabe des Förderbescheides.
Foto (von links): Bauleiter Dieter Müller, Pfarrer Uwe Wagner-Schwabe, vom Vorstand des Hospitalfonds, Landrat Joachim Arnold, Ortsvorsteherin Ina Wendel und Bürgermeister Hans-Jürgen Zeiß vor dem sanierungsbedürftigen Gebäude.


